„Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute.” – Matthäus 7:24

  
Die Apostel kommen - Original oder Fälschung?
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Titel: Die Apostel kommen - Original oder Fälschung?
Sprecher: Hartwig Henkel
Datum: 00.00.2000
hinzugefügt: 24.09.2010
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Gedanken zum kommenden apostolischen Dienst

Wenn wir die gewaltigen Herausforderungen unserer Gesellschaft mit ihrem immer stärker anwachsendem Widerstand gegen die Wahrheit wahrnehmen und an dem Auftrag des Herrn für die Gemeinde festhalten, daß wir Menschen aus der Finsternis zum Licht, von der Gewalt Satans zu Gott bringen sollen, erleben wir eine große Ernüchterung.

Wenn wir dazu noch den inneren Zustand der Gemeinde betrachten, müssen wir feststellen, daß an vielen Orten ein großes Durcheinander herrscht und oft in den einfachsten Fragen der Leiterschaft eine erschreckende Unwissenheit oder Naivität anzutreffen ist, die den Aufbau einer gesunden Gemeindefamilie lähmt. Die Erkenntnis wird immer stärker, daß die Gemeinde eine dramatische Steigerung ihrer Autorität aber auch ihrer Ordnung bedarf, wenn sie überleben will, und noch mehr, wenn sie ihren Auftrag wirklich erfüllen will, das Licht der Welt zu sein.

Immer mehr geistliche Leiter sind bereits von den gängigen Modeströmungen und ihrem Patentrezepten enttäuscht und erhoffen nicht länger die Antwort auf Stagnation und mangelndes Wachstum durch die nächste Modewelle oder das neue Gemeindewachstumsmodell. Wer nicht frustriert aufgibt mit der resignativen Einstellung „Gemeindebau ist nun mal so! Durchbrüche sind nicht zu erwarten“, der sucht tiefere Lösungen als wir sie bisher hatten. Wenn wir uns umschauen und das Wort Gottes befragen, von wo denn wirkliche qualitative Veränderungen für die Gemeinde kommen könnten, entdecken wir bald, daß die Gemeinde ohne den Dienst der Apostel nicht wirklich in die Fülle kommen und ihren Auftrag erfüllen kann.
Und er hat die einen als Apostel gegeben und andere als Propheten und andere als Evangelisten und andere als Hirten und Lehrer, zur Ausrüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes Christi, bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zur vollen Mannesreife, zum Vollmaß des Wuchses der Fülle Christi. Eph 4,11–13

Wer meint, der Dienst der Apostel hätte nur darin bestanden, einmal am Anfang des Christentums einen lehrmäßigen Grund durch die neutestamentlichen Schriften gelegt zu haben, hat einfach eine stark verkürzte Sicht vom Auftrag der Apostel. Wenn wir aber verstehen, daß die Apostel auch den Auftrag haben, eine göttliche Ordnung in Leib Christi herzustellen und aufrecht zu erhalten – und genau das lehrt die Schrift –, dann sind sie doch wohl auch heute nötig. Wie soll denn das momentane Chaos in der Gemeinde jemals geordnet werden, wenn nicht durch solche Menschen, die vom Herrn den Plan für Seine Gemeinde haben, die die Festungen des Feindes innerhalb des Volkes Gottes erkennen und eine Strategie zur ihrer Beseitigung haben und vor allem auch die göttliche Vollmacht, den Willen des Herrn in der Gemeinde durchzusetzen?

Manche mögen die Sicht haben, Gemeinde bestehe nun einmal aus Menschen, die sind immer unvollkommen und so wird es bleiben, deshalb sei eine wesentliche Veränderung der Situation nicht zu erwarten. Ich gehe aber von der Vision aus der Heiligen Schrift aus, die eine reine und deshalb herrliche, geistlich (nicht organisatorisch!) geeinte und mit starker Autorität ausgestattete Gemeinde am Ende der Tage beschreibt. Wer dies bei der Fülle der alt- und neutestamentlichen Prophetien nicht sehen kann, hat ein gebrochenes Verhältnis zur Schrift und hat sich für seinen Glauben ein anderes Bezugssytem geschaffen als die Heilige Schrift.

Wir müssen also gleich zu Beginn unserer Beschäftigung mit Thema „Apostel und Gemeindebau“ uns unsere Blindheit, Selbstüberschätzung und Anmaßung eingestehen, daß wir Gemeinde bauen wollten auf der Grundlage des Pastorendienstes. Die Gemeinde ist nun einmal gebaut auf dem Grund der Apostel und Propheten, auch heute (Eph 2,20).
Die Apostel sind die Baumeister, die den Plan Gottes durch göttliche Offenbarung – nicht durch menschliche Weisheit – kennen und die berufen sind, den Bau der Gemeinde zu überwachen und voranzubringen. Sie geben der Gemeinde die nötige Klarheit, die Konturen in der Lehre, aber vor allem das lebendige Vorbild Jesu und können so die Gläubigen in die Reife führen.
Ich kann mich gut an die ersten Wochen und Monate meines Christseins erinnern. Nachdem ich auf sehr dramatische Weise vom Herrn aus der Macht der Finsternis gerissen wurde, Seinen Sieg am Kreuz über Satan und Dämonen hautnah erlebt habe, hielt ich Ausschau nach Vorbildern in der Gemeinde, die mich lehren und prägen konnten. Schon bald mußte ich mit großer Enttäuschung feststellen, wie menschlich, irdisch und von egoistischen Motiven und Ängsten geprägt viele Aktionen und Entscheidungen in den Gemeinden waren. Auf diese Weise sind sicherlich sehr viele junge Christen nach einer Begegnung mit dem Herrn in der Gemeinde ernüchtert worden.

