„Fünf Minuten, die wir uns morgens als Erstes für die Worte Jesu nehmen, sind mehr wert, als der ganze Rest des Tages.” – Oswald Chambers

  
Die spektakulärste Sünde
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Titel: Die spektakulärste Sünde
Sprecher: John Piper
Datum: 07.10.2007
hinzugefügt: 25.04.2011
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Lukas 22:1-6
Es war aber nahe das Fest der süßen Brote, das da Ostern heißt. Und die Hohenpriester und Schriftgelehrten trachteten, wie sie ihn töteten; und fürchteten sich vor dem Volk. Es war aber der Satanas gefahren in den Judas, genannt Ischariot, der da war aus der Zahl der Zwölf. Und er ging hin und redete mit den Hohenpriestern und Hauptleuten, wie er ihn wollte ihnen überantworten. Und sie wurden froh und gelobten ihm Geld zu geben. Und er versprach es und suchte Gelegenheit, daß er ihn überantwortete ohne Lärmen.

Die spektakulärste Sünde, die jemals in der Weltgeschichte begangen wurde, ist die brutale Ermordung von Jesus Christus, dem moralisch perfekten, unendlich würdigen, heiligen Sohn Gottes. Und der wahrscheinlich am meisten verabscheuungswürdige Akt im Verlauf dieses Mordes war der Verrat an Jesus durch einen seiner engsten Freunde, Judas Ischariot.

Judas war einer der zwölf Apostel, die Jesus persönlich gewählt hatte und der mit ihm während seiner gesamten öffentlichen Schaffenszeit beisammen war. Judas wurde der Geldsack der gesamten Gruppe (Joh 13:29) anvertraut. Er war beim letzten Abendmahl nahe genug bei Jesus um das Brot mit ihm in die gleiche Schüssel zu tauchen (Mk 14:20).


“Satan fuhr in Judas”
In der Nacht des letzten Abendmahls erzählt uns Lukas in Lk 22:3-6 „Es fuhr aber der Satan in Judas, ... Und er ging hin und besprach mit den Hohenpriestern und den Hauptleuten, wie er ihnen Jesus ausliefern wollte. Und sie wurden froh und kamen überein, ihm Geld zu geben. Und er versprach es und suchte eine gute Gelegenheit, um ihn ohne Volksauflauf an sie auszuliefern.“

Später leitete er die Verantwortlichen zu Jesus in den Garten Gethsemane und verriet Jesus mit einem Kuss (Lk 22:47-48 ). Damit wurde Jesu Tod besiegelt. Wenn uns Lukas in Vers 3 erzählt, dass "Satan in Judas fuhr" kommen uns mehrere Fragen in den Sinn. Eine davon ist die Frage, ob Satan einfach einen guten Judas beherrschte oder ob Judas bereits sündhaft im Gleichschritt mit Satan unterwegs war, und Satan einfach beschlossen hat, dass es jetzt an der Zeit war. Eine andere Frage ist, warum Satan dies tun würde, obwohl der Tod und die Auferstehung Jesu dazu führen würden Satan die endgültige Niederlage zuzufügen, und es gibt gute Gründe zu glauben, dass Satan darum Bescheid wusste. Und die dritte und wichtigste Frage ist: Wo war Gott, als das geschah? Was war seine Rolle oder Nicht-Rolle im Zuge der spektakulärsten Sünde, die jemals begangen wurde? Sehen wir uns die Fragen nacheinander an.


Satan's Macht in Judas' sündiger Leidenschaft
Wenn es in Lukas 22:3 heißt "Satan fuhr in Judas," was denken wir dann über den Willen Judas und die Macht Satans? Judas war nicht ein unschuldiger Zuschauer als Satan in ihn fuhr. Der Apostel Johannes sagt uns in Johannes 12:6, dass er ein "Dieb" war. Als Judas sich beklagt, dass Maria Geld für die Salbung Jesu verschwendet hat, machte Johannes folgende Bemerkung: "Das sagte er aber nicht, weil er sich um die Armen kümmerte, sondern weil er ein Dieb war und den Beutel hatte und trug, was eingelegt wurde."

