„Die Ehe ist eine Verpflichtung, kein Experiment.” – Derek Prince

Biblische Prüfungen des wahren Glaubens
Kategorie: Video

Titel: Biblische Prüfungen des wahren Glaubens
Sprecher: Paul Washer
Datum: 00.00.2015
Dauer: 1:05:35 Min.
hinzugefügt: 02.04.2015
Auflösung: 800 x 450
Sprache(n):
Dateigröße: 277.68 MB

Lasst uns unsere Bibeln aufschlagen; 1. Johannes Kapitel 5, Vers 13. „Dies habe ich euch geschrieben, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt.“ Lasst uns zum Herrn ins Gebet gehen.


Vater, ich komme heute zu Dir, im Namen Deines Sohnes. Herr, es gibt einen großen Streit in diesem Gebäude. Eine Sache, die aufkam, um diesen Gottesdienst zu behindern. Ich bete im Namen Jesu Christi, dass Du diese Sache aus dem Weg schaffst; dass Dein Wort verkündigt werde; dass der Geist Gottes in den Herzen der Menschen wirken möge; dass alles Fleisch erniedrigt und dass allein Christus erhöht werde. Vater, Du weißt es; Du weißt es. Stelle das Werk wieder her, das Du an diesem Morgen angefangen hast, Herr. Lasse es durch nichts aufhalten. In Jesu Name, Amen.


Heute werden wir über die Errettung sprechen. Es gibt nichts wichtigeres als das Evangelium Jesu Christi, und die Errettung. Die meisten von euch sind jünger als ich, aber ihr werdet sehen, dass das Leben sehr schnell verfliegt. Eure Tage werden sehr rasch vergehen. Es wird in weniger als einem Jahrhundert sein, weniger als mehrere Jahrzehnte, da wird jeder von uns vor Gott stehen, und gerichtet werden. Da werden einige vor Ihm stehen, und hören: „Gut gemacht, mein zuverlässiger und treuer Knecht.“


Aber es gibt auch andere, die ihr ganzes Leben die Gnade abgelehnt haben. Sie haben die Gnade verworfen, und deswegen werden sie hören: „Weicht von Mir, Ich habe euch nie gekannt.“


Es ist ziemlich deutlich in der Schrift, aber da das Land, in dem wir leben, dermaßen gefüllt ist mit Irrlehren, da ist es für viele schwierig zu erkennen, ob sie nun wahre Christen sind, oder nicht. Einige nehmen das Evangelium so, als wäre es etwas, dass man nach einem Verkaufsangebot erwerben könnte. Sie meinen, dass ihre ewige Sicherheit fest eingeschlossen ist; dass sie gewiss sei, weil sie einmal in ihrem Leben ein Gebet aufgesagt haben und Jesus darum baten, in ihr Herz zu kommen.


Da gibt es andere, die in der Verdammung wandeln, weil sie die Gesetzlichkeit und alle Arten der Selbstgerechtigkeit auf sich geworfen haben, sodass sie, selbst als wahre Gläubige in Christus, in ständigem Zweifel wandeln. Nur die Schrift kann uns den korrekten Stand geben. Nur die Schrift.


Wie können wir wissen, dass wir wahre Christen sind? Wenn es doch so einfach ist, getäuscht zu werden? Auf der einen Seite geht man locker und lässig mit dem Glauben um; auf der anderen Seite stinkt man förmlich nach Selbstgerechtigkeit. Wie können wir also wirklich wissen, dass wir Christen sind? Das ist auch der Grund, weshalb dieses Buch geschrieben wurde. 1. Johannes 5 sagt uns: „Diese Dinge…“ Was sind „diese Dinge“? Die Dinge, die in diesem Buch geschrieben stehen. An wen wurden sie geschrieben? An jene, die an den Namen des Sohnes Gottes glauben. Es wurde an wahre Gläubige geschrieben. Zu welchem Zweck? Dadurch, dass sie das Wort Gottes hören, und der Geist Gottes es in ihren Herzen anwendet, sodass sie eine biblische Zuversicht hätten, dass sie bekehrt seien. Nun, das ist die Absicht von Johannes. Aber gleichzeitig möchte ich euch sehen lassen, dass diese Absicht auch umgekehrt an jene angewendet werden kann, die meinen, gläubig zu sein, es aber nicht sind. Denn Johannes gibt uns hier eine Serie von Tests, durch die wir unser Leben prüfen können, um zu sehen, ob wir im Glauben sind. Und solche, die wahre Gläubige sind, die sind glücklich und gestärkt durch das, was sie in diesem Text hören.


Jene aber, die ungläubig sind, nun, da gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder sind ihre Herzen so verhärtet, sodass sie diese Maßstäbe hören, sich selbst beurteilen, und dennoch Frieden haben; oder ihre Herzen werden brechen, und sie werden anfangen zu erkennen: „Ich kenne Ihn nicht; ich kenne Ihn nicht.“


Nun, bevor wir zu diesen Tests kommen, möchte ich über eine kleine Einleitung dorthin gelangen. Woher wissen wir, dass wir Christen sind? Es gibt eine Wahrnehmung; wir können dies logisch betrachten, aber mit einer wahren und aufrichtigen Logik. Die Bibel verspricht Folgendes: „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass Er Seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.“ (siehe Joh. 3:16) Hierin befinden sich aussagenlogische Wahrheiten. Es werden Aussagen getätigt, und jene Aussage ist diese: Derjenige, der an Christus glaubt, der hat ewiges Leben. Somit haben wir Logik. Da gibt es den Verstand. Fragt euch selber: „Glaube ich? Vertraue ich allein in Christus? Oder vertraue ich in Christus PLUS irgendwas anderes?“ Heutzutage behaupten so viele, Glauben an Christus zu haben; wenn ich sie aber jedoch bedränge, und bedränge, und bedränge… Letzten Endes arbeiten sie sich dann hin zurück zu ihrer eigenen Selbstgerechtigkeit. Der wahre Gläubige, aber…; nun, lasst es mich so formulieren: Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass jemand mit einer Spur Selbstgerechtigkeit in den Himmel hineinkommt. Der wahre Gläubige ist eine gebrochene Person. Der wahre Gläubige trauert über die Sünde. Der wahre Gläubige hat nur Hoffnung, Freude und Frieden wegen Christus. Der wahre Gläubige…! Er erfreut sich nicht, indem er sich konstant selbst betrachtet, oder sich an seiner eigenen Frömmigkeit ergötzt. Auch lenken sie die Aufmerksamkeit nicht auf sich selbst, sondern übernehmen vielmehr die Aussprüche des Psalmisten, der sagt: „Nicht uns, o HERR, nicht uns, sondern Deinem Namen gib Ehre.“ (siehe Psalm 115:1) Er wird die Aufmerksamkeit nicht auf sich selber ziehen. Er wird sich nicht seiner eigenen Gerechtigkeit rühmen. Er wird seine eigene Frömmigkeit nicht erhöhen. Er wird nicht die Tür öffnen und sagen: „Schaut alle auf mich!“ Denn eure gerechtesten Taten sind nichts weiter als schmutzige Lumpen vor dem Heiligen Gott. Sie stinken buchstäblich in den Nasenlöchern Gottes. Aber der wahre Gläubige sagt: „Ich habe nichts außer Christus; nur Christus allein.“ Sie sind gewachsen in wahrer, geistlicher Weisheit, sodass sie Folgendes sagen: „Ich rühme mich nicht weiter im Fleisch, sondern vertraue in Christus; in Christus allein.“


Ich weiß, ich habe es erlebt, und werde es wieder erleben, nämlich dass echte Gläubige mit ihrer Heilsgewissheit ringen. Ich habe es gesehen. Manchmal hört man diese Irrlehre, dass wenn man Zweifel an seinem Heil hat, dann läge es daran, weil man verloren sei; das ist nicht wahr. Der Grund, weshalb dieses Buch geschrieben wurde, ist, da ein echter Gläubiger an den Punkt kommen kann, wo er Zweifel an seiner Errettung hat. Ein echter Gläubiger kann Zweifel an seiner Errettung haben, aber ein echter Gläubiger wird niemals,- wird NIEMALS,- eine Wahrheit anzweifeln: dass Christus seine einzige Hoffnung ist. Ein echter Gläubiger mag sich dabei hin-und her bewegen zwischen: „Bin ich gerettet? Bin ich nicht gerettet? Bin ich gerettet?“ Aber er wird sich nicht hin-und her bewegen zwischen: „Bin ich gerecht genug, um gerettet zu werden? Oder bin ich nicht gerecht genug, um gerettet zu werden?“ Das hat sich in sein Herz eingelebt. Das hat sich in sein Herz eingelebt.