Der Ruf nach Aposteln wird in unseren Tagen immer lauter und deutlicher. Und das ist gut so! Aber wir dürfen jetzt nur nicht den Fehler der Umetikettierung machen, also Pastoren nennen sich jetzt einfach Apostel, und alles geht so weiter wie bisher.
Was wir brauchen, ist ein klares Verständnis von der Schrift, was der Aposteldienst bedeutet, was er uns bringt, welche Merkmale er hat, wie er hervorkommen kann und welche Rahmenbedingungen er im Leib Christi braucht, um wirken zu können. Nur so können wir uns auf die bevorstehenden Veränderungen vorbereiten und uns vor Enttäuschungen durch voreilige Selbsthilfemaßnahmen bewahren. Aus vorherigen Zeiten, wo es neue Betonungen gab, können wir uns erinnern, daß wir zu Oberflächlichkeiten, Einseitigkeiten oder Imitaten neigen. Je klarer unser Verständnis vom Wort Gottes über das neue Thema “Apostel” ist, um so geringer werden die Verluste sein.

EINIGE WICHTIGE MERKMALE VON ECHTEN APOSTELN ANHAND DER SCHRIFT
Ihre Autorität ist vom Himmel
Sie sind vom Herrn selbst eingesetzt (Gal 1,1; Eph 1,1; Kol 1,1; 2. Ti 1,1). Kein Mensch kann Apostel ernennen oder einsetzen. Ein apostolisches Team kann nicht von Menschen organisiert werden, sondern wächst aus tiefen Beziehungen heraus.
Apostel sind zu allererst dem Herrn verantwortlich und wollen mehr dem Herrn als Menschen gefallen. Deshalb können sie in Liebe kühn sein.

Vaterschaft
Sie geben den Gläubigen durch ihre Vaterschaft Schutz, Geborgenheit und eine Anschauung der Liebe des himmlischen Vaters.
So, in Liebe zu euch hingezogen, waren wir willig, euch nicht allein das Evangelium Gottes, sondern auch unser eigenes Leben mitzuteilen, weil ihr uns lieb geworden wart. 1. Th 2,8
Wir aber, Brüder, da wir für kurze Zeit von euch verwaist waren, dem Angesicht, nicht dem Herzen nach, haben uns um so mehr mit großem Verlangen bemüht, euer Angesicht zu sehen. 1. Th 2,17
wobei wir Nacht und Tag aufs inständigste bitten, euer Angesicht zu sehen und das zu vollenden, was an eurem Glauben mangelt? 1. Th 3,10
Darum wacht und denkt daran, daß ich drei Jahre lang Nacht und Tag nicht aufgehört habe, einen jeden unter Tränen zu ermahnen. Apg 20,31

Apostel setzen den Standard für gesunde Lehre
So wie ich dich bat, als ich nach Mazedonien abreiste, in Ephesus zu bleiben, damit du einigen Weisung erteilen solltest, nichts anderes zu lehren 1. Ti 1,3
Wenn aber auch wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als Evangelium entgegen dem verkündigten, was wir euch als Evangelium verkündigt haben: er sei verflucht! Ga 1,8
Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, so nehmt ihn nicht ins Haus auf und grüßt ihn nicht! 2. Joh 10

Sie dienen dem Herrn in selbstloser Weise
Apostel dienen dem Leib Christi und nicht sich selbst. Sie wollen die Gemeinde nicht für sich, sondern für den Herrn. Sie bringen das Volk Gottes in Mündigkeit und Reife, indem sie helfen, Christus im Geist zu erkennen. Sie sind bestrebt, andere für den Dienst zu trainieren und freizusetzen.
Denn ich eifere um euch mit Gottes Eifer; denn ich habe euch einem Mann verlobt, um euch als eine keusche Jungfrau vor den Christus hinzustellen. 2. Kor 11,2
Gott, der Vater, hat einen überaus brennenden Eifer, Seinem Sohn eine reine Braut zu präsentieren. Er kann und wird es nicht dulden, daß das Herz der Braut geteilt ist. Dieser Eifer lebte in Paulus und war die Kraft seines Dienstes. Er kannte und demonstrierte den Eifer des Herrn.
Oder wollen wir den Herrn zur Eifersucht reizen? Sind wir etwa stärker als er? 1. Kor 10,22

Ihr Dienst geschieht mit göttlicher Befähigung, nicht in menschlicher Kraft oder Weisheit
Denn wir sind die Beschneidung, die wir im Geist Gottes dienen und uns in Christus Jesus rühmen und nicht auf Fleisch vertrauen; Php 3,3
wobei wir Nacht und Tag aufs inständigste bitten, euer Angesicht zu sehen und das zu vollenden, was an eurem Glauben mangelt. 1. Th 3,10
Denn mich verlangt sehr, euch zu sehen, damit ich euch etwas geistliche Gnadengabe mitteile, um euch zu befestigen, Röm 1,11

