Start / Sprecher / Keller, Geri
Zur Person
Als Fünfjähriger sah ich (Geri) in einer offenen Vision den guten Hirten, wie er an eine Kirchentür klopfte und dann - trotz seiner überragenden Gestalt - im Innenraum verschwand. Dieses Bild des guten Hirten, der sein Leben gibt für die Schafe und in seiner Kirche um Einlass bittet, hat unser Leben und unsern Dienst geprägt.
ER allein ist der wahre Hirte, doch sollen wir in seinem Namen seine Schafe und Lämmer weiden.
Das bedeutet gemäss dem Hirtenkapitel von Hesekiel 34: Das Verirrte suchen, das Versprengte zurückholen und das Gebrochene verbinden, das Schwache stärken und das Fette und Kräftige behüten. Deshalb ist und bleibt solcher «Hirtendienst» - den man auch Seelsorge, Heilung, Befreiung oder eben Dienst am Leib Jesu nennt - der zentrale Auftrag der Schleife.
Ebenso bestimmend für die Entstehung und Geschichte der Schleife ist der Gedanke der Gemeinschaft. In der Grossstadt-Wüste von Frankfurt am Main ist uns das Geheimnis und die Verheissung des gemeinsamen Lebens aufgegangen. Diese Erfahrung führte dann in der reformierten Kirchgemeinde Winterthur-Seen zur Bildung des so genannten «Windenkreises» (Winde heisst im Schweizerdeutschen Dachboden). Während zehn Jahren trafen wir uns dort vierzehntäglich mit kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einer Hand voll befreundeter Ehepaare.
Was im Verborgenen geschah, strahlte aus und vervielfältigte sich in Dienstbereichen. Als wir nach elf Jahren den Gemeindedienst verliessen, überraschte uns Jesus mit der Tatsache, dass im Kreis unserer Freunde die Bereitschaft wuchs, mit uns zusammen in das Neue hineinzugehen. So ist bis heute Schleife gleichbedeutend mit Gemeinschaft und Teamarbeit. Nicht einzelne Persönlichkeiten oder Gaben sind entscheidend, sondern die Demut, sich voneinander abhängig zu machen und einander zu dienen.
Inzwischen sind wir in unserer Gemeinschaft um die 70 Erwachsene, Kinder und Jugendliche nicht eingerechnet; und erst vor kurzem hat sich unter der Leitung von Andreas und Stephanie Keller ein neuer «Windenkreis» von Jugendlichen gebildet. Zum Schleife-Code gehört aber auch das Aufbrechen und Unterwegssein. Rein äusserlich sind die bisherigen vier Bauetappen in der Schleife Ausdruck davon. Doch der innere, geistliche Bau- und Werkplatz ist um vieles grösser. Immer wieder öffnen sich neue Übergänge in allen Bereichen unserer Arbeit und wir müssen uns entscheiden: Wollen wir - oft genug mit Furcht und Zittern - durch offene Türen hindurchgehen oder nicht. Von ganz verschiedenen Seiten bekamen wir den Zuspruch, dass wir die Aufgabe eines «Eisbrechers» hätten, der Fahrtrinnen ins Neuland aufbricht, die später von andern Geschwistern verbreitert werden.
Etwas davon hat sich unter anderem im Bereich der Anbetung (Reithalle-Band), der Seelsorgeschulung und des Prophetischen verwirklicht. Zurzeit liegt ein starker Akzent auf der Beziehung zu Israel und unseren messianischen Geschwistern; aber auch das Gebet für unser Land und konkrete Stellungnahmen zu gesellschaftlichen Fragen (z.B. «Fasten für Leben») nehmen immer grösseren Raum ein.
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