Nun, Vers 13: „Dies habe ich euch geschrieben, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt.“ Ich habe es in der Einleitung erwähnt, dass es eine Wahrnehmung gibt, dass wir aufgrund einer Ursache glauben. Wir wissen, dass wir gerettet sind, auf Grund einer Ursache. Das Versprechen ist dort, und ich glaube es. Aber es gibt einen anderen Weg, nämlich: Das Zeugnis des Geistes innerhalb unseres eigenen Herzens. Nun, in erster Linie ist dieses Zeugnis die große Wandlung, die Er anfängt, unser ganzes Leben hindurch in uns zu bewirken. Aber es gibt dazu noch ein subjektives Zeugnis des Geistes. Ich wusste an dem Tag, an dem ich mich bekehrt hatte, dass ich ein Kind Gottes war. Da war eine Gewissheit; da war ein Friede. Ja, es war subjektiv, aber, nichtsdestotrotz, real. Etwas geschah mit mir; es war weit mehr als nur die Aneignung von sittlichem Verhalten. Es war mehr, als einfach eine neue Ethik anzufangen, und es war ebenso weitaus mehr, als sich irgendeiner religiösen Bewegung anzuschließen. Etwas geschah in mir. Und jeder wahre Gläubige wird dieses Zeugnis haben. Bei einigen mag es etwas dramatischer sein als bei anderen, aber nichtsdestoweniger ist es etwas Übernatürliches, das Werk der Errettung; und wenn wir uns bekehrt haben, dann wird etwas von diesem Übernatürlichen Zeugnis in uns drin sein. Es ist das Werk des Geistes, der in uns wohnt. Nun wollen Leute sofort sagen: „Aber das Herz kann getäuscht werden“; und: „Man sollte seinen Emotionen nicht folgen“, und all solche Dinge, und das ist wahr. Aber wir können dennoch nicht das Subjektive aus dem christlichen Leben entfernen. Etwas ist geschehen. Der Gläubige sagt: „Ich wurde an jenem Tag verändert.“ Etwas Unerklärliches ist mir geschehen. Ich war in der Finsternis; es wurde Licht. Ich hatte keinen Frieden; nun war ich erfüllt mit Frieden. Ich kannte nicht die Liebe Gottes; dann aber wurde die Liebe Gottes weit in mein Herz gegossen. Somit haben wir die Vorstellung einer Ursache. Wir haben Auffassung des Übernatürlichen; etwas ist in uns geschehen. Etwas änderte sich in uns.


Und dann haben wir unseren Text hier. Was Johannes im Prinzip hier macht, ist, dass er sich auf die Lehre der Wiedergeburt stützt. Ihr könnt 1. Johannes nicht verstehen, bis ihr die Lehre der Wiedergeburt versteht. Und worum handelt es sich bei dieser Lehre? Dass die Errettung mehr ist, als nur eine menschliche Entscheidung. Wenn jemand wahrlich bekehrt ist, dann verändert Gott seine Wesensart. Er verändert ihre Herzen, und Er schreibt Seine Gesetze in ihre Herzen. Das ist das Versprechen des gesamten Neuen Bundes. In der Geschichte Israels sehen wir, wie Israel aus Ägypten herausgebracht wurde, und was dann? Ihnen wurde das Gesetz gegeben; Steintafeln; etwas Äußerliches. Und dann sehen wir nichts weiter als eine Geschichte des Ungehorsams. Anschließend kommen wir, Jahrhunderte später, zu Jeremia. Und Gott prophezeite; Gott sprach zu Jeremia, und Er sagte Folgendes: „Ich werde einen Neuen Bund schließen, und er wird sich unterscheiden; nicht wie der Bund, den Ich mit ihnen geschlossen habe, als Ich sie aus Ägypten herausführte. Nein, nicht in der Form, dass ich ihnen äußerliche Steintafeln gebe. Ich werde Folgendes tun: Ich werde mein Gesetz auf ihre Herzen schreiben. Und es wird keinen Grund mehr geben, dass sie über diese Dinge belehrt werden sollen, denn Ich persönlich werde sie lehren, und sie werden Mein Volk sein, und Ich werde ihr Gott sein.“ (siehe Jeremia 31:31-34)


Also, wir haben Paulus, der in 2. Korinther 5 Vers 17 sagt: „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung.“ Und hier ist, was ihr verstehen müsst: es gibt eine direkte Beziehung zwischen der Wesensart und dem Willen; die Wesensart und der Wille. Wenn die Wesensart böse ist, dann neigt sich der Wille zum Bösen. Das müsst ihr verstehen. Das ist der Fall bei jedem Menschen, der auf diesem Planeten geboren ist. Er ist geboren mit einer gefallenen Natur, und seine Neigung, die Ausrichtung seines Willens, richtet sich auf das Böse. Was muss also geschehen? Ein Mensch muss wiedergeboren werden. Sein Herz muss durch Gott verwandelt werden, und wenn Gott dem Menschen eine neue Natur gibt, dann hat diese neue Wesensart neue und gerechte Neigungen, und diese neuen und gerechten Neigungen führen den Menschen zu dem Willen Gottes; den Wunsch, den Willen Gottes zu tun. Und deswegen kann Johannes nun schreiben, dass solche, die Christus wahrlich kennen, auf eine bestimmte Weise leben werden. Versteht ihr das alle? Da wird es… Es wird zur Frucht kommen. Matthäus Kapitel 7: „Ihr werdet sie erkennen…“; nicht nur die falschen Propheten. Aber ihr werdet sie alle erkennen… „…an ihren Früchten.“


Lasst es mich so formulieren: mir ist egal, wie viel ihr aus der Schrift wisst. Was macht ihr? Was macht ihr? Die Bibel schaut nicht so sehr darauf, was aus eurem Mund herauskommt. Was macht ihr? Wie lebt ihr? Wem gleicht ihr? Das ist der Beweis einer wahrhaft bekehrten Person. Es gibt so viele Leute, die nehmen das 4. Kapitel von Matthäus, und wenn der Teufel kommt, dann sagen sie, man müsse ihm die Schrift zitieren. Jesus besiegte den Teufel in jenen 40 Tagen in der Wildnis nicht dadurch, weil Er ihm die Schrift zitierte. Das ist das Dümmste, was ich jemals gehört habe. Aber es ist die vorherrschende Meinung in diesem Land, nicht wahr? Jesus besiegte den Teufel nicht, indem er ihm die Schrift zitierte. Er besiegte den Teufel dadurch, indem Er der Schrift gehorchte, die Er zitierte. Versteht ihr das? Versteht ihr das? Dies ist keine Zauberei. Dies ist keine Magie. Dies ist Glaube, und Gehorsam. Genau das ist es.