Wenn das unglaublich klingt, denke man nur an das skandalöse Verhalten der sogenannten christlichen Leiter, die heutzutage Kirchenspenden dazu verwenden um Kleidung im Wert von 40.000 Dollar pro Jahr zu kaufen, die ihre Kinder auf einen 30.000 Dollar Urlaub auf die Bahamas schicken und einen weißen Lexus und einen roten Mercedes fahren. Obwohl Judas mit seiner frommen, religiösen Miene neben Jesus saß und hinging und Dämonen in Jesu Namen austrieb, liebte er Jesus nicht wie es ein von Gott Gerechtfertigter tut. Er liebte Geld. Er liebte die Macht und die Freuden, die er für Geld kaufen konnte.

Paulus sagt uns, wie das mit Satans Macht zusammenspielt. Hören wir uns Epheser 2:1-3 an: „Auch euch, die ihr tot wart, durch eure Übertretungen und Sünden, in welchen ihr einst wandeltet nach dem Lauf dieser Welt, nach dem Fürsten, der in der Luft herrscht, [hier bemerken wir die Verbindung: tot durch Sünden, mit Satan wandeln] dem Geiste, der jetzt in den Kindern des Unglaubens wirkt, unter welchen auch wir alle einst einhergingen in den Lüsten unsres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten; und wir waren Kinder des Zorns von Natur, gleichwie die andern”. Tot in unseren Sünden, wandeln in der Leidenschaft des Fleisches, die Wünsche von Körper und Geist erfüllen, und daher wandeln mit dem Fürsten, der in der Luft herrscht.

Satan nimmt nicht unschuldige Menschen in Gefangenschaft. Es gibt keine unschuldigen Menschen. Satan hat dort die Macht, wo sündige Leidenschaft herrscht. Judas war ein Liebhaber des Geldes, und er überbedeckte seine Leidenschaft mit einer falschen, äußerlichen Beziehung mit Jesus. Und dann verkaufte er ihn für dreißig Silberlinge. Wie viele von Seinesgleichen gibt es heute noch! Seien Sie keiner. Und lassen sie sich nicht von einem täuschen.


Satan's Rolle bei seiner eigenen Zerstörung
Die zweite Frage ist, warum Satan Judas dazu verleitete Jesus zu verraten. Hat er nicht gewusst, dass der Tod und die Auferstehung von Jesus seine endgültige Niederlage bedeuten würden (Kol 2:13-15; Offb 12:11)? Es gibt gute Gründe zu glauben, dass Satan Bescheid wusste.

Als Jesus seinen Dienst auf dem Weg zum Kreuz begann, versuchte Satan ihn vom Weg des Leidens und der Opfer abzubringen. In der Wüste versuchte er ihn, indem er ihn bat Steine in Brot zu verwandeln, von den Zinnen des Tempels zu springen und die Herrschaft der Welt zu bekommen falls er ihn anbeten würde(Mt 4:1-11). Der Hintergrund all dieser Versuchungen ist: "Geh nicht den Weg des Leidens und der Opfer und des Todes. Nutze deine Macht dem Leid zu entkommen. Wenn du der Sohn Gottes bist, zeig dein Recht auf Herrschaft. Und ich kann dir helfen, das zu machen. Was immer du tust, gehe nicht ans Kreuz."

Und denken wir an die Zeit als Jesus vorhergesagt hat, dass er durch die Ältesten und die Hohenpriester viel leiden würde und dass er getötet werde, und Petrus wies ihn zurecht und sprach: „Herr, schone deiner selbst! Das widerfahre dir nur nicht!“ (Mt 16:22). Mit anderen Worten, ich werde es nie zulassen, dass sie dich auf diese Art töten.

Jesus hat Petrus nicht gelobt. Er sagte: „Hebe dich weg von mir, Satan! Du bist mir zum Fallstrick; denn du denkst nicht göttlich, sondern menschlich!“ (Mt 16:23). Jesus zu behindern ans Kreuz zu gehen war das Werk Satans. Satan wollte nicht, dass Jesus gekreuzigt wird. Es wäre sein Verhängnis.

Aber hier in Lukas 22:3 fährt er in Judas und leitet ihn dazu den Herrn zu verraten und ihn ans Kreuz zu bringen. Warum die Kehrtwendung? Warum versucht er ihn vorher vom Kreuz abzubringen und ergreift dann die Initiative, um ihn an das Kreuz zu bringen? Es wird nicht erklärt. Hier sind meine Bemühungen um eine Antwort.