Vorbild für alle Gläubigen
Ein wesentliches Merkmal echten apostolischen Dienstes ist eine Haltung der Transparenz, Dienerschaft, Nahbarkeit und Ansprechbarkeit.
Du aber bist genau meiner Lehre gefolgt, meinem Lebenswandel, meinem Vorsatz, meinem Glauben, meiner Langmut, meiner Liebe, meinem Ausharren, 2. Ti 3,10
Was ihr auch gelernt und empfangen und gehört und an mir gesehen habt, das tut, und der Gott des Friedens wird mit euch sein. Php 4,9
Der Schwerpunkt liegt meiner Meinung nach nicht so sehr auf dem, was ein Apostel tut, sondern was er ist, d.h. was der Herr schon in ihm wirken konnte. In folgender Beschreibung des Dienstes von Paulus sehen wir Reife, Reinheit, Dienerschaft und Vaterschaft des apostolischen Dienstes:
Denn unsere Ermahnung geschah nicht aus Irrtum, noch aus Unlauterkeit, noch mit List;
sondern wie wir von Gott tauglich befunden worden sind, mit dem Evangelium betraut zu werden, so reden wir, nicht um Menschen zu gefallen, sondern Gott, der unsere Herzen prüft. Denn weder sind wir jemals mit schmeichelnder Rede aufgetreten, wie ihr wißt, noch mit einem Vorwand für Habsucht – Gott ist Zeuge, noch suchten wir Ehre von Menschen, weder von euch noch von anderen, obwohl wir als Christi Apostel gewichtig hätten auftreten können; sondern wir sind in eurer Mitte zart gewesen, wie eine stillende Mutter ihre Kinder pflegt.
So, in Liebe zu euch hingezogen, waren wir willig, euch nicht allein das Evangelium Gottes, sondern auch unser eigenes Leben mitzuteilen, weil ihr uns lieb geworden wart.
Denn ihr erinnert euch, Brüder, an unsere Mühe und Beschwerde: Nacht und Tag arbeitend, um niemand von euch beschwerlich zu fallen, haben wir euch das Evangelium Gottes gepredigt.
Ihr seid Zeugen und Gott, wie heilig und gerecht und untadelig wir gegen euch, die Glaubenden, waren; wie ihr ja wißt, daß wir euch und zwar jeden einzelnen von euch, wie ein Vater seine Kinder ermahnt und getröstet und beschworen haben, des Gottes würdig zu wandeln, der euch zu seinem Reich und seiner Herrlichkeit beruft. 1. Th 2,3–12

Apostel sorgen für göttliche Ordnung im Volk Gottes
Sie setzen Älteste in den Gemeinden ein (Apg 14,23; Tit 1,5).
Paulus konfrontiert und korrigiert Petrus, der in Heuchelei gefallen war (Ga 2,11–14).
Paulus fordert die Korinther auf, Sünde in ihrer Gemeinde zu richten (1. Kor 5,7+13).
Apostel können unter der Führung des Heiligen Geistes göttliches Gericht über Böse vollstrecken (Ananias und Saphira in Apg 5,1–11; Elymas, der Zauberer in Apg 13,6–12).
... unter ihnen sind Hymenäus und Alexander, die ich dem Satan übergeben habe, damit sie zurechtgewiesen werden, nicht zu lästern. 1. Ti 1,20
Überhaupt hört man, daß Unzucht unter euch sei, und zwar eine solche Unzucht, die selbst unter den Nationen nicht stattfindet: daß einer seines Vaters Frau habe. Und ihr seid aufgeblasen und habt nicht vielmehr Leid getragen, damit der, welcher diese Tat begangen hat, aus eurer Mitte hinweggetan würde! Denn ich, zwar dem Leibe nach abwesend, aber im Geiste anwesend, habe schon als anwesend das Urteil gefällt über den, der dieses so verübt hat, – wenn ihr und mein Geist mit der Kraft unseres Herrn Jesus versammelt seid – einen solchen im Namen unseres Herrn Jesus dem Satan zu überliefern zum Verderben des Fleisches, damit der Geist errettet werde am Tage des Herrn. 1. Kor 5,1–5
Diese Art der geistlichen Regierungsgewalt in der Schrift zu sehen, ist eine Sache, aber die Vorstellung, so etwas würde heute unter uns geschehen, konfrontiert uns mit dem verborgenen Humanismus in uns. Der Preis für göttliche Autorität wird die Abkehr von allen weltlichen Prinzipien und Haltungen sein, was unweigerlich den Haß der Welt auf uns ziehen wird. Die Wiederherstellung des Dienstes der Apostel wird nur durch eine völlige Hingabe an den Herrn möglich sein.
Wenn wir erleben müssen, wie immer wieder einzelne Gemeinde durch Fehlverhalten eines Leiters, der sich selber niemanden gegenüber verantwortlich fühlt, durch ungesunde Lehre oder Praktiken, großen Schaden nimmt, dann verstehen wir die Notwendigkeit von apostolischen Diensten.