Nun lasst uns die Tests betrachten; beginnen wir in Kapitel 1, Vers 5: „Und das ist die Botschaft, die wir von Ihm gehört haben und euch verkündigen, dass Gott Licht ist, und in Ihm gar keine Finsternis ist.“ Gott ist Licht; nun, wenn wir das hören, dann denken die Leute zuallererst: „Richtig, Gott ist heilig; es gibt keinen Makel an Ihm.“ Und das ist wahr. Dies ist aber vermutlich hier nicht der Hauptgedanke von Johannes. Seht, es gab eine Gruppe von Leuten; man kann sie wirklich nicht als Gnostiker bezeichnen, aber zumindest waren sie der Anfang der Gnostiker. Eine schreckliche, schreckliche Sekte, die der Christenheit großen Schaden zufügte in den ersten Jahrhunderten der Christenheit. Und in der Tat existieren sie noch heute. Nicht nur in einer Gruppe, die „Gnostiker“ genannt wird, sondern es durchdrang selbst Teile des Evangelikalismus. Sie waren eine gefährliche Gruppe, und sie haben im Grunde Folgendes gelehrt: Gott ist kein Licht; Gott ist Finsternis in dem Sinne, dass Gott verborgen ist; Esoterik Man kann Gott nicht wirklich kennen. Der gewöhnliche Mensch, der gewöhnliche Gläubige kann Gott nicht wirklich kennen. Nur diese „super-geistlichen“ Leute könnten in Wirklichkeit Gott kennen. Indem man Gott nicht kennt, so könnten wir demnach nicht wirklich Seinen Willen verstehen, noch was Er tatsächlich fordert. Man sieht das im heutigen, weltlichen Gedankengut, nicht wahr? Alle Politiker würden sagen, dass sie an Gott glauben; es ist nur so, dass man Ihn weder kennen, noch hören kann. Demnach kann man sagen, man glaube an Gott, und man brauche gleichzeitig nichts von dem zu tun, was Er verlangt. Johannes aber kommt hierauf zurück, und was sagt er? Nein. Gott ist Licht. Und in diesem Fall, indem ich Johannes und sein Evangelium kenne, so würde ich sagen, dass sein Hauptgedanke ist: Gott hat sich selbst geoffenbart. Gott hat sich selbst bekanntgemacht. Betrachtet es auf diese Weise. „Und das ist die Botschaft, die wir von Ihm gehört haben und euch verkündigen, dass Gott Licht ist und in Ihm gar keine Finsternis ist.“


Vers 6: „Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit Ihm haben…“ So viele Male wird diese Stelle so gelehrt, in Bezug auf Gläubige, ob Gläubige oder Ungläubige in Gemeinschaft wandeln, oder wenn Gläubige nicht Gemeinschaft haben. Dies aber ist vollkommen außerhalb des Kontextes dieser Passage. Gemeinschaft mit Gott zu haben bedeutet, ein Gläubiger zu sein. Außerhalb dieser Gemeinschaft mit Gott zu stehen, heißt, ein Ungläubiger zu sein. Nun, mehr gibt es dazu nicht. Das ist es, was Johannes lehrt.


Im Grunde sagt er hier: „Wenn wir sagen, wir seien Christen; wenn wir sagen, wir hätten mit Ihm Gemeinschaft, und wandeln doch in der Finsternis…“ Nun, das Wort „wandeln“ hier ist „peripateo“ im Griechischen. „Peri“ bedeutet „umher“, und „pateo“ bedeutet „gehen“. Es bedeutet, umherzugehen; wandeln. Es ist ein Wort, das häufig von Johannes benutzt wird, und ebenfalls von Paulus; es bezieht sich auf eine Lebensweise in jedem Bereich des Lebens. Und die Bibel gibt keinen Raum, um unsere Existenz einzuteilen in „weltlich“ und „geistlich“. Oder dass es Stellen gibt, wo wir Gott gehorchen sollten, und andere Stellen, wo das nicht auf Gott zutrifft. Das ist nicht die Art und Weise, wie die Bibel das sieht. ALLE Dinge gehören zu Gott. Unsere Lebensweise, wenn sie aufrichtig und wahrhaftig ist… dann praktizieren wir unseren Glauben an jeder Stelle, wo wir auch wandeln. Also sagt er: „Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit Ihm haben…“ (dass wir Gläubige sind) „…und doch wandeln in…“ – in was? Dass unsere Lebensweise eingetaucht ist in Finsternis.


Nun, was ist die Finsternis? Sie ist nicht das, was ihr meint. Sie ist bösartiger, als ihr eigentlich glaubt; und sie ist weniger böse, wie ihr eigentlich glaubt. Ihr meint, dass die Finsternis mit etwas zu tun habe, sozusagen mit dem Satanismus, oder Hexerei, oder Atheismus. Der Gedanke aber hier ist Folgender: Was ist Licht? Gottes Offenbarung. Was offenbart Gott? Er hat uns gesagt, wer Er ist, und Er hat uns gesagt, was Er geboten hat. Das ist Licht. Wir wissen, uns wurde Licht darüber ausgegossen, wer Gott ist. Uns wurde darüber Licht ausgegossen, was der Wille Gottes ist. Derjenige, der in der Finsternis wandelt, der wandelt in einer Weise, die dem widerspricht, was Gott uns über sich selbst erzählt hat, und es widerspricht dem, was Gott uns über Seinen Willen gesagt hat. Das ist es, was es heißt, in Finsternis zu wandeln.


Nun, ich möchte, dass wir uns etwas anschauen, denn wir müssen hier sehr, sehr vorsichtig sein. Zuerst einmal das Wort „peripateo“ steht im Präsens, was eine fortdauernde Handlung bezeichnet. Es spricht nicht nur über einen Moment im Leben, sondern bezeichnet vielmehr die Lebensweise einer Person. Wenn ihr also eine Person anhand eines Momentes richten würdet, dann könntet ihr sie grob falsch einschätzen. Ihr könntet einen wahren Gläubigen sehen, der eine sündige Tat begeht, und anschließend ihn sofort als Ungläubigen abschreiben. Dies aber wäre nicht biblisch; es wäre weder fair, noch richtig. Oder ihr seht eine Person mit übersteigerter Sittlichkeit, aber Hass gegenüber Gott. Ihr würdet sie in einem Moment sehen, wo sie eine Art gute Tat vollbringt und ihr kommt zu der Schlussfolgerung, sie sei gläubig. Ihr seht, beides dieser heuristischen, angespannten Momente in der Zeit können einen täuschen. Aber die Bibel spricht davon, wenn man sich ihre ganze Lebensweise betrachtet. Wie leben sie? Über weite Strecken ihrer Tage, und über weite Strecken all ihrer Aktivitäten… Wie leben sie? Versteht ihr das?


Nun, hier ist eine Frage an euch: Wandelt ihr in der Finsternis? Begreift dabei: ihr könnt in der Finsternis wandeln, und gleichzeitig sehr, sehr sittlich sein. Wandelt ihr in einer Weise, die dem widerspricht, was Gott über Sein Wesen, und wer Er ist, geoffenbart hat? Wandelt ihr in einer Weise, die dem widerspricht, was Gott über Seinen Willen geoffenbart hat? Ist eure Lebensweise ein Widerspruch zum Willen Gottes? Oder stimmt sie mit dem Willen Gottes überein? Wir könnten es auch auf diese Weise sagen, wenn wir zurück in das Buch Epheser gehen. Wandelt ihr nach dem Weltlauf dieses Zeitalters? Bewegt ihr euch mit dem Strom? Wandelt ihr entgegengesetzt dem Lauf dieser Welt? Sind eure Augen auf den Willen Gottes gesetzt, und entsprecht ihr dem Bilde Gottes?


Das ist also das erste, worauf ihr antworten müsst. Und diese Tests,- bevor wir hier weitergehen,- sind ebenfalls sehr wichtig für Eltern. Denn ein Kind, das in einem gläubigen Elternhaus groß wird, das sagt meistens: „Ich glaube, ich glaube, ich glaube.“ Und wenn ein Kind sagt: „Ich glaube“, dann sollte keiner jemals auf das Kind schauen und sagen: „Nein, tust du nicht.“ Wir sollten das Feuer, das in ihnen ist, nicht auspressen. Aber dennoch, seid nicht voreilig mit der Bestätigung jenen Glaubens. Angemessen ist es zu sagen: „Wenn du glaubst, dann bist du gerettet. Aber lass uns dein Leben anschauen.“ Lasst uns unser Leben im Licht der Schrift prüfen, bis man zur vollen Zuversicht des Glaubens kommt, gemäß dem geschriebenen Wort Gottes. Versteht ihr das?


