„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht begriffen.” – Johannes 1:1-5

  
Gottes Wesen erkennen
Kategorie: Dokumente

Titel: Gottes Wesen erkennen
Sprecher: Hartwig Henkel
Datum: 00.00.0000
Titelnummer: 1
hinzugefügt: 29.07.2010
Sprache(n):
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Gott zu erkennen, wie Er wirklich ist, das ist nicht nur unsere Sehnsucht, noch viel mehr sehnt sich der Herr danach, dass wir Ihn wirklich kennen. Es muss uns ganz bewusst werden: Nichts ist wichtiger als Ihn persönlich kennen zu lernen, Sein Wesen, Seine Haltung zu uns. Es gibt eine ganze Reihe von guten Gründen, warum wir uns nach der echten Erkenntnis des Herrn ausstrecken sollen. Einen dieser Gründe finden wir im Buch Daniel. Dort lesen wir in Da 11:32: Und diejenigen, die sich am Bund schuldig machen, wird er durch glatte Worte zum Abfall verleiten. Aber das Volk, das seinen Gott kennt, wird sich stark erweisen und entsprechend handeln. Die Kenntnis Gottes gibt uns Stärke, um dem antichristlichen Druck zur Anpassung zu widerstehen. Wenn wir sehen, wie um uns herum der antichristliche Geist immer mehr zunimmt, müssen wir jetzt diese Stärke entwickeln. Dazu will ich mit diesem Artikel meine Leser ermutigen. Das Wort Gottes zeigt uns, dass es zwischen Mose und dem Volk Israel einen beträchtlichen Unterschied gab. Wir lesen: Er tat seine Wege kund dem Mose, den Söhnen Israel seine Taten. Ps 103,7 Der Herr machte diesen Unterschied nicht aus Willkür, sondern wegen der unterschiedlichen Haltung, die Mose und das Volk Israel zu Ihm hatten. Mose wusste: Nur wer Gottes Wege kennt, kennt Ihn wirklich. Wir lesen von seinem Gebet: Und nun, wenn ich also Gunst gefunden habe in deinen Augen, dann laß mich doch deine Wege erkennen, so daß ich dich erkenne, damit ich Gunst finde in deinen Augen, und bedenke, daß diese Nation dein Volk ist! 2.Mo 33,13 Viele wollen es heute nicht wahrhaben und ignorieren, das Paulus im 1.Kor 10 sagt, dass die Geschichten von Israel uns überliefert wurden, damit wir sehen, wie Gott an Menschen handelt. Weil Er heute noch genau so handelt, sollen diese Geschichten uns als Warnung und Ansporn dienen. Die Generation der Kinder Israels zur Zeit des Mose, die das gewaltige Eingreifen ihres Gottes gesehen hat, welches zu ihrer Befreiung aus der über vierhundert jährigen Sklaverei führte, konnte nicht in ihre Bestimmung hineinkommen. Das gelobte Land war ihr versprochenes Erbe, aber sie haben es nie gesehen. Nur zwei von ihnen, Josua und Kaleb, erlebten beides, die Befreiung aus der Sklaverei und den Reichtum des Willens Gottes. Hinter diesen Tatsachen, die jedem Gläubigen bekannt sein dürften, steckt eine wichtige Botschaft, die beachtet werden muss. Der Schreiber des Hebräerbriefes erinnert an das Scheitern Israels beim geplanten Einzug ins gelobte Land: Allezeit gehen sie irre mit dem Herzen. Sie aber haben meine Wege nicht erkannt. Heb 3,10 b Der Verfasser zeigt uns, dass der Grund für Israels Unglauben darin lag, dass es Gottes Wege nicht kannte und ein verkehrtes Herz hatte, das ständig in die Irre ging. Dann wendet der Verfasser dies auf uns heute an und warnt uns: Seht zu, Brüder, daß nicht etwa in jemandem von euch ein böses Herz des Unglaubens