Satan sah, dass seine Anstrengungen Jesus vom Kreuz wegzuführen fehlschlugen. Jedes Mal hielt Jesus den Kurs. Jesus hat sich fest entschlossen zu sterben (Lk 9:51, 53), und Satan zog den Schluss, dass er ihn nicht stoppen konnte. Daher beschloss er, wenn er ihn schon nicht aufhalten konnte, würde er es zumindest so unangenehm und schmerzhaft und so herzzerreißend wie möglich gestalten. Wenn schon Tod, dann Tod durch Verrat. Tod durch Verlassen. Tod durch Verleugnung (Lk 22:31-34). Tod durch Folter. Wenn er es nicht aufhalten konnte, würde er doch andere hineinziehen und so viel Schaden wie möglich verursachen. Es war eine spektakuläre Abfolge von Sünden, die Jesus ans Kreuz brachten.


Gottes Rolle bei der Ermordung seines Sohnes
Das bringt uns nun zur dritten und letzten Frage –der wichtigsten: Wo war Gott als das geschah? Oder genauer: Was war seine Rolle oder Nicht-Rolle in der spektakulärsten Sünde, die jemals geschehen ist - die Ermordung von Jesus Christus?
Umso eine Frage zu beantworten, sollten wir erst einmal unsere Hände auf unseren Mund legen und unserer philosophischen Spekulationen zur Stille bringen. Unsere Meinung zählt hier nicht. Alles was zählt ist das, was Gott selbst uns in seinem Wort zeigt. Und das erste, was er uns zeigt ist, dass die Informationen rund um dem Tod von Jesus in Gottes Wort hunderte von Jahren bevor sie geschehen sind prophezeit wurden.

Die Heilige Schrift zeigt, dass böse Männer Jesus ablehnen würden, wenn er kommen würde. Mt 21:42: „Jesus spricht zu ihnen: Habt ihr noch nie gelesen in der Schrift [er zitiert hier Psalm 118:22]: «Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden. Das ist vom Herrn geschehen, und es ist wunderbar in unsern Augen»?“

Die Schrift zeigt, dass Jesus gehasst werden musste. In Johannes 15:25, zitierte Jesus Psalm 35:19 und sagte: „doch solches geschieht, damit das Wort erfüllt werde, das in ihrem Gesetz geschrieben steht: Sie hassen mich ohne Ursache.“

Die Schrift zeigt, dass die Jünger Jesus verlassen würden. In Matthäus 26:31 zitiert Jesus Sacharja 13:7: „Ihr werdet euch in dieser Nacht alle an mir ärgern; denn es steht geschrieben: «Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe der Herde werden sich zerstreuen.»“

Die Schrift zeigt, dass Jesus durchbohrt, aber keiner seiner Knochen gebrochen werden würde. Johannes zitiert Psalm 34:20 und Sacharja 12:10 und sagt: „einer der Kriegsknechte durchbohrte seine Seite mit einem Speer ... Denn solches ist geschehen, damit die Schrift erfüllt würde: «Es soll ihm kein Bein zerbrochen werden!» Und abermals spricht eine andere Schrift: «Sie werden den ansehen, welchen sie durchstochen haben.» (Joh 19:34-37)

Die Schrift zeigt, dass Jesus durch einen engen Freund für dreißig Silberlinge verraten werden würde. In Johannes 13:18, nennt Jesus Psalm 41:9 und sagt: „Ich rede nicht von euch allen; ich weiß, welche ich erwählt habe. Doch muß die Schrift erfüllt werden: «Der mit mir das Brot ißt, hat seine Ferse wider mich erhoben.»“ In Matthäus 26:24 sagt Jesus: „Des Menschen Sohn geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben steht; aber wehe dem Menschen, durch welchen des Menschen Sohn verraten wird!“. Und in Matthäus 27:9-10 steht: „Da wurde erfüllt, was durch den Propheten Jeremia gesagt ist, welcher spricht: «Und sie nahmen die dreißig Silberlinge, den Wert des Geschätzten, den sie geschätzt hatten, von den Kindern Israel und gaben sie für den Acker des Töpfers, wie der Herr mir befohlen hatte.»“ (Jer 19:1-13; Sach 11:12-13).