Eine weitere, praktische Sache hier für die Gemeinde, für Eltern; etwas sehr angemessenes, was man tun kann, dass sehr hilfreich ist: Wenn ein Kind sagt: „Ich glaube“, oder wenn sie am Abendmahl teilnehmen wollen; oder wenn sie getauft werden wollen, nachdem sie eine Taufe gesehen haben: „Kann ich das auch machen?“ Setzt euch und sprecht mit ihnen über das Thema, aber dann sagt ihr ihnen: „Hier ist, was du tun sollst: „Am Sonntag gehst du zu den Ältesten; geh zu den Ältesten und sprich mit ihnen.“ „Nun, Papa, wirst du mit mir kommen?“ „Nein, nein, das werde ich nicht. Wenn du wirklich denkst, dass der Herr in deinem Leben gewirkt hat, dann geh zu Bruder Anthony und Bruder Mark. Dann vereinbare ein Treffen mit ihnen, damit sie mit dir über diese Angelegenheiten sprechen können.“ Dies ist wirklich eine praktische Weise, wenn jemand getauft werden möchte, nur weil all die anderen Kinder getauft wurden. Es ist wirklich eine praktische Weise zu sehen, wenn jemand am Abendmahl teilnehmen möchte, nur weil sie einige andere Kinder in ihrem Alter daran haben teilnehmen sehen. Denn würdet ihr nicht wollen, dass eure Ältesten damit zu tun haben? Ihren Rat? Und wenn ihr seht, wie ein Kind sagt: „Ab zu den Ältesten, ich will gehen! Denn ich habe mich bekehrt!“ Wow… Und sie setzen sich und sie erklären ihren Glauben, und was Gott in ihrem Leben getan hat. Nun, das ist schon was. Nun, einfach ein praktischer Gedanke.


Also der erste Test ist dieser: ein wahrer Gläubiger wird im Licht wandeln, als Lebensweise. Er wird in Übereinstimmung mit dem wandeln, was Gott über Sein Wesen und Seinem Willen geoffenbart hat. Nun, wenn ihr meine Worte in diesem Moment ernst nimmt, dann solltet ihr zittern. Warum? Weil Gläubige, wahre Gläubige, die reifsten Gläubige, sündigen. Selbst in den gottesfürchtigsten Leben, da sind es meistens 2 Schritte nach vorne, 3 Schritte nach hinten. Also, was tun wir? Sind wir keine Christen? Werden wir alle verdammt werden? Haben wir alle an diesem Morgen unsere Gewissheit verloren? Denn keiner wandelt konstant und fortwährend in Übereinstimmung mit dem, was Gott uns über Sich selbst und Seinem Willen, gesagt hat. Und wenn jemand meint, er hätte es dennoch,- ich kann dir versichern: du bist gerade durch den Test durchgefallen. Du bist kein Christ. Du wurdest getäuscht. Und somit, wohin gehen wir also?


Nun, wir brauchen einfach weiter zu lesen, denn Johannes wird dieses Problem behandeln. Schaut in Vers 8: Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Und hier ist etwas, dass sehr wichtig ist. Wenn man sagt, dass Gott die Finsternis ist; dass Er uns nicht gesagt hat, wer Er wirklich ist, und dass man nicht wirklich Seinen Willen wissen kann, dann ist es sehr einfach zu glauben, dass man ohne Sünde sei. Je mehr Gott vor den Menschen verbirgt, desto mehr Selbstgerechtigkeit werdet ihr finden. Und je mehr die Menschen wahrlich Gott kennen und Ihn verkündigen, desto mehr Demut vor Gott werdet ihr sehen. Versteht ihr das? Also diese Gläubigen, die haben jetzt gehört, dass wenn man ein wahrer Gläubiger ist, dann wird man nach der wahren Wesensart Gottes und Seinem Willen wandeln; und sie sitzen da und sagen: „Aber Johannes! Wir haben gesündigt! Wir sündigen immer noch! Wir ringen mit der Sünde! Wir hassen unsere Sünde, aber wir sündigen, Johannes!“ Also gibt ihnen Johannes einen weiteren Test. „Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.“ Also ist eines der größten Kennzeichen dafür, dass du ein wahrer Christ bist, nicht, dass du nicht mehr sündigst. Sondern dass du JETZT deine Sünde erkennst, und sie als Sünde betrachtest. Um genau zu sein, wenn du deine Sünde nicht erkennst, und du sie nicht als Sünde ansiehst, dann ist es der Beweis dafür, dass du kein Gläubiger bist. Also sagt Johannes: „Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.“ Die Wahrheit Gottes, die durch den Heiligen Geist eingepflanzt wurde, ist dann einfach nicht in uns. Vers 9: „Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist Er treu und gerecht, dass Er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“ „Wenn wir aber unsere Sünden bekennen…“ Was ist eines der Kennzeichen eines wahren Gläubigen? Sie erkennen die Sünde in ihrem Leben, und sie bekennen sie. Sie bekennen die Sünde. Sie sind in dieser Hinsicht konfessionell. Sie sind gekennzeichnet durch Zerrissenheit, und sie sind gekennzeichnet durch Bekenntnis. Aber denkt nicht, dass man im christlichen Leben einfach nur auf seine Sünde schaut, darüber zerbrochen ist, und sie bekennt. Nein! Denn wenn wir auf unsere Sünde schauen, und die Sünde bekennen, und zerbrochen sind wegen unserer Sünde, so erfahren wir…was? Die Gnade Gottes, und die Freude unserer Errettung. Nicht anhand unserer eigenen Werke, sondern anhand der Werke Christi unseretwegen. Versteht ihr das?


Nun, was bedeutet Bekenntnis? „Herr, vergib mir meine Sünden.“ Nein, das ist kein Bekenntnis. Das bedeutet, den Herrn wegen eurer Sünde um Vergebung zu bitten; das ist aber kein Bekenntnis. Oder: „Herr, wenn ich auf jegliche Weise gesündigt habe, so vergib mir.“ Auch das ist kein Bekenntnis. Was ist Bekenntnis? Es kommt vom Griechischen Wort „homologeó“. „Homo“ bedeutet: „wie“, oder „gleich“. Und „logeó“: bekennen. „Homologeó“ heißt, dasselbe/das gleiche zu bekennen. Nun, was bedeutet das? Liegt es nicht im Dienste des Heiligen Geistes, zu uns wegen unserer Sünde zu sprechen? Es liegt in Seinem Wirken. Nicht nur die Welt zu überführen, sondern auch uns von unseren Sünden. Nehmen wir an, wir stehen am Morgen auf; wir waren sehr ungeduldig mit einem unserer Kinder; oder wir waren sehr ungeduldig mit unserer Frau; oder wir waren gegenüber jemandem sehr kalt, zu Unrecht kalt gegenüber jemandem. Und während wir so das Haus, oder Gebäude, verlassen, da fängt der Heilige Geist an, mit uns zu verkehren. Er erinnert uns gedanklich an die Schrift; Er zeigt uns, dass wir gesündigt haben. Also sagt der Heilige Geist: „Du hast gesündigt; du warst ungeduldig.“ Bekennen ist, wenn man mit dem übereinstimmt, was Gott gesagt hat: „Gott, was Du über mich gesagt hast, ist wahr! Ich habe gesündigt; ich war ungeduldig.“ Versteht ihr das? Man spricht DASSELBE/DAS GLEICHE. Man stimmt mit Gott über unsere Sünde überein. Dass ist Bekenntnis. Dass ist Bekennen. Und die wahren Gläubigen, sie sind dadurch gekennzeichnet. Sie sind dadurch gekennzeichnet.


Aber lasst mich euch nun zeigen, wie es vonstatten geht. Denn wir haben über Aufdeckung gesprochen; nun werden wir über das Bekennen sprechen. Eine Person wandelt in dieser Welt. Er ist ein Ungläubiger; er ist in der Finsternis. Und plötzlich predigt ihm jemand das Evangelium, und der Heilige Geist wirkt in seinem Herzen und erleuchtet seine Denkweise, und er betrachtet Gott, wie er Ihn nie zuvor betrachtet hat. Und im Lichte dieses Lichtes sieht er sich selbst so, wie er sich nie zuvor gesehen hat. Und er sieht seine Sünde, wie er sie nie zuvor gesehen hat. Und er ist gebrochen, wie er nie zuvor gebrochen war. Dennoch tut er nicht Buße bis zum Tod. Es ist keine Zerrissenheit bis zur Verzweiflung. Denn in dieser Offenbarung Gottes sieht er Christus und Golgatha, wie er es nie zuvor gesehen hat. Und er vertraut; er glaubt. Und was geschieht anschließend? Er ist mit Freude erfüllt. Er tauscht sozusagen sein Bußgewand und Asche gegen die Kleidung der Freude.