Apostel arbeiten mit anderen Aposteln und Propheten zusammen
Als in Antiochia ein Problem wegen Lehrfragen entstand, wandten sich die Apostel Paulus und Barnabas an die anderen Apostel in Jersualem (Apg 15).
Echte Apostel erkennen andere Apostel aus anderen apostolischen Teams an und haben Beziehungen zu ihnen. Sie stehen nicht in Konkurrenz zu ihnen.
In Apostelgeschichte Kapitel 13 sehen wir, wie Lehrer und Propheten miteinander Gemeinschaft haben und gemeinsam dem Herrn dienen.
Der Schwerpunkt des Dienstes der Propheten liegt nicht so sehr im Abhalten prickelnder Versammlungen, wo den Einzelnen dramatische Worte gegeben werden, sondern im Offenbaren von Gottes Herz und im Anleiten zur Furcht des Herrn.
Ohne den prophetischen Dienst wird auch der apostolische Dienst nicht wiederhergestellt werden!
Ein wesentliches Merkmal von geistlicher Reife ist die Reinheit des Herzens, die Echtheit, wo das, woran man vorgibt zu glauben, zu leben und zu arbeiten, auch wirklich die treibende Kraft im Herzen ist. Ohne den prophetischen Dienst kann diese Tiefe der Reinheit nie erreicht werden.
Echte Apostel sind durch diese Prozesse hindurchgegangen und arbeiten nicht aus der Kraft verborgener Motive.

Sie warnen vor falschen Arbeitern in Gottes Reich
Ein sehr wesentliches Merkmal des Wirkens der vom Herrn gegebenen Dienste, und ganz besonders der Apostel, wird uns in der bekannten Passage in Epheser Kap. 4,11–16 gezeigt.
Die Apostel und die anderen Dienste verfolgen ja ein göttliches Ziel, sie sind uns gegeben
zur Ausrüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes Christi,
bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zur vollen Mannesreife, zum Vollmaß des Wuchses der Fülle Christi. Eph 4,12
Diese Reife und Mündigkeit der Gläubigen besteht auch ganz wesentlich darin, die ungesunden Einflüsse im Volk Gottes zu erkennen, um sich von ihnen fern zu halten.
Denn wir sollen nicht mehr Unmündige sein, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre durch die Betrügerei der Menschen, durch ihre Verschlagenheit zu listig ersonnenem Irrtum.
Laßt uns aber die Wahrheit bekennen in Liebe und in allem hinwachsen zu ihm, der das Haupt ist, Christus. Aus ihm wird der ganze Leib gut zusammengefügt und verbunden durch jedes Gelenk des Dienstes, entsprechend der Wirksamkeit nach dem Maß jedes einzelnen Teils; und so wirkt er das Wachstum des Leibes zu seiner Selbstauferbauung in Liebe. Eph 4,13–16
Weil der Auftrag dieser vom Herrn gegebenen Dienste darin besteht, Gottes Volk in Reife, Mündigkeit und Dienst zu führen, müssen sie sich auch mit dem Dingen befassen, die dieses Ziel aufhalten wollen. Deshalb lehren sie über Gottes Maßstab bezüglich Leiterschaft, beschreiben mit deutlichen Worten den verkehrten, anmaßenden und mißbrauchenden und ausbeuterischen Leiterschaftsstil, der die Gläubigen an Leiterpersönlichkeiten oder organisatorische Strukturen bindet statt an den Herrn und sie so versklavt und daran hindert, ihr vom Herrn gegebenes Potential zum Dienst zu entwickeln.
Diese wichtige Aufgabe der Belehrung über falsche Dienste und der Warnung vor diesen verkehrten Diensten haben die Apostel Paulus und Petrus in ihren Briefen gründlich wahrgenommen. Nimm dir einmal Zeit, herauszufinden, wie viel Raum die Behandlung dieses Themas in ihren Briefen einnimmt! Du wirst mit Erstaunen feststellen, daß dies für sie ein ganz wesentlicher Schwerpunkt war. Sie wollten unbedingt, daß die Gläubigen verkehrte, Schaden bringende Dienste erkennen konnten. Diesen Eifer hatten sie vom Herrn selbst bekommen. Er lobt die Gemeinde in Ephesus für ihren geistlichen Scharfblick.
Ich kenne deine Werke und deine Mühe und dein Ausharren, und daß du Böse nicht ertragen kannst; und du hast die geprüft, die sich Apostel nennen und es nicht sind, und hast sie als Lügner erkannt; Off 2,2
Die Gemeinde von Ephesus hatte die Fähigkeit, Dienste zu prüfen. Jesus tadelte sie nicht wegen Mißtrauens. Manche Gläubige fühlen sich schuldig, wenn sie Vorbehalte gegen gewisse Dienste haben, an denen sie Unaufrichtigkeit oder Machtgebaren erkennen. Wir können und sollen solchen Diensten kein Vertrauen entgegenbringen. Die Epheser wurden vom Herrn gelobt, weil sie Böse nicht ertragen konnten. Was für ein Gegensatz zu den Korinthern, die auf falsche Apostel hereingefallen waren.
Denn wenn der, welcher kommt, einen anderen Jesus predigt, den wir nicht gepredigt haben, oder ihr einen anderen Geist empfangt, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so ertragt ihr das recht gut. 2. Kor 11,4
Denn ihr ertragt es, wenn jemand euch knechtet, wenn jemand euch aufzehrt, wenn jemand euch einfängt, wenn jemand sich überhebt, wenn jemand euch ins Gesicht schlägt. 2. Kor 11,20

SEHT AUF DIE HUNDE!
Seht auf die Hunde, seht auf die bösen Arbeiter, seht auf die Zerschneidung. Php 3,2
Wahre Apostel werden auch heute in Ausgewogenheit vor den Gefahren einer ungöttlichen Leiterschaftsstils warnen und den Unterschied zwischen echten und unechten Diensten klar herausstellen. Damit stellen sie den Gläubigen einen Maßstab zur Verfügung, an dem diese jeden Dienst, auch ihren eigenen, sicher beurteilen können. Das traurige an der heutigen Situation ist, daß sehr viele Gläubige nicht wissen, woran sie einen gesunden Dienst von einem ungesunden unterscheiden können, ja viele wissen noch nicht einmal, daß sie die Aufgabe haben zu prüfen, welchem Dienst sie folgen wollen. Viele machen sich auch gar nicht klar, daß es im Volk Gottes Dinge gibt wie Betrügerei, wörtlich heißt es in Eph 4,14 „trügerisches Spiel mit Menschen“, oder Verschlagenheit und Skrupellosigkeit.
Jeder Pilzsammler im Herbstwald weiß, daß es Giftpilze gibt. Und weil sie oft nicht so leicht von den guten, genießbaren zu unterscheiden sind, besorgt er sich ein Handbuch mit Abbildungen und Beschreibungen, um den Unterschied kennenzulernen. Er möchte hier keine Fehler machen. Er kann sich nicht beruhigen, indem er sich sagt: „Ich weiß zwar, daß es Giftpilze gibt, aber ich werde schon keine finden. Und wenn ich zufällig doch einen finde, werde ich sicherlich die gefährlichen Pilze erkennen, auch wenn ich überhaupt keine Ahnung habe und die Unterscheidungskriterien nicht kenne.“
Wenn Paulus vor den verkehrten Diensten warnt, gibt er keine Liste mit Namen heraus. Das würde den Gläubigen überhaupt nicht helfen, sondern sie weiter in Unmündigkeit halten. Er lehrt über die Unterschiede zwischen gesunden und ungesunden Diensten und gibt ihnen so Beurteilungskriterien an die Hand. Das schafft Sicherheit, nicht ein diffuses Mißtrauen gegen jegliche Art von Leiterschaft. Verkehrte Lehre ist nur ein kleiner Bereich, wo die Unterschiede zu gesunden Diensten erkennbar sind. Der viel größerer und für viele weit schwieriger zu durchschauende Bereich betrifft die Motive. Aber es gibt Verhaltensmerkmale, die zeigen, wofür jemand arbeitet.
Zu apostolischer Lehre gehört zum Beispiel der Unterschied zwischen echter und falscher Unterordnung. Biblische Unterordnung ist immer freiwillig und in Übereinstimmung mit der Wahrheit und erzeugt keine verkehrte Abhängigkeit, die in Unmündigkeit hält. Sie wird niemals die Freiheit des Gewissens einengen.
Paulus hatte nicht die Befürchtung, wie manche heute, wenn man die Gemeinden über Manipulation, Betrug, Abhängigkeiten und seelischer Gewalttätigkeit lehrte, daß dies die Gläubigen verwirren oder sie zu einer generellen Ablehnung von Leiterschaft und zu Unruhe führen würde. Er ließ sich nicht irritieren mit dem Einwand, solche Themen gehörten nur in Leiterseminare, nicht aber vor das „einfache Gemeindevolk“. Die Warnungen vor zerstörerischen Diensten und ihre Beschreibung findet sich in den Briefen an die Gemeinden, nicht in Spezialbriefen an die Leiter. Manche kommen mit dem scheinheiligen Argument, die Gläubigen seien noch nicht so weit, diese Wahrheiten zu vertragen. Meine Antwort: Was wollen wir ihnen denn bringen, bis sie fähig sind, die Wahrheit zu verstehen? Würden denn menschliche Ansichten sie auf die Wahrheit vorbereiten? Zur Wahrheit gibt es keine Alternative! Meine Erfahrung ist, daß die Gläubigen sehr wohl für solche Wahrheiten bereit sind, nur die Leiter, die mit Kontrolle und Unterdrückung an ihrem eigenen Königreich arbeiten, sind oft nicht bereit, sich mit diesen Themen auseinander zusetzen. Die Tatsache, daß es in unserem Land in vielen Gemeinden und Werken knirscht oder gar heftig kracht, sollte doch Anlaß genug sein, daß endlich über diese Dinge gelehrt wird. Ganz offensichtlich ist doch der Herr nicht länger bereit, bestimmte Dinge zu übersehen.
Wir alle wollen Ordnung, Harmonie und Einheit im Leib Christi. Aber welche Mittel wenden wir an, um zu diesem Ziel zu kommen? Menschliche Mittel werden uns nicht weiterhelfen, sondern das Chaos noch mehr vergrößern.
Wenn Pastoren, um Gerüchten, Verleumdungen und Intrigen vorzubeugen, einander versprechen, mehr dem anderen Pastor zu glauben als dessen Gemeindegliedern, klingt das auf den ersten Eindruck sehr vorbildlich. Aber denken wir doch einmal nach. Es gibt Schafe, die lügen, aber es gibt leider auch Hirten, die lügen. Wir brauchen in jeder Situation die Unterscheidung durch den Heiligen Geist und können nicht einfach davon ausgehen, daß jemandem grundsätzlich immer zu trauen ist, nur weil er in einer Leiterposition ist. Eine solche Festlegung würde uns hindern, dem Heiligen Geist zu folgen.
Der gleiche Fehler eines solchen Amtsdenkens wird gemacht, wenn wir uns als Pastoren festlegen würden, Gemeindeglieder aus anderen Gemeinden im Falle „von vorliegender Rebellion“ nicht aufzunehmen. Eine solche Übereinkunft macht dann Sinn, wenn man davon ausgehen kann, daß alle Pastoren in der Lage sind, die Haltung der Rebellion eindeutig zu erkennen. Tatsache aber ist zur Zeit noch bei uns, daß es manchmal beherrschende Pastoren gibt, die sich von mündigen Gläubigen einfach dadurch bedroht fühlen, daß diese ihre selbstsüchtige Haltung durchschauen und nicht bereit sind, sich beherrschen zu lassen. Diesen Widerstand, und wird er noch so sanft und demütig zum Ausdruck gebracht, können solche Leiter aus ihrer Sicht nur als “Rebellion” deuten. Eine Festlegung im obigen Sinne würde andere Pastoren binden, auch gegen ihre Überzeugung und geistliche Sicht das Unrecht des Pastorenkollegen mitzutragen. Loyalität darf niemals ohne Wahrheit sein und über die Grenzen der Wahrheit hinausgehen, sonst schaffen wir Abhängigkeiten, die viel Leid und Spaltung hervorrufen würde.
Eine Loyalität zu geistlichen Leitern, die ohne Berücksichtigung von Wahrheit besteht, ist nicht biblisch und bringt menschliche Abhängigkeiten und Verkrüppelungen hervor statt reife Gläubige, die in Wahrheit gegründet sind. Geistliche Einheit kommt nur mit Wahrheit und Freiheit zustande.
Ein Beispiel von verkehrter Loyalität: ein treuer Mitarbeiter, der mit großer Anteilnahme und aus echter Besorgnis um die Entwicklung seiner Gemeinde über Probleme in der Leiterschaft mit einem außenstehenden geistlichen Leiter spricht, wird, nachdem er „enttarnt“ wird, des Verrats bezichtigt und zur „Buße“ gezwungen. Mißbrauchende Beziehungen, ganz gleich ob in einer Freundschaft, in der Ehe oder dem Verhältnis des Pastors zu seinen Mitarbeitern, können nur in einer Atmosphäre der Verschwiegenheit bestehen, nichts darf nach außen dringen. Mit Schuldgefühlen und Einschüchterung wird die Mauer des Schweigens aufrecht erhalten. Wahrheit in einer Haltung der Sanftmut wird solche Gefängnisse aufbrechen und Heilung bringen.
Ich habe den Eindruck, daß wir bis jetzt uns mit dem Begriff der Zauberei viel zu wenig beschäftigt haben und für die Realität dieses Phänomens kaum sensibel sind. Im Galaterbrief wird uns von Paulus beschrieben, daß die Gläubigen dort unter den Einfluß falscher Apostel gekommen waren. Auch wenn es in diesem Fall um gesetzliche Lehre geht, zeigt der Galaterbrief uns einige ganz wesentliche Merkmale von falschen Aposteln, die sich auch im 2. Korintherbrief wiederfinden und dort noch ergänzt werden.
O unverständige Galater! Wer hat euch bezaubert, denen Jesus Christus als gekreuzigt vor Augen gemalt wurde? Ga 3,1
Man meint vielleicht auf den ersten Blick, der Ausdruck „Verzauberung“ sei nicht ganz ernst oder wörtlich zu nehmen, aber Vorsicht!. Sehen wir uns einmal die Resultate dieser Verzauberung an:
Ich wunderte mich, daß ihr euch so schnell von dem, der euch durch die Gnade Christi berufen hat, abwendet zu einem anderen Evangelium, wo es doch kein anderes gibt; einige verwirren euch nur und wollen das Evangelium des Christus umkehren. Ga 1,6–7
Ihr seid von Christus abgetrennt, die ihr im Gesetz gerechtfertigt werden wollt; ihr seid aus der Gnade gefallen. Ga 5,4
Ihr lieft gut. Wer hat euch gehindert, der Wahrheit zu gehorchen? Ga 5,7
Denn wenn der, welcher kommt, einen anderen Jesus predigt, den wir nicht gepredigt haben, oder ihr einen anderen Geist empfangt, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so ertragt ihr das recht gut. 2. Kor 11,4
Getrennt von dem, der das Leben ist, ohne Gnade und deshalb wieder angewiesen auf die eigene Kraft und nicht mehr länger der Wahrheit gehorchend, das waren die Resultate des Dienstes von falschen Aposteln bei den Galatern. Hier handelt es sich nicht um kleine Abweichungen, die man getrost tolerieren könnte, weil sie sich von allein wieder einpegeln werden. Diese Symptome betreffen das Herz des Glaubens und stellen nichts weniger als einen tödlichen Anschlag des Vaters der Lüge gegen Kinder Gottes dar. So sehen wir, der Begriff „Zauberei“ ist nicht bildhaft oder stark übertrieben, sondern absolut wortwörtlich zu verstehen. Zauberei ist Satans Waffe, um die Gemeinde von innen heraus zu lähmen und kampfunfähig zu machen.
So verstehen wir auch, warum die falschen Arbeiter, die die Gläubigen in Galatien verwirt hatten, diese von der Gemeinschaft mit Paulus ausschließen und sie für sich haben wollten. Sie schufen Abgrenzungen, um sie von der Wahrheit fernzuhalten und ihren Einflußbereich zu sichern.
Bin ich also euer Feind geworden, weil ich euch die Wahrheit sage? Sie eifern um euch nicht gut, sondern sie wollen euch ausschließen, damit ihr um sie eifert. Ga 4,16–17
Ein geistliches Grundgesetz wird uns ganz am Anfang in Gottes Wort gegeben. Alles pflanzt sich fort nach seiner Art. Paulus investierte sich in seine geistlichen Söhne Timotheus und Titus, die dann in den apostolischen Dienst kamen. Jedes neue apostolische Team, das nicht von Aposteln begleitet und gefördert wird, sondern sich im Alleingang einfach den Titel „Apostel“ zulegt, muß daher besonders kritisch unter die Lupe genommen werden.
Der entscheidende Punkt, der echte Christen, die mit dem Heiligen Geist erfüllt sind und meistens auch wirklich eine Berufung zu Leiterschaft haben, zu falschen Dienern werden läßt, ist eine selbstsüchtige Motivation des Herzens.
Und aus Habsucht werden sie euch mit betrügerischen Worten kaufen; denen das Gericht seit langem schon nicht zögert, und ihr Verderben schlummert nicht. 2. Pet 2,3
Das Wort „kaufen“ bedeutet, eine Person oder ein Ding zu gebrauchen, um Gewinn zu machen.