Und nicht nur die Heilige Schrift, sondern Jesus selbst erklärt bis ins Detail, wie er getötet werden wird. In Markus 10:33-34 sagt er, „Siehe, wir ziehen hinauf nach Jerusalem, und des Menschen Sohn wird den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten ausgeliefert werden; und sie werden ihn zum Tode verurteilen und ihn den Heiden ausliefern; und sie werden ihn verspotten und geißeln und verspeien und töten, und am dritten Tage wird er wieder auferstehen.“ Und in der letzten Nacht sah Jesus auf Petrus und sagte: "Wahrlich, ich sage dir, in dieser Nacht, ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen!“ (Mt 26: 34).


Entsprechend seinem souveränen Willen
Von all diesen Prophezeiungen wissen wir, dass Gott alles vorhersah und es nicht verhindern würde und es daher Teil seines Planes war, dass sein Sohn abgelehnt werden würde, gehasst, verlassen, verraten, verleugnet, verurteilt, bespuckt, ausgepeitscht, verspottet, durchbohrt und getötet. All das war ausdrücklich Gottes Wille, bevor es tatsächlich passierte, als Dinge, die er geplant hat und die Jesus geschehen sollten. Diese Dinge sind nicht nur passiert. Sie wurden in Gottes Wort vorhergesagt. Gott wusste, dass sie geschehen würden, und er hätte planen können sie zu stoppen, tat er aber nicht. Also geschahen sie nach seinen souveränen Willen. Seinem Plan.

Und alle diese Dinge waren böse. Sie waren Sünde. Es ist herausragend sündig den moralisch perfekten, unendlich würdigen, heiligen Sohn Gottes abzulehnen, zu hassen, zu verlassen, zu verraten, zu verleugnen, zu verurteilen, zu bespucken, auszupeitschen, zu verspotten, zu durchbohren und zu töten. Und doch sagt die Bibel ausdrücklich und klar, dass Gott selbst diese Dinge geplant hat. Dies ist ausdrücklich nicht nur in allen prophetischen Texten, die wir gelesen haben, erwähnt, sondern auch in Passagen, die noch deutlicher sagen, dass Gott selbst bestimmt hat, dass diese Dinge passieren würden.


Gott hat es Verursacht
Zum Beispiel, Jesaja 53:6, 10 sagt: „Wir gingen alle in der Irre wie Schafe, ein jeder wandte sich auf seinen Weg; aber der HERR warf unser aller Schuld auf ihn. ... Aber dem HERRN gefiel es, ihn zu zerschlagen, er ließ ihn leiden.“ Der Herr zerschlug ihn. Gott war bei allen Begebenheiten, die Jesus ans Kreuz brachten, beteiligt. Hinter dem Spucken und Auspeitschen und Spotten und Durchbohren steht die unsichtbare Hand und der Ratschluß Gottes.

Und ich sage das vorsichtig und mit Zittern. Diese Wahrheit ist zu groß und zu schwer und zu schockierend um leichtfertig oder zu großspurig darüber zu reden. Ich wähle daher die Formulierung, dass die unsichtbare Hand und der Ratschluß Gottes hinter dieser spektakulärsten Sünde des ganzen Universums steckt – schmerzlicher und spektakulärer als der Fall von Satan oder irgendeiner anderen Sünde. Der Grund, warum ich genau diese Worte wähle liegt darin, dass es die Bibel in genau diesen Worten sagt.


Die Hand und der Ratschluß Gottes
In Apg 4:27-28 haben wir die klarste, ausdrücklichste Aussage über Gottes Hand und seinen Ratschluß hinter der schrecklichen Kreuzigung seines Sohnes. „Ja wahrlich, es haben sich versammelt in dieser Stadt wider deinen heiligen Sohn Jesus, welchen du gesalbt hast, Herodes und Pontius Pilatus mit den Heiden und dem Volke Israel, zu tun, was deine Hand und dein Ratschluß zuvor beschlossen hatte, daß es geschehen sollte.“

Das sind die zwei Worte die Ich benutze: die Hand Gottes und den Ratschluß Gottes.