Nun, als Gläubige, was geschieht? Was passiert als Gläubige? Während wir wachsen; du bist ein ganz neuer Gläubiger, und du fängst an, die Schrift zu studieren. Während du die Schrift studierst, wird die Wesensart Gottes in Seinen Geboten geoffenbart. Seine Gerechtigkeit. Seine Heiligkeit. Er fängt an, dir mehr und mehr und mehr von deiner Sünde zu zeigen, was dich zu größerer und größerer Zerrissenheit führt. Es führt zu einem tiefgründigerem Bekenntnis, und dieses tiefgreifende Bekennen verwandelt sich in eine tiefgreifendere Freude, sodass du am Ende deines Lebens heiliger bist, wie du am Anfang warst. Und nichtsdestotrotz wirst du gleichzeitig zerrissener sein, wie du zu Beginn warst. Und dennoch wirst du zur selben Zeit fröhlicher sein, wie zu Anfang. Ein großer Austausch hat stattgefunden. Anstatt dich deiner eigenen Leistung zu rühmen, die übrigens in den Nasenlöchern Gottes stinkt, rühmst du dich nun allein in dem vollendeten Werk Christi. Versteht ihr das alle? Bekenntnis: Was ist eines der größten Kennzeichen, dass man wahrlich ein Gläubiger geworden ist? Es ist das Bekennen.


Das soll nicht heißen, dass ein Christ keinen Sieg hat. Sie haben Siege. Das heißt auch nicht, dass ein Christ einfach in seiner Sünde gerettet ist; nein. Er ist aus seiner Sünde heraus gerettet. Gott wirkt in seinem Leben und verändert ihn. Aber eines sollt ihr wissen: ihr werdet nie die Spitze der Perfektion erreichen, bis an dem Tag, wo ihr in die Herrlichkeit eintretet. Ist dein Leben durch das Bekennen gekennzeichnet? Ist dein Leben durch das Bekennen gekennzeichnet? Siehst du die Sünde nun in einem anderen Licht? Bringt es dich dazu, mit Gott übereinzustimmen? Bekenne die Sünde. Bekenne zeitweilig die Sünde einem Bruder und Schwester in Christus, denen du Unrecht getan hast.


Lasst mich euch eine weitere Illustration geben, Sie wird einigen von euch helfen, die in diesem Bereich kämpfen. Nicht, dass ihr nicht bekennt; es ist nur so, dass manchmal euer Ringen mit der Sünde dazu führt, dass ihr Zweifel an eurer Bekehrung habt. Ein Mensch ist unbekehrt, und er ist dabei, sich für das Büro fertigzumachen. Draußen schneit es; er ist spät dran, und er lässt Papiere aus seiner Mappe fallen. Er muss schnell durch die Küche; er hat keine Zeit zu essen; keine Tasse Kaffee. Er ist unglücklich. Er kommt an die Eingangstür; er ist bereit, schnell zum Büro zu hechten. Genau in dem Moment ruft ihn seine Frau und sagt: „Nimm den Müll mit raus.“ Ohne einmal darüber nachzudenken dreht sich der Mann um und sagt: „Hast du sie noch alle beisammen? Nimm DU den Müll raus! Weißt DU nicht, dass ich spät dran bin? Ich muss meinen Job erledigen; ich habe den ganzen Druck auf mich. DU wirst den Müll herausbringen!“ Und er geht vollkommen gerechtfertigt zur Tür hinaus. Er hat kein Problem damit, was er getan hat. Überhaupt kein Problem. Er steigt ins Auto, trinkt einen Kaffee, geht zu seinem Job, zeigt seine Präsentationen… Ihm geht es gut. Drei Monate später ist er bekehrt. Und dann, neun Monate danach, kommt er die Treppe hinunter und geht durch die Küche. Es schneit draußen. Er hat wieder den ganzen Druck auf sich; da fliegen Papiere aus seiner Mappe. Sein Chef gibt ihm einfach auf-und absteigende Probleme. Er ist dabei, das Haus zu verlassen, und plötzlich kommt seine Frau hinter ihm die Treppe runter und sagt: „Nimm den Müll raus, bevor du gehst.“ Ohne zu überlegen dreht er sich um und sagt: „Was stimmt nicht mit dir? Ich, den Müll raus bringen? Siehst du nicht, dass ich einen Termin habe? Ich verliere hier schon Papiere. Ich habe solch einen Druck auf mich lastend!“ Einer fragt jetzt: „Ja, Bruder Paul, was geschah dann? Was brachte ihm die Bekehrung?“ Was die Bekehrung ihm brachte? In dem Moment, wo er sich umdrehte, in dem Augenblick, wo jene Worte anfingen, aus seinem Mund zu kommen, da war es so, als ob jemand ein Messer nahm, und es ihm direkt in sein Herz stach. Und er geht schnell dagegen vor, und sammelt seine Unterlagen. Er entschuldigt sich nicht; er weiß, dass er falsch lag. Jetzt ist er sogar noch wütender; er verlässt die Tür. Er ist unglücklich. Er ist unglücklich! Er steigt ins Auto; er ist bereit, loszufahren. Er kann nicht einmal sein Auto fahren, so unglücklich ist er darüber, was er getan hat. Er geht dagegen an; er schafft es zum Büro. Er muss hineingehen und seine Präsentation zeigen, und schließlich schaut er einfach auf sein Team und sagt: „Schaut, ich bin in einer Minute wieder da.“ Und er geht auf seine Knie: „Oh Gott, vergib mir.“ Als er fertig ist, nimmt er sein Handy, ruft seine Frau an und sagt: „Schatz, es tut mir so leid, was ich getan habe. Vergib mir. Ich kann nicht hineingehen, bis du mir vergibst.“ Meint ihr nicht, dass das gewaltig ist? Meint ihr nicht, dass das übernatürlich ist? Ich sage euch: dass ist es. Etwas ist mit diesem Mann geschehen. Und schrittweise wird es mehr und mehr und mehr hervorkommen. Es wird eine Zeit brauchen. Aber wenn seine Frau runter kommt und zu ihm sagt: „Nimm den Müll raus“, dann wird er sagen: „Ich…ich kann nicht…jetzt.“ Oder: „Okay, werde ich tun.“ Denn er wird nicht länger von seinem Ich verzehrt. Gott hat in seinem Herz gewirkt, versteht ihr das? Genau darüber sprechen wir hier. Deswegen kann ich diese Extreme nicht ausstehen. Dieses eine Extrem, wo man einfach lässig mit der Sünde umgeht: „Yeah, ich bin ein Gläubiger.“ Oder das andere Extrem: „Nun, du hast gesündigt, also bist du verloren.“ Beide sind tödlich. Ihr seht, ihr könnt 1000 Meilen in diese Richtung, oder 1000 Meilen in die andere Richtung gehen, und euch in einer Lüge befinden. Aber in der Wahrheit zu wandeln gleicht einem Spaziergang auf der Rasierklinge. Und auf beiden Seiten gibt es Gräben; und man kann in sie hineinfallen. Vermeidet die Extreme. Wir sind ein verwandeltes Volk. Das können wir sagen.


Wenn ein Christ ein T-Shirt mit der Aufschrift trägt: „VERWANDELT“, dann würde ich ihn als Ketzer bezeichnen, solange er nicht auf dem Rücken trägt: „UND IMMER NOCH AM VERWANDELN“. Grundsätzlich sind wir, unserem Wesen nach, verwandelt. Aber die Ausarbeitung dieser Verwandlung wird ein Leben lang gehen. Lebenslang und ohne Perfektion, bis zur Herrlichkeit. Was sind also eines der Kennzeichen dafür, dass wir wahrlich bekehrt sind?


Nun, lasst es mich so sagen. Jemand erzählt mir: „Ich habe eine neue Beziehung zu Gott.“ Ich stelle ihm diese Frage: „Hast du eine neue Beziehung zur Sünde?“ Denn der Beweis, dass du eine neue Beziehung zu Gott hast, ist, dass du eine neue Beziehung zur Sünde hast. Es gleicht dem Beispiel der Ehe. Ich habe eine neue Beziehung zu ihr. Nun, das heißt also, dass du eine neue Beziehung zu allen anderen Frauen auf diesem Planeten hast, nämlich die Beziehung des „Neins.“ Versteht ihr? Nun lasst uns zum nächsten Test gehen.


