„Jedem Einwand gegen die Weiterführung unseres gegenwärtigen Goldkalb-Christentums begegnet man mit der triumphalen Antwort: „Aber wir gewinnen sie doch!“ Und wohin gewinnen wir sie? Gewinnen wir sie dazu, wahre Jünger zu sein? Zum Kreuz-tragen? Zur Selbstverleugnung? Zur Absonderung von der Welt? Zur Kreuzigung des Fleisches? Zu heiligem Leben? Zu einem edlen Charakter? Zur Verachtung der Schätze dieser Welt? Zur strengen Selbstdisziplin? Zu einer Liebe für Gott? Zu einer totalen Hingabe an Christus? Natürlich ist die Antwort auf alle diesen Fragen Nein.” – A.W. Tozer

Der schwache und schlaffe Christ
Kategorie: Video

Titel: Der schwache und schlaffe Christ
Sprecher: Tim Conway
Datum: 00.00.2014
Dauer: 1:04:03 Min.
hinzugefügt: 05.09.2014
Auflösung: 854 x 480
Sprache(n):
Dateigröße: 346.56 MB

Hebräer Kapitel 12. Bevor wir dort lesen, lasst uns den Herrn um Hilfe bitten.
Vater, wir kommen wieder zu Dir; wir wissen, dass dies Dein Wort ist; wir wissen, dass uns genau von die-
sem Buch gesagt wurde, dass es lebt. Etwas, dass lebt, besitzt Leben; es hat Bewegung; dort findet sich Energie; dort
liegt die Kraft; das Leben. Oh, wir sehnen uns nach dem Leben und dem Wort; und jene Worte sind das Leben,
und diese Bibel ist das lebendige Wort, und wir wissen, dass es scharf ist; es ist wie ein Schwert, das schneidet und
trennt. Genau das möchten wir. Schneide, trenne, und hauche durch das Wort Leben in uns. Möge es nicht träge
sein; möge es nicht nutzlos sein. Herr, wir bitten darum, dass die vor uns liegende Stunde wahrlich nutzbringend
sein kann. Sprich einfach, Herr. Sprich, oh Herr! Wir bitten in Christi Namen, Amen.
Hebräer Kapitel 12. Ich weiß, dass es schon eine Weile her ist, seitdem wir dort waren, und dass es ziem-
lich den Ablauf unterbrechen kann. Also lasst uns vielmehr einen längeren Abschnitt aus der Schrift hier lesen.
Hebräer 12. Ihr erinnert euch, dass wir zuvor aus dem Glaubens-Kapitel gekommen sind. Hebräer 12:1 : „Da wir
nun eine solche Wolke von Zeugen um uns haben...“ (jene Zeugen aus Hebräer 11) „..., so lasst uns jede Last able-
gen und die Sünde, die uns so leicht umstrickt, und lasst uns mit Ausdauer laufen...“ (das ist hier der Gedanke:
lasst uns laufen) „...und lasst uns mit Ausdauer laufen in dem Kampf, der vor uns liegt.“ Laufen. Nicht im Leerlauf
fahren. Nicht schlendern. Nicht dahintreiben, sondern laufen. Nicht spazieren. Nicht schlafen. Schaut auf Jesus!
Eure Augen müssen auf etwas gerichtet sein. Erinnert euch: im letzten Kapitel ging es um den Glauben. Glaube
ist, wenn man auf Christus schaut; Glaube verbindet uns mit Christus. Wir vertrauen Ihm. Wir vertrauen in dem,
was Er vollbracht hat. Wir vertrauen in dem, wer Er ist. In diesem Werk vertrauen wir. Sein vollkommenes Leben;
unbefleckt. Das Kreuz. „...den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor Ihm liegenden Freude wil-
len das Kreuz erduldete...“ So wie Er motiviert war, so sollten auch wir es sein. Da liegt eine Freude vor uns. Noch
ein paar aufgehende Sonnen, bestenfalls. Denkt darüber nach, der Tag wird kommen, wenn wir nacheinander
weggehen werden; einer nach dem anderen geht in die Herrlichkeit ein. Denkt an diesen Bräutigam, der für uns
über Berge und Hügel springt. Ich denke da an Sein Gebet, bevor Er diese Welt verließ: „Ich will, dass sie bei Mir
seien mögen, wo Ich bin.“ (siehe Johannes 17:24) Er will das. Könnt ihr euch das vorstellen? Er durchbricht die
Wolken; Er springt sozusagen über Berge, weil ihr dort seid! Sein Herz ist auf euch gerichtet. Und genau das wird
uns einer nach dem anderen passieren. Der Tag wird kommen, wo wir anfangen, zurückzugehen; wir werden
beginnen, nach Hause zu gehen! Diese Freude, die vor uns liegt. Er hatte eine Freude, die vor Ihm lag. Er ertrug
das kreuz. Er ertrug die Leiden, wegen dieser Freude; Er achtete die Schande für nichts. Er sitzt zur Rechten am
Throne Gottes. „Achtet doch auf Ihn, der solchen Widerspruch von den Sündern gegen sich erduldet hat, damit
ihr nicht müde werdet und den Mut verliert!“ Warum? Weil sie dasselbe durchgemacht haben: feindselige Sünder
taten ihnen diverse Dinge an. „...im Kampf gegen die Sünde habt ihr noch nicht bis aufs Blut widerstanden.“ Der