Es ist eine seltsame Ausdrucksweise zu sagen, dass Gottes Hand und sein Ratschluß eine bestimmte Handlung vorbestimmt haben. Man denkt normalerweise nicht von Gottes "Hand" als vorbestimmend. Wie kann eine Hand vorbestimmend wirken? Hier ist meine Interpretation der Bedeutung: Die Hand Gottes steht normalerweise für Gottes ausgeübte Macht - Macht nicht in der abstrakten, sondern irdischen, wirksamen Ausübung der Macht. Der Sinn sie in Verbindung mit den "Ratschluß" zu bringen ist, dass es nicht nur ein theoretischer Ratschluß ist; es ist ein Ratschluß, der ausgeführt wird, durch Gottes eigene Hand.

Dies erklärt Jesaja 53:10: „Aber dem HERRN gefiel es, ihn zu zerschlagen, er ließ ihn leiden.“

Der Herr hat ihn zerschlagen. Hinter Herodes und Pilatus und den Heiden und den Menschen von Israel wirkte Jesu eigener Vater, der ihn liebte mit einer unendlichen Liebe.


Das Evangelium: Gott bei der Arbeit in Sachen Tod
Sollte sie dieses Thema berühren? Es sollte, denn wenn Gott nicht der Hauptdarsteller beim Tod von Jesus Christus wäre, dann könnte uns der Tod Christi nicht von unseren Sünden befreien, und wir würden umkommen in der ewigen Hölle (Mt 25:46; 2.Thess 1:9 ). Der Grund warum der Tod Christi das Herz des Evangeliums ist – das Herz der guten Nachricht – ist, dass Gott es tat. Römer 5:8: „Gott aber beweist seine Liebe gegen uns damit, daß Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“ Wenn Sie Gottes Tätigkeit von dem Tod Jesu Christi trennen, verlieren Sie das Evangelium. Dies war Gottes Handeln. Es ist der höchste und tiefste Punkt seiner Liebe für die Sünder. Seine Liebe für Sie.

Römer 8:3: „das hat Gott getan, nämlich die Sünde im Fleische verdammt, indem er seinen Sohn sandte in der Ähnlichkeit des sündlichen Fleisches und um der Sünde willen“ Die Verurteilung, die wir im Fleisch verdient haben, wurde auf das Fleisch Jesu übertragen. Dadurch konnten wir freigesprochen werden.

Galater 3:13: „Christus hat uns losgekauft von dem Fluche des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns wurde“. Gott verfluchte Jesus mit dem Fluch, der uns galt. Dadurch sind wir frei.

2 Korinther 5:21: „Denn er [Gott] hat den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht, auf daß wir in ihm Gerechtigkeit Gottes würden.“ Gott rechnete unsere Sünde ihm zu, und wir gehen dadurch frei in Gottes Gerechtigkeit.

Jesaja 53:5: „aber er wurde durchbohrt um unserer Übertretung willen, zerschlagen wegen unserer Missetat; die Strafe, uns zum Frieden, lag auf ihm, und durch seine Wunden sind wir geheilt.“ Gott hat ihn verwundet. Gott hat ihn zerschlagen. Für Sie und mich. Und dadurch sind wir frei.


Das Kreuz Christi als Werk und Liebe Gottes
Wenn sie die biblische Wahrheit annehmen (und ich bete dass sie das tun), dass Gott spektakuläre Sünden für den weltweiten Ruhm seines Sohnes anordnet, ohne dass Gott in irgendeiner Form unheilig oder dadurch zum Sünder wird, dann werden Sie nicht vom Kreuz Jesu Christi als ein Werk Gottes zurückschrecken. Sie werden sich nicht unter die Zahl derer zählen, die den größten Liebesbeweis den es jemals gab als "göttlichen Kindesmissbrauch" bezeichnen. Sie werden zum Kreuz kommen und auf ihr Gesicht fallen. Und Sie werden sagen: Dies ist keine bloße menschliche Verschwörung. Dies ist das Werk Gottes und die Liebe Gottes. Sie werden es als sein höchstes Geschenk empfangen. Und so werden sie gerettet. Und Christus wird verherrlicht. Und ich werde es nicht vergeblich geschrieben haben.


By John Piper. © Desiring God | desiringgod.org