In Kapitel 2, Vers 4. Fangen wir in Vers 3 an : „Und daran erkennen wir, dass wir Ihn erkannt haben…“ Nun schaut es euch an. Daran erkenne wir, dass wir Christen sind. „…wenn wir seine Gebote halten.“ Nun, etwas kühner, sagt Johannes weiter: „Wer sagt: „Ich habe Ihn erkannt“, und hält doch seine Gebote nicht, der ist ein Lügner.“ Nun lasst uns einen Augenblick hier stehenbleiben. Wenn ich jedes Mal ein 5-Cent-Stück erhalten würde, wenn einer in den USA zu mir sagt: „Nun, ich weiß, dass ich in der Welt lebe wie der Teufel, u.s.w., aber du weißt nicht, wie es in meinem Herzen aussieht; ich liebe Ihn wirklich, ich kenne Ihn wirklich.“ Was wäre die Antwort darauf? Johannes bietet uns die Antwort.


„Wer sagt: „Ich habe Ihn erkannt“, und hält doch seine Gebote nicht, der ist ein Lügner.“ Und wieder, der Gedanke von „hält“ hier ist: Präsens. Es spricht über eine Lebensweise. Er spricht nicht über eine sündenfreie Perfektion, sondern er spricht über eine neue Beziehung zu den Geboten Gottes. Und jetzt lasst uns einfach zurückgehen.


Hast du eine neue Beziehung zu Gott? Dann hast du eine neue Beziehung zur Sünde, denn du hast eine neue Beziehung zu den Geboten Gottes. Vor der Bekehrung läuft ein Mensch nicht umher und denkt über die Gebote Gottes nach; versucht, den Geboten Gottes zu gehorchen; geknickt, wenn er die Gebote Gottes bricht; bekennt, wenn er die Gebote Gottes bricht. Er hat keinerlei Beziehung zu den Geboten Gottes. Er tut das, was in seinen eigenen Augen recht ist. Wenn er aber wahrlich bekehrt ist, was wird dann geschehen? Der Anfang einer neuen Beziehung zu Gottes Geboten und zu dem Willen Gottes. Er möchte Gottes Willen für sein Leben kennen. Er möchte dem Willen Gottes gehorchen. Er wird um Kraft für den Gehorsam bitten. Er wird die Sünde bekennen, wenn er sich dabei ertappt, den Willen Gottes gebrochen zu haben. Dies ist der Beweis einer wahren Bekehrung. Dass ist es! Findet sich das auch in dir? Findet sich das auch in euch?


Nochmals, wir sprechen hier nicht über einen selbstgerechten Pharisäer. Ganz und gar nicht. Wir sprechen vielmehr über Personen, die am kämpfen sind, und zwar gewaltig. Ihr Kampf aber kommt von der Tatsache, dass sie nun dem Willen Gottes gehorchen wollen. Sie sehnen sich danach, Gottes Willen zu gehorchen. Er ist bedeutsam für sie; bedeutungsvoll und kostbar. Und nun, einige von euch… denn ich kenne die Werke des Teufels; ich weiß, wie er arbeitet. Einige von euch sagen: „Aber, so oft möchte ich die Schrift nicht studieren.“ Das ist genau das, was ihr sagt. „So oft bin ich zu faul; heißt das jetzt, ich bin nicht bekehrt? So oft kann ich nicht auswendig lernen. So oft kann ich die Bibel nicht aufschlagen. Bedeutet das, ich bin nicht bekehrt?“ Ich kann mich euch anschließen in dem Lied, was ihr gesungen habt. Keiner von uns studiert das Wort, wie er sollte. Keiner von uns lernt so auswendig, wie er sollte. Aber hier ist etwas, dass ich weiß: Vor der Bekehrung hat es mich nicht gestört, dass ich faul war hinsichtlich der Frömmigkeit und Hingabe, und dem studieren der Schrift. Nun, auch das tötet mich manchmal. Paul, du bist ein Prediger. Wie kannst du nur jetzt nicht aus dem Bett aufstehen wollen, und studieren? Versteht ihr? Wenn ihr damit kämpft,- und ich weiß, das tut ihr,- wenn ihr damit kämpft, dann sagt mir das auch etwas über euch.


Seht, wenn Menschen wahrlich, radikal verkommen sind, dann ist da keine Eigenschaft, oder ein Verlangen nach Gott in ihnen, abgesehen von dem Werk des Geistes. Und doch sitzt ihr hier und sagt: „Ich habe verlangen, Ihm ähnlicher zu sein. Ich möchte Ihn besser kennen, ich möchte Ihm mehr gehorchen, und es tötet mich, wenn ich nicht genau die Dinge vollbringe, nach denen ich verlange.“ Das sagt mir, dass etwas mit euch geschehen ist. Aber ihr werdet eine neue Beziehung zu Seinem Wort haben. Das werdet ihr.


Hört zu, ihr jungen Leute. Hört mich an. Denn ihr wisst nicht, was ihr meint zu wissen. Und das weiß ich. Denn als ich in eurem Alter war, da wusste ich nicht, was ich meinte zu wissen. Und das weiß ich, denn 30 Jahre von jetzt an,- sollte ich solange leben,- dann werde ich auf diesen heutigen Tag schauen, hier auf der Kanzel stehend, und werde begreifen, dass ich nicht wusste, was ich meinte, jetzt zu wissen. Dies ist Teil des christlichen Lebens. Es wird Prüfungen in eurem Leben geben. Es wird zu Leid kommen. Man wird Wege einschreiten,- tagelang, oder sogar jahrelang,- die man nie hätte einschreiten sollen, und Gott wird all das zulassen, dass es geschehe. Nicht, weil Er euch nicht mag, sondern weil Er euch lieb hat. Er wird all diese Dinge zulassen, dass sie geschehen, sodass nach und nach all euer eigenes Vertrauen, und all eure eigene Weisheit nichtig wird. Versteht ihr das? Und ihr werdet nicht mehr,- so wie Israel es im Buch Richter tat,- tun, was recht ist in euren eigenen Augen. Ihr aber werdet euch bemühen, nach Seinen Geboten zu leben. Nicht anhand dem, was ihr seht, oder was ihr fühlt; nicht einmal anhand dem, was ich denkt. Sondern nur durch: „So spricht der Herr.“ Dies wird zum Leitfaden in eurem Leben, sodass wenn Er sagt: „Bleibt stehen!“, ihr steht. Wenn Er sagt: „Lauft“, dann lauft ihr. Wenn Er sagt: „Geht“, dann geht ihr.


Nun lasst uns weiter zu einem anderen Test gehen. Kapitel 2 Vers 6 : „Wer sagt, dass er in Ihm bleibt, der ist verpflichtet, auch selbst so zu wandeln, wie Jener gewandelt ist.“ Ich habe dies bereits vorgelesen und mir dabei das Aussehen der Gesichter angeschaut; und wenn ich die Gesichter korrekt interpretiere, die diesen Text gehört haben, so war das wohl der letzte Nagel in ihrem Sarg. „Was meinst du denn da? Derjenige, der gerettet ist, wird so wandeln, wie Jener gewandelt ist?“ Wir sprechen hier nicht über Johannes. Wir sprechen nicht einmal über den Apostel Paulus, Wir sprechen über Jesus. Der perfekte Mensch ohne Fehler und Makel. Unbefleckt, sauber. Der immer den Willen des Vaters vollbracht hat. Der Einzige, der in die Herrlichkeit einging, auf Grund Seiner eigenen Gerechtigkeit. Sagst du, um ein Christ zu sein, muss ich so wandeln, wie Er gewandelt ist, sodass es der Beweis dafür ist? Nun, das sagt Johannes. Das ist es, was er deutlich sagt. Er sagt: „Wer sagt, dass er in Ihm bleibt, der ist verpflichtet, auch selbst so zu wandeln, wie Jener gewandelt ist.“ Aber was bedeutet das? Nochmals, wir sprechen nicht über die perfekte Gleichförmigkeit. Wir sprechen über,- Griechisch: „Telos“ – das Ende, Zielsetzung, Absicht, die Ziellinie; darüber sprechen wir hier. Was ist die große Zielsetzung in eurem Leben? Wem wollt ihr gleich sein? Wen bemüht ihr euch, nachzuahmen?