Schreiber scheint hier sagen zu wollen, dass „Kampf gegen die Sünde“ nicht zu sündigen heißt, wenn feindselige
Sünder gegen sie aufkommen. Antwortet nicht auf sündige Weise. Ihr habt noch nicht bis dahin widerstanden, wo
sie euch in der Tat hinrichten ließen. Es gibt mehr zu widerstehen. Da liegt mehr Leiden vor uns. Ihr befindet euch
nur auf dem halben Weg in diesem Rennen! Das sind wir. Ihr seid noch nicht bis zum Ende angekommen. „...und
habt ihr das Trostwort vergessen, das zu euch als zu Söhnen spricht?“ Und hier liegt das Problem. Deswegen fallen
einige Menschen aus. Deswegen werden Leute entmutigt, weil sie etwas vergessen. Unsere Gemüter müssen aktiv
sein; denn auf diese Weise bleiben wir gesund in dem Rennen. „...habt ihr das Trostwort vergessen, das zu euch als
zu Söhnen spricht: Mein Sohn, achte nicht gering die Züchtigung des Herrn, und verzage nicht, wenn du von Ihm
zurechtgewiesen wirst! Denn wen der Herr lieb hat, den züchtigt Er; und Er schlägt jeden Sohn, den Er annimmt.“
Wegen der Züchtigung müsst ihr durchhalten. Gott behandelt euch wie Söhne. Denn welcher Sohn ist hier, den
sein Vater nicht züchtigt? Wenn ihr ohne Züchtigung überlassen werdet, (so wie ihr alle quasi zuvor gelebt habt)
dann seid ihr uneheliche Kinder und keine Söhne. Außerdem, wir hatten leibliche Väter, die uns gezüchtigt haben,
und wir haben sie respektiert. Sollten wir also demnach nicht weit mehr abhängig vom geistlichen Vater sein,
und leben? Denn jene „...unsere leiblichen Väter haben uns für wenige Tage gezüchtigt, so wie es ihnen richtig
erschien; Gott aber zu unserem Besten.“ Das bedeutet nicht, dass unsere leiblichen Väter es nicht taten; aber nicht
alle tun es, und nicht alle die ganze Zeit. Aber unser himmlischer Vater tut es die ganze Zeit zu unserem Besten,
damit wir Seiner Heiligkeit teilhaftig werden. „Alle Züchtigung aber scheint uns für den Augenblick nicht zur
Freude, sondern zur Traurigkeit zu dienen; danach aber gibt sie eine friedsame Frucht der Gerechtigkeit denen,
die durch sie geübt sind.“ Wir befinden uns in der Ausbildung. Ihr werdet nicht einfach gerettet, und spaziert dann
mühelos bis zum Ende. Ihr werdet gerettet, und jetzt beginnt die Ausbildungszeit. Darum geht es in diesem Leben.
„Darum richtet wieder auf die schlaff gewordenen Hände und die erlahmten Knie.“
Übrigens, der Titel dieser Predigt ist: „Der schlaffe Christ“ (hergeleitet aus dem Vers 12). „Darum rich-
tet wieder auf die schlaff gewordenen Hände und die erlahmten Knie, und macht gerade Bahnen für eure Füße,
damit das Lahme nicht vom Weg abkommt, sondern vielmehr geheilt wird! Jagt nach dem Frieden mit jedermann
und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird! Und achtet darauf, dass nicht jemand die Gnade
Gottes versäumt, dass nicht etwa eine bittere Wurzel aufwächst und Unheil anrichtet und viele durch diese befleckt
werden, dass nicht jemand ein Unzüchtiger oder ein gottloser Mensch sei wie Esau, der um einer Speise willen sein
Erstgeburtsrecht verkaufte. Denn ihr wisst, dass er nachher verworfen wurde, als er den Segen erben wollte, denn
obgleich er ihn unter Tränen suchte, fand er keinen Raum zur Buße.“
Okay, springen wir zurück zu Vers 12. Dort ist meine Überschrift: Der schlaffe Christ. Die ESV (English
Standard Version) schreibt „drooping“ (schlaffen), aber wenn wir das wörtlich im Griechischen betrachten, so
ist da nur ein Verb, und es steht am Ende. Wörtlich steht da: „Die schwachen, herabhängenden Hände und die
schwachen, gelähmten Knie macht gerade.“ Macht sie gerade! Ich denke nicht, dass es für uns schwer ist zu erken-
nen, dass der Autor hier ein Bild für uns zeichnet, wenn es um die geistlichen Dinge und ums christliche Leben
geht,- wisst ihr, worum es hier geht? Weg vom abschlaffen, oder wenn ihr nicht abschlafft. Ihr wisst schon, wie
es ausschaut, wenn jemand abschlafft, wenn jemand entmutigt ist, wenn jemand seinen Kopf hängen lässt, im
Vergleich zu...wem? Zu jemandem, dessen Gesicht erleuchtet ist, und der dynamisch ist. Der Gedanke hier ist
Folgender: „Werdet wieder ermutigt!“ Das ist der Gedanke. Das ist eine Verantwortung. Übrigens ist das hier ein
Imperativ; demnach ist es ein Gebot. Der Autor sagt zu den Christen: „Ihr habt...“ (nun denkt darüber nach) „...
