Meine Geschichte
Denke ich über meine Geschichte nach, staune ich, denn sie begann ganz unscheinbar.
1999 war das Jahr, in dem mein Leben eine neue Richtung bekommen und zugleich die Geschichte des Gebetshauses beginnen sollte. Meine Frau und ich hatten bereits zwei kleine Kinder und unser Leben verlief in geordneten Bahnen. Neben meiner Arbeit in einem Forschungsinstitut arbeitete ich damals schon viele Jahre ehrenamtlich in einer Kirchengemeinde mit. Eigentlich hätte alles so weitergehen können, wenn in mir nicht die folgende Frage laut geworden wäre:
„Wie soll mein Leben sich weiterentwickeln, welche Pläne hat Gott dafür?“
Ich nahm mir Zeit, um die Antworten auf diese Fragen zu gewinnen.
Eines Tages, im Winter 99, war ich wieder einmal alleine auf einer Wanderung unterwegs, um in der Stille des Waldes Gottes Nähe zu suchen, als plötzlich etwas geschah, das mein und das Leben meiner Familie für immer verändern sollte:
Gott antwortete auf meine Frage.
Es war ein ganz besonderer Moment, als ich in mir die Worte hörte, ich solle in Freiburg ein Gebetshaus gründen. Ich war völlig überrascht, denn Gebet hatte damals keine besonders hohe Priorität für mich. Dort oben auf einem Berg erlebte ich aber - vielleicht so deutlich wie nie zuvor - , wie Gott zu mir sprach und mir erklärte, warum er ein Gebetshaus in meiner Stadt möchte und nach welchem biblischen Vorbild es gestaltet werden sollte.
Ich war perplex und erfüllt zugleich.
Da es damals in Deutschland noch keine Gebetshäuser gab, beschäftige ich mich im folgenden Jahr ausführlich mit der Bibel und mit Kirchengeschichte, um dem zukünftigen Gebetshaus eine biblische Grundlage geben und es in einen historischen Kontext stellen zu können. Ich entdeckte dabei, dass die Idee eines Ortes, an dem rund um die Uhr gebetet wurde nicht neu war. Bereits König David hatte so einen Ort errichtet. Zuerst war dies ein Zelt, später baute sein Sohn Salomo dann den ersten Tempel, in dem 4.000 Musiker und 288 Sänger Gott ohne Unterbrechung dienten. Im Laufe der Kirchengeschichte gab es ebenfalls und immer wieder Gemeinschaften, die das Laus perennis (das ewige Lob) etablierten - und es gibt sie bis heute. In der Vergangenheit waren dies oft Orte, an denen geistliche Aufbrüche stattfanden.
Im Jahr 2001 begann der Berg-Impuls in der Realität sichtbar zu werden. Was damals mit einem Anbetungsabend begann, wuchs in den folgenden Jahren beständig, vernetzte sich mit den Gemeinden der Stadt, begann Früchte zu tragen und zog immer mehr Menschen an. Unterschiedliche Arbeitszweige entstanden, die alle dazu beitragen sollten, das Gebet zu stärken und Menschen näher in die Gegenwart Gottes zu führen.
Nun sind es über zwanzig Jahre, in denen ich die Begeisterung über das in mir spüre, was Gott mir damals anvertraut hat - einem einfachen Menschen, der ganz schlicht nach seinem Willen gesucht hat. In den Jahren seither habe ich im Kontext des Gebetshauses viel erlebt. Erstaunliches, "Unglaubliches", Wunderbares. Nicht immer war alles schön oder gar einfach. Manches überstieg meine Kraft, manchmal hatte ich keine Antworten mehr, einmal wollte ich aufgeben.
Was ich jedoch nicht verleugnen kann, ist: Gott weiß, was er tut und warum er damals zu mir gesprochen hat:
Seine Idee mit dem Gebetshaus Freiburg ist gut. Tausende von Menschen sind durch dieses Werk gesegnet worden, viele sind Gott näher gekommen und ihr Gebetsleben wurde verändert. Alle die Kurse, Seminare, Konferenzen und Schulungen, die im und vom Gebetshaus angeboten wurden, alle Gottesdienste, Medienproduktionen und Lehrabende haben Spuren im Leben vieler Menschen hinterlassen - und das wird hoffentlich noch lange so weitergehen.
Was für eine Geschichte.
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