Als ich ein kleiner Junger war, da hatte ich viele Male Angst vor meinem Vater; habe ihn aber immer respektiert. Er war ein großer Mann; er hatte meinen Umfang, meine Größe. Er war aber viel stärker und kantiger. Als ich ein kleiner Junge war, da pflegten wir hinaus zu gehen, um die Pferde zu füttern, besonders im Winter. Als der ganze Schnee und das Eis herunterkam; da gab es kein Wasser für die Pferde, und das Vieh. Und wir gingen hinaus; entweder wir brachen das Eis, oder wir trugen das Wasser in riesigen Kübeln . Und ich kann mich heute noch an meinen Vater erinnern, wie er sich ausstreckte und einen Kübel in diese Hand, und den anderen Kübel in die andere Hand nahm; und wie ich dort stand und ausharrte, und einfach durch den Schnee ging. Und ich wollte immer wie er sein. Er nahm mich da raus, als ich sechs Jahre alt war. Und ich streckte mich und nahm einen Kübel, und ich versuchte, einen anderen Kübel zu greifen. Und dann versuchte ich, meine Füße in seine Fußspuren zu setzen. Und ehrlich gesagt, ich sah aus wie eine betrunkene Spinne. Wenn ihr mich gesehen hättet, dann hättet ihr gelacht. Wenn ihr nicht so nette Menschen gewesen wärt, so hättet ihr mich verspottet, und über mich gescherzt. Aber niemand hätte über eine Sache auch nur einen Zweifel gehabt: dieser kleine Junge wollte wie sein Vater sein. Er stolperte, er fiel, und fiel wieder. Er konnte nicht dieselben großen Schritte machen. Aber es gab keinen Zweifel: er wollte wie jemand sein, und dieser jemand war sein Vater.


Nun, darf ich euch eine Frage stellen? Wem wollt ihr gleich sein?


Und nun, seid besorgt. Denn wir brauchen euch nicht wirklich diese Frage beantworten zu lassen. Wir wissen es bereits. Nicht, weil wir Propheten sind. Nicht, weil wir in eure Herzen schauen können. Wir brauchen nur unsere Augen zu öffnen. Es ist nicht so verborgen, wie ihr meint.


Nun, das sage ich bezüglich euch, bezüglich mir, bezüglich uns allen. Die Person, von der ihr wirklich hofft, genauso zu sein; es ist sehr offenkundig. Es ist sehr offenkundig. Wie die Welt zu sprechen, wie die Welt zu handeln, sich wie die Welt zu kleiden. Man macht alles, was die Welt macht. Man hat dieselben Helden, dieselben Leidenschaften und Wünsche. Das alles sagt jedem, dass ihr die Welt liebt. Ihr liebt die Welt. Oder möchtet ihr sein wie Christus? So viele Dinge werden hinsichtlich der Männlichkeit gelehrt, die dermaßen verkehrt sind. So wie bei einigen von unseren historischen Charakteren. Sogar John Wayne, oder Teddy Rossevelt; oder Forscher, oder diese oder jene Männer. Man sollte sie nicht nachahmen. Solange sie es nicht für die Herrlichkeit Gottes taten, sollte man sie nicht nachahmen. Denn wir sprechen nicht darüber, ein Mann wie John Wayne zu sein, oder Herkules. Wir sprechen darüber, ein Mann wie Jesus Christus zu sein. Wir sprechen ebenfalls davon, eine Frau zu sein, die dieselben Tugenden aufweist wie ihr Herr, und älterer Bruder. Wir sprechen darüber, wie Jesus sein zu wollen. Ist das ein Kennzeichen in eurem Leben? Habt ihr ein Verlangen, wie Jesus zu sein? Und sitzt ihr manchmal alleine da, so wie ich, in der Nacht im Dunkeln und denkt: „An diesem Tag habe ich mehr wie ein Narr gehandelt, als wie Jesus. Ich verhielt mich mehr wie ein Tölpel, als wie Jesus. Ich verhielt mich mehr wie ein arroganter Mensch, wie ein Grieche oder Römer, als wie Jesus.“ Seid in Unterhaltungen gekommen und sagt: „Ich sprach nicht so, wie Jesus dort wohl gesprochen hätte.“ Wollt ihr und habt ihr ein Verlangen, wie Jesus zu sein? Denn das Wollen, wie Christus zu sein, ist stets gefiltert durch irgendeine Kultur, oder Subkultur, in der wir leben. Könnte ein Mann sein, der mit Badesandalen herumläuft und mit „Was-würde-Jesus-tun“Armbänder, und sagt: „Man, ich bin ein wilder Mensch, so wie Jesus ein wilder Mann war.“ Nein, du bist wie deine Kultur; genau dem entsprichst du. Oder Leute, die sich so kleiden, als würden wir noch zu Zeiten von „Stolz und Vorurteil“ leben. Sie sagen: „Ich sehe so aus wie Jesus.“ Nein, es tut mir leid, aber sie trugen nicht jene Kleidung, als Jesus lebte. Wir sprechen nicht über diese Art der Dinge. Wir sprechen darüber, wer wir wirklich sind! Was wir wirklich tun! Wie wir wirklich denken! Versteht ihr das? Sehr wichtig.


Nun lasst uns zum letzten Test gehen, und wir schließen dann. Vers 7: „Brüder, ich schreibe euch nicht ein neues Gebot, sondern ein altes Gebot, das ihr von Anfang an hattet; das alte Gebot ist das Wort, das ihr von Anfang an gehört habt. Und doch schreibe ich euch ein neues Gebot, was wahr ist in Ihm und in euch; denn die Finsternis vergeht, und das wahre Licht scheint schon.“ Nun, wenn ihr bereits in unserem Bibel Studium am Mittwoch Abend wart,


dann wisst ihr, dass dies einer meiner Lieblingsverse in der ganzen Bibel ist. Wieso? Ich finde ihn einfach faszinierend, Denn Johannes sagt hier: „Ich schreibe euch nicht neues Gebot.“ Und dann dreht er sich herum und sagt: „Ich schreibe euch ein neues Gebot.“ Und man möchte ihn dabei anschauen und sagen: „Johannes, was ist es denn nun? Entweder schreibst du ein altes Gebot, oder doch ein neues Gebot.“ Er sagt: „Nein, ich schreibe beide.“ Was meint er hier? Und wenn ihr über diesen Text nachsinnen möchtet, oder einen Blick darauf werft… Denn ich kann es nicht sehr gut erklären. Nicht einmal, was darüber in meinem eigenen Herzen vor sich geht. Er schreibt das Gebot der Liebe; es ist ein altes Gebot. Es war von von Anfang an da. Es war immer da. Das Kennzeichen von jemanden, der Gott kennt, ist Liebe. Es ist ein altes Gebot. Aber es ist ein neues Gebot; in wie fern? Als Jesus kam, da offenbarte Er uns solch einen hohen Ausdruck der Liebe. Es ist so, als ob man vorher nie von Liebe gesprochen hätte. Er nahm sie auf solch eine hohe Ebene, sodass es schien, als wäre es ein ganz neues Gebot. Und Er tat es. Er tat es. Und mit was macht er nun hier weiter? Er schreibt,- und ich liebe es,- : „Und doch schreibe ich euch ein neues Gebot, was wahr ist in Ihm und in euch.“ Johannes, ist es wahr in mir? Wie? Er schreibt: „…denn die Finsternis vergeht, und das wahre Licht scheint schon.“ Die Finsternis vergeht, und das wahre Licht scheint schon. Und was bedeutet das? Es hat viel zu tun mit der Offenbarung. Aber es hat auch mit der Heiligung zu tun. Die alten Dinge vergehen. In einem Sinn sind sie alle vergangen. Ihr lebt in einem vollkommen anderen Gefilde, und in einer ganz anderen Sphäre. (siehe 2. Korinther 5) Aber die Umsetzung davon, während ihr mit dem Herrn geht,- wird Er treu sein. Er wird treu sein, „was“ zu tun? Dafür zu sorgen, dass mehr und mehr Finsternis vergeht, und mehr Licht scheint. Und wie werdet ihr wissen, wenn das geschieht? Eines der Hauptgewohnheiten, wie ihr es wissen könnt, ist, wie ihr andere Menschen lieben werdet. Auf jeden Fall wie ihr lernt, oder dabei seid zu lernen, andere Menschen zu lieben.