eine Verantwortung, dieses Rennen ermutigt zu laufen.“ Jemand mag jetzt denken: „Ja, wenn ich selber entmutigt
bin, wie soll ich da einfach jemanden sagen, er solle ermutigt sein?“ Wenn jetzt jemand hier rein kommen würde
(also niedergeschlagene Leute), würde es etwas bringen, zu ihm zu gehen und zu sagen: „Sei nicht niedergeschla-
gen“? Nein. Auf diese Weise agiert die Schrift nicht. Erinnert ihr euch, wie der Schreiber sagte: „Habt ihr verges-
sen“? Im Geist muss das Bewusstsein da sein, dass wir eine Verantwortung haben, darüber nachzudenken, um
nicht entmutigt zu werden. Wir werden gleich einen genaueren Blick darauf werfen.
Es steht alles in diesem Buch. Ist es es nicht ein Buch, indem es darum geht, NICHT entmutigt und
NICHT bedrückt oder niedergeschlagen zu sein, und in diesem Rennen NICHT aufzugeben? Ich habe heute
Morgen einfach diese Verse betrachtet: Hebräer 3:6 : „Wir sind Sein Haus, wenn wir die Zuversicht festhalten.“ Ein
zuversichtliches Volk. Hebräer 6:18 : „Wir, die wir unsere Zuflucht dazu genommen haben, eine starke Ermutigung
haben, die dargebotene Hoffnung zu ergreifen.“ Dort ist dieser Gedanke der Zuversicht; dieser Gedanke der Er-
mutigung; an der Sache festzuhalten; weiterzumachen. In Hebräer 10:19 kommt es wiederholt vor: „Da wir nun,
ihr Brüder, Zuversicht haben.“ Das meint der Schreiber, wenn er dies sagt. Seid zuversichtlich. Seid ein mutiges
Volk, während ihr dieses Rennen lauft.
Hebräer 10:25, wir sollen unsere eigenen Versammlungen nicht verlassen, wie es einige zu tun pflegen,
sondern einander ermutigen. Ermutigung. Deswegen kommen wir zusammen. Wir müssen uns gegenseitig er-
mutigen. Wir müssen Menschen dazu bringen, dieses Rennen mit Elan zu laufen, dass sie es mutig laufen, dass sie
es mit Zuversicht laufen. Hebräer 10:35 „So werft nun eure Zuversicht nicht weg.“ Darum geht es in diesem Brief.
In diesem Brief geht es darum, dass die Menschen mit Zuversicht laufen. Wisst ihr, weshalb? Denn wenn ihr eure
Zuversicht verliert, oder euren Mut, so seid ihr in ernster Gefahr. Wir empfinden nicht immer den Grad, wo die
Gefahr ist. Wisst ihr, was in Hebräer 12:12 gesagt wird? Hebt eure Schultern! Richtet eure Hände auf. Bewegt eure
Arme. Beugt eure Knie. Seid wiederbelebt und lauft.
Beachtet Vers 13: „Macht gerade Bahnen für eure Füße.“ Nun, erinnert euch in Vers 1: „...lasst uns mit
Ausdauer laufen in diesem Rennen, das vor uns liegt.“ Hier in Vers 13 haben wir es wieder; es ist ein Gebot. Es ist
ein Auftrag von Gott; ein Imperativ: Macht eure Füße gerade!! Warum? Denn wenn die Füße nicht gerade sind,
was geschieht dann? Ihr entfernt euch vom Pfad. Darum geht es hier. Ihr weicht vom Pfad ab. Erinnert ihr euch,
wie dieses Buch anfängt? (siehe Hebräer 2:1) Wir müssen mehr auf diese Dinge achten, damit nicht etwa „was“
passiert? Dass ihr etwa abgleitet! Was geschieht, wenn ihr abgleitet? Die Füße sind nicht gerade. So gleitet man ab.
Eure Füße gleiten nicht vom Weg ab, wenn eure Füße gerade auf dem Pfad stehen. Ihr weicht vom Pfad ab, wenn
eure Füße nicht gerade sind. Ihr seht, dass ist hier die Gefahr: dass Leute erschöpft werden, und die Füße beginnen
sich zu wenden.
Wisst ihr, es erinnert mich an „Die Pilgerreise“. Habt ihr schon mal diesen Teil gehört? Ich höre oftmals
die ungekürzte Version, wenn ich alleine fahre. Aus welchem Grund auch immer, die Damen in meiner Familie
mögen diese Version nicht, aber ich mag die ungekürzte Fassung. Ich schätze, sie mögen das Altenglisch nicht.
Ich höre es mir an, wenn ich hoch nach Austin fahre. Hört euch das an. Erinnert ihr euch, als Christ durch die