sei im Abfall vom lebendigen Gott, Heb 3,12 Der Abfall vom Herrn kommt also durch ein böses Herz zustande, das den Herrn nicht erkennen und auch nicht vertrauen kann. Wesentliche Anteile unseres verheißenen Erbes sind auch heute noch nicht in Besitz genommen. Aber die Fülle Gottes an und in der Gemeinde wird sich zeigen! Wir leben in der Zeit der Wiederherstellung. Am Ende der Tage, vor der Wiederkunft des Herrn, wird es eine herrliche, reine und deshalb atemberaubend kraftvolle Gemeinde geben, die Gottes Ehre als liebender Vater und gerechter Richter auf der Erde wiederherstellt. Ihn wirklich zu kennen, ist die nötige Voraussetzung, um Ihm vertrauen zu können. Ein blindes Vertrauen, ohne Ihn und Seine guten Absichten wirklich zu kennen, gibt es nicht. Vertrauen oder anders ausgedrückt Glauben ist DIE entscheidende Tätigkeit, die unser Verhältnis zu unserem Gott beschreibt. Ohne Glauben ist es doch UNMÖGLICH, Gott zu gefallen! Aber Ihm zu gefallen, ist das Zentrum unserer Berufung! Wir legen oft sehr viel Wert auf äußere Aktivitäten, Dienste, Programme und Veranstaltungen. Aber dem Herrn ist zuerst unser Herz wichtig. Zu Martha sagte der Herr: Du bist um vieles besorgt und beunruhigt, aber EINES ist nötig. Dieses Eine war das, was Maria erwählt hatte: bei Jesus zu sein, Seine Worte zu hören und Ihn anzuschauen. Das ist genau das Eine, das David in seinem Leben wichtig war und deshalb den ersten Platz einnahm: die Schönheit des Herrn anzuschauen. (Ps 27,4) Was wir dringend brauchen, ist eine Lehre und ein Lebensstil, wodurch wir lernen, unserem Gott zu vertrauen. In den kommenden Tagen der großen Erschütterung, wo alles erschüttert wird, was erschüttert werden kann, wird nichts so kostbar sein wie die Fähigkeit, dem Herrn zu vertrauen. Aber die Tage der Krise sind nicht die Tage der Vorbereitung. Die Krise wird offenbar machen, wie gründlich unsere Vorbereitung war. Viele, die heute nicht auf das Mahnen des Heiligen Geistes achten und ihren eigenen Zielen nachjagen, die ihnen heute attraktiver erscheinen, werden es in den Tagen der großen Erschütterung bitter bereuen, dass sie nicht gehört haben. Jesus prophezeit für die Zeit der irdischen Endzeitgerichte, dass "die Menschen verschmachten vor Furcht und Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen, denn die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden." (Luk 21,26) Aber Seinen Jüngern sagt Er: Euer Herz werde nicht bestürzt. Ihr glaubt an Gott, glaubt auch an mich! Joh 14,1 Das Wort "bestürzt" bedeutet soviel wie hin- und her bewegen, schütteln. Während also die Erde erschüttert wird, werden die wahren Gläubigen durch Frieden, Sicherheit und Zuversicht erkannt werden. Dieses Wunder wird vielen Ungläubigen ein gewaltiges Zeichen sein, das ihnen den Weg zum Himmel weist. Das Buch der Offenbarung zeigt uns, dass in der schwersten Zeit der Menschheitsgeschichte, während der Zeit der Gerichte, eine große Ernte eingesammelt werden wird. David beschreibt mit erstaunlichen Worten sein Vertrauen in Gott: Der HERR ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten? Der HERR ist meines Lebens Zuflucht, vor wem sollte ich erschrecken? Wenn Übeltäter mir nahen, mein Fleisch zu fressen, meine Bedränger