Die eine Sache, die ich am meisten… Die eine Sache, die ich im neuen Licht sehe, wie ich sie nie zuvor gesehen habe,- selbst wenn ich mit meinem Mund das Richtige darüber hätte sagen können,- war im Neuen Bund: Die Liebe ist alles. Ich weiß immer noch nicht, was ich da sage, wenn ich dies ausspreche. Es ist wirklich war. Dass wenn ihr den Herrn, euren Gott, mit eurem ganzen Herzen, Seele Verstand und Kraft liebt, und ihr euren Nächsten wie euch selbst liebt, dann werdet ihr das Gesetz Gottes erfüllen. Und der größte Ausdruck biblischer Reife ist Liebe. Es ist wirklich so.


Also, ein Mensch kann durch Urwälder laufen, von Feinden verfolgt werden; ein Mensch kann alles, was er besitzt, viele Male geben; ein Mensch kann sich selbst auslaugen, aber wenn er keine Liebe hat, so hat er gar nichts; er tut gar nichts, noch erfüllt etwas.


Was ist eines der größten Kennzeichen dafür, das du ein Gläubiger bist? Dass du liebst. Und somit wisst ihr, wie wichtig das ist; ihr kennt die Warnung, die Jesus uns gab hinsichtlich des Gerichts an die Nationen, von den Schafen und Böcken; es wird eine Trennung geben. Die Menschen missverstehen diese Passage; sie lesen diese Stelle und sagen: „Diese Passage beweist, dass wir den Hungrigen zu essen geben müssen, und Kleidung an die Armen, und Leute im Gefängnis besuchen und dort Dienst tätigen müssen.“ Das bedeutet dieser Vers ganz und gar nicht. Das will die Passage überhaupt nicht sagen.


Nun, wir sollten den Armen zu essen geben; wir sollten Dienste im Gefängnis tätigen, und all die anderen Dinge, aber davon spricht der Text überhaupt nicht. Ihr seht, wie man einen Text zitieren kann, und ihn einfach vollkommen aus dem Zusammenhang reißt. Jesus sagt nicht: „Ich war ein Mörder im Gefängnis, und ihr habt mich besucht.“ Das sagt er hier nicht. Was sagt Er? Die ganze Sache ist die Umsetzung der Liebe für andere Christen. Darum geht es bei der ganzen Sache.


Ihr fragt: „Was meinst du damit?“ Lasst mich euch eine Illustration geben: Wir treffen uns in einem Wald außerhalb Roms. Wir sind eine kriminelle Religion. Wir sind Christen. Das Treffen löst sich ca. 23 Uhr auf, und wir alle kennen verschiedene Wege, die zurück in die Stadt führen. Ihr kommt Heim, legt euch ins Bett. Um ca. 4 Uhr morgens hämmert jemand gegen eure Tür. Ihr öffnet die Tür; es ist einer von den Gläubigen und spricht, ihr müsst zurück in den Wald kommen. Also zieht ihr euch an und nehmt euren Pfad auf zurück in den Wald. Es gibt dort ein Treffen mit allen Gläubigen. Was war geschehen? Einer der Ältesten steht auf und sagt: „Zwei unserer Männer wurden auf dem Weg nach Hause von Soldaten geschnappt. Bei ihnen wurden einige Schriften gefunden. Sie wurden hereingelegt und befinden sich nun im Gefängnis. Sie wurden geschlagen und ins Gefängnis geworfen.“


Nun, einige Gefängnisse in der Welt, ihr wisst es vielleicht, wenn jemand von draußen euch keine Medizin, Kleidung oder Speise bringt, dann werdet ihr sterben. Und so sprachen sie: „Wir müssen etwas tun.“ Und zwei junge Gläubige springen sofort voller Eifer auf. Wie einige von euch College-Jungs, einfach voller Eifer: „Wir werden ihnen Kleidung und Medizin bringen. Wir machen das.“


Und dann steht ein älterer Herr wie ich auf und sagt: „Wundervoll! Setzt euch eine Sekunde hin, denn ihr wisst nicht, was ihr da sagt. Seht, wenn ihr geht und die Medizin, die Kleidung, und all die anderen Dinge mitnehmt, und ihr bringt es zum Gefängnis, dann werden sie wissen, dass auch ihr Gläubige seid. Und wenn sie das wissen, und sie sind nicht gerade in bester Laune, dann werden sie euch schlagen, entkleiden und ins Gefängnis werfen. Wisst ihr, was ihr da sagt, wenn ihr ruft: „Ich werde gehen?““


Dann springt eine andere Gruppe irgendwo in der Gemeinde auf; eine Gruppe von Leuten, die sagen: „Das ist einfach nur dumm! Es ist lächerlich! Wir haben genug davon! Wir glauben auch an Jesus. Wir sehen aber, dass diese Gemeinde immer radikaler und radikaler wird. Und wir haben es satt! Wir denken, dass ihr Leute verrückt seid. Wir wurden nie dazu aufgerufen, diese Dinge zu tun. Sie wurden geschnappt – ihr Problem! Gott weiß, was Er tut. Wir sind hiermit draußen!“ Und sie gehen. Und was habt ihr hier gesehen?


Die Teilung der Schafe und der Böcke. Vor dem Tag des Jüngsten Gerichts. Und dann stehen zwei ältere Männer auf und sagen: „Schaut, wir haben unsere Kinder aufgezogen. Ihr jungen Leute, setzt euch hin. Wir möchten nicht, dass ihr geht. Wir haben eine Familie gegründet, unsere Kinder sind erwachsen. Gebt uns die Sachen.“ Und so laufen alle Leute zurück in ihre Häuser. Sie sind arm; sie sind Sklaven. Sie besorgen Medizin, sie kaufen ein. Sie tun, was sie nur können. Sie opfern alles. Sie treffen sich erneut im Wald, und die zwei älteren Herren nehmen die Speise und die Kleidung, und die Medizin. Sie sorgen für die Geschwister im Gefängnis. Das ist es, worüber Jesus spricht.


Im Grunde sagt Er dies: Eines der größten,- wenn nicht der größte Beweis überhaupt,- dass ihr an Ihn glaubt, und dass ihr Ihn als Herrn beansprucht, ist, dass ihr die Geschwister liebt. Ihr liebt die Geschwister.


Nun, ich weiß, dass es Menschen in dieser Gemeinde gibt… So viele liebe Brüder und Schwestern in Christus, die bekehrt sind, die das tun würden. Das weiß ich, und das ist wundervoll.


Und was ich jetzt sagen werde, jedoch an die Gemeinde, soll dies in keinerlei Weise herabwürdigen. Ich weiß, dass ihr das tun würdet. Aber Gemeinde, denkt daran: wir haben Brüder und Schwestern in Christus im Gefängnis. Wir haben Brüder und Schwestern in Christus, die in Not sind. Und vielleicht,- als ein Leib,- sollten wir dem mehr Aufmerksamkeit schenken, findet ihr nicht? Ich weiß, dass hier Menschen sind, die alles, was sie besitzen, geben würden, um Brüder und Schwestern in Christus zu helfen. Ich weiß, dass ihr das tun würdet. Aber so wie ich, genauso wie ich: wir vergessen oft, nicht wahr? Wie viele unserer Brüder und Schwestern in Christus leiden, und sind in Not? Wir sollten das die ganze Zeit vor uns halten. Wie können wir helfen? Wie können wir helfen? Was können wir tun?


Jemand sagte mir vor langer Zeit: „Du lebst in den USA, du musst nicht ohne gehen. Dann kann ich entscheiden.“ Unseren Brüdern und Schwestern in Christus zuliebe, lasst uns einfach darüber nachdenken.