Zusammenfassend hier noch einmal die Merkmale falscher Apostel:
Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die die Gestalt von Aposteln Christi annehmen 2. Kor 11,13
Das Wort „betrügerisch“ meint „für Lohn Arbeitende“.
Sie arbeiten für eigene Interessen, nicht wirklich für den Herrn und Sein Reich.
Sie benutzen Methoden gewalttätiger Herrschaft und Unterdrückung.
Sie binden Menschen an sich und möchten geehrt werden.
Sie trennen die Gläubigen von anderen Aposteln.
Sie hindern die Gläubigen, der Wahrheit zu gehorchen.

GOTTES WERK BEGINNT BEI UNS
Wenn wir selbst eine Berufung zum Dienst haben, kommt also alles darauf an, daß der Herr ein tiefes Werk an unsrem Herz tun kann. Wir müssen uns dessen bewußt sein, daß wir von Natur aus alle zu Selbstsucht und Selbsttäuschung und Unwahrhaftigkeit neigen. Wir müssen den kennen, der die Herzen erforscht. Je mehr wir auf die Überführung durch den Heiligen Geist eingehen, um so schärfer und wirksamer wird das Wort Gottes. Es wird in uns ein tiefes Werk tun. Je deutlicher Seele und Geist in uns von einander getrennt sind, um so mehr werden wir bleibende Frucht in unserem Dienst haben.
Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist, sowohl der Gelenke als auch des Markes, und ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens; Heb 4,12
Der anerkannte Seelsorger und Bibellehrer Christoph Häselbarth schreibt in seinem Büchlein „Von Rebellion und Stolz“:
„Viele geistliche Leiter in Deutschland scheinen von einem religiösen Geist gefangen zu sein (siehe Rick Joyner: ‚Überwindung des religiösen Geistes‘ – Edition Neues Land, CH-3452 Grünenmatt). Sie befassen sich mit Leben aus Leistung, Aburteilung, Abgrenzung, Herrschen, Kontrolle, Manipulation, Dominanz, Macht und betrüben z.T. noch den Heiligen Geist.“
Solche Aussagen sind nicht dazu gedacht, andere zu verurteilen, sondern sie sollen uns zur Fürbitte für unsere Leiterschaft motivieren und uns, wenn wir selbst einen Ruf zum Dienst als Leiter haben, veranlassen, sehr vorsichtig zu wandeln und unser Leben und unseren Leiterschaftsstil immer wieder vom Herrn und unseren Geschwistern durchleuchten zu lassen.