und meine Feinde, so sind sie es, die straucheln und fallen. Wenn sich ein Heer gegen mich lagert, so fürchtet sich mein Herz nicht; wenn sich auch Krieg gegen mich erhebt, trotzdem bin ich vertrauensvoll. Ps 27,1-3 Was für eine Zuversicht spricht aus diesen Worten! Und diese Sicherheit und Geborgenheit liegt für uns bereit. Ein wichtiger Teil der guten Botschaft der Bibel ist: Dieses unerschütterliche Herz, das durch keine negativen Umstände vom Vertrauen in den Herrn abgezogen werden kann, ist eine Gabe Gottes, die Er jedem Seiner Kinder geben möchte. Er wird sich nicht fürchten vor böser Nachricht. Fest ist sein Herz, es vertraut auf den HERRN. Beständig ist sein Herz, er fürchtet sich nicht, bis er heruntersieht auf seine Bedränger. Ps 112,7-8 Doch die Geschenke Gottes haben eine Reihenfolge, in der sie empfangen werden sollen. Vertrauen ist eine Frucht von tiefer persönlicher Kenntnis von der Person, der wir vertrauen wollen. Vor dem Geschenk des unerschütterlichen Vertrauens müssen wir das Geschenk der Furcht Gottes begehren und empfangen. Der oben beschriebene Segen aus Ps 112 ist für den Mann, der den Herrn fürchtet, der große Freude an Seinen Geboten hat. (Siehe Vers 1 von Ps 112) Das Herz, das den Herrn fürchtet, ist auch das Herz, das Ihn erkennen und deshalb auch Ihm vertrauen kann. In zweiten Kapitel von Sprüche sehen wir, wie aus der Hingabe an das Wort Gottes die Furcht des Herrn erwächst und die wiederum führt zur Erkenntnis Gottes. Anders kann man den Herrn nicht wirklich kennen lernen. Es ist ein fataler Irrtum des modernen westlichen Christentums, das meint, durch intellektuelle Bemühungen das Wesen und die Schönheit Gottes erfassen zu können. Der Herr wirkt zuerst in uns das Wollen und Vollbringen. Erst bietet Er uns ein Herz an, das Ihn fürchtet. Und diese Furcht Gottes ermöglicht uns, Ihn wirklich zu erkennen. Nach meinem Verständnis beschreiben die folgenden Verheißungen die allerkostbarsten Verheißungen, die der Herr uns gegeben hat. Und ich werde meine Furcht in ihr Herz legen, damit sie nicht von mir abweichen. Jer 32,40 Und ich gebe ihnen ein Herz, mich zu erkennen, daß ich der HERR bin. Und sie werden mein Volk sein, und ich werde ihr Gott sein; denn sie werden mit ihrem ganzen Herzen zu mir umkehren. Jer 24,7 Wir sehen, dass eine ungehinderte und gesegnete Gemeinschaft mit unserem Gott in dem Maße möglich ist, wie wir Ihn erkennen. Die Erkenntnis Gottes ist ein Geschenk, das wir uns nicht verdienen können, für das wir aber Verlangen entwickeln und für das wir uns bereit machen sollen. Der Sinn unserer regelmäßigen Zeit mit dem Herrn ist genau dies: wir zeigen Ihm, dass Er uns wichtig ist und wir strecken uns danach aus, Sein Angesicht zu suchen. Jesus sagt, dass nur derjenige den Vater erkennen kann, dem Er Ihn offenbaren wird. (Mat 11,27) Und in Joh 17.26 verspricht Er, dass Er fortfahren wird, den Namen Gottes uns zu offenbaren. DER EINE Name Gottes, den Jesus uns offenbart hat, lautet "Vater". Durch die Offenbarung dieses Namens werden wir mit Liebe erfüllt und bekommen Wertgefühl, Identität und Sicherheit. Das sind die Dinge, die im Leben wirklich zählen, jetzt und noch viel mehr in den Tagen der großen Erschütterung. Hartwig Henkel