DAS LICHT SCHEINT JETZT UND DIE FINSTERNIS VERGEHT
Es gibt viel Widerstand des Feindes gegen die Wahrheit, weil er weiß, daß sie allein die Kraft hat, uns aus dieser Misere zu befreien. Auch in den Reihen der Leiterschaft erleben wir manchmal ein verbissenes Ignorieren oder gar Bekämpfen der Wahrheit über göttlichen Leiterschaftsstil. Ein Beispiel: Sehr viele geistliche Leiter aus dem Ausland würden wohl mit der Aussage übereinstimmen, daß in Deutschland ein besonderes Problem in einem mangelnden Verständnis von Vaterschaft besteht und damit verbunden auch eine starke Tendenz zu Kontrolle und Manipulation in der Leiterschaft. Ende 1999 gab es in Norddeutschland eine der ersten Konferenzen zum Thema „Geistlicher Mißbrauch“, zu der landesweit geworben und eingeladen wurde. Das Interesse war erschreckend gering, obwohl der Sprecher, Marc Dupont, ein international geachteter, sehr ausgeglichener Mann ist, dem wohl niemand nachsagen kann, daß er mit dieser Thematik seine eigenen Verletzungen kompensiert oder einen persönlichen Rachefeldzug gegen irgendjemand durchführt. Bei dem speziellen Leitertreffen dieser Konferenz waren nach meinem Eindruck nicht einmal ein Dutzend Leiter aus dem Bereich der vollzeitlichen Pastoren oder Leiter von Diensten und Werken anwesend.
Für den, der sehen will, gibt es viele andere Hinweise, daß zur Zeit die biblische Lehre über Zauberei und Machtmißbrauch in unserem Land aufgehalten, behindert und manchmal mit brutalen Methoden unterdrückt wird. Aber Wahrheit ist wie Licht. Es ist nicht nur der völlige Gegensatz zu Dunkelheit, es ist der Dunkelheit immer überlegen. Die Wahrheit über Gottes Abscheu über unterdrückenden Leiterschaftsstil und über Sein Wohlgefallen über eine dienende, freisetzende Leiterschaft wird sich gegen alle Widerstände durchsetzen. Die Wahrheit kann nicht aufgehalten werden, die besagt, daß der Herr uns Leiter zur Rechenschaft ziehen wird, wenn wir uns an Seiner Herde in diesem Bereich schuldig machen und Menschen für uns haben wollen und sie nicht zum Herrn bringen.
So spricht der Herr, HERR: Siehe, ich will an die Hirten, und ich werde meine Schafe von ihrer Hand fordern und will ihnen ein Ende machen, daß sie nicht länger meine Schafe weiden. Und die Hirten sollen nicht mehr sich selbst weiden; und ich werde meine Schafe aus ihrem Rachen retten, daß sie ihnen nicht mehr zum Fraß seien. Hes 34,10
Weil der Herr am Ende eine reine, herrliche und reife Gemeinde haben wird, die sich als Braut vorbeitet hat, wissen wir, daß dieser Konflikt schließlich siegreich gelöst werden wird. Das Volk Gottes in jeder Nation muß den Kampf kämpfen, seine Botschaft des Evangeliums von den kulturellen Beimengungen und Deformierungen zu befreien. Zauberei, Manipulation, Kontrolle werden nicht mehr in der Gemeinde gefunden werden. Das reine, unverfälschte Wort Gottes wird hervorkommen und der Himmel wird es mit großer Kraft bestätigen.
Auf die Weise aber wie Jannes und Jambres Mose widerstanden, so widerstehen auch sie der Wahrheit, Menschen, verdorben in der Gesinnung, im Blick auf den Glauben unbewährt.
Sie werden aber nicht weiter vorwärtskommen, denn ihr Unverstand wird allen offenbar werden, wie es auch bei jenen der Fall war. 2. Ti 3,8–9
Nach der Überlieferung sind Jannes und Jambres Männer aus der Umgebung des Pharao, die mit ihren magischen Kräften Mose widerstanden und sich der Befreiung des Volkes Gottes widersetzten. Wenn in den kommenden Jahren wahre apostolische Dienste hervorkommen werden, die sich durch Reife, Reinheit und Opferbereitschaft auszeichnen, werden sie eine geistliche Auseinandersetzung mit den Kräften haben, die das Volk Gottes in Knechtschaft behalten möchten. Der Sieg steht schon fest! Das Volk Gottes wird aus jeder Knechtschaft befreit werden und seinem himmlischen Heerführer folgen und von jenen trainiert und geschützt werden, die ebenfalls dem Herrn in Reinheit nachfolgen.
Für dieses herrliche Ziel laßt uns kämpfen mit den Waffen des Lichts, mit Liebe, Demut, Wahrhaftigkeit, Vergebung und Mut.

WEITERFÜHRENDES MATERIAL ZUM THEMA

Buch von Bill Hammon „Apostles, Prophets and the Coming Moves of God“
Buch von Dr. Sam Matthews „Apostolic Teams – Penetrating the Nations“
Cassettenserien der Apostolischen Konferenzen der Jesus! Gemeinde Rinteln
Cassettenserie „Apostolischer Aufbruch“ von Lee LaCoss, Gemeinde Neues Land, Berlin
Cassettenserie von Martyn Dunsford „Autorität in der Gemeinde“, Gemeinde Neues Land, Berlin
Cassettenserie von Marc Dupont „Geistlicher Mißbrauch in der Gemeinde?“, Oasis-Gemeinde Lilienthal
Cassettenserien von Hartwig Henkel „Leiterschaftsseminar Berlin“ und „Leiter für Morgen“ *
Artikel von Rick Joyner „Bürgerkrieg in der Gemeinde“, „Megatrends im neuen Millennium“ *
Bücher von Hartwig Henkel „Gebt mir meine Gemeinde zurück!“ *, „Die Einheit und das Kreuz“ (Download) *
* Erhältlich bei Hand in Hand
Hartwig Henkel, Hand in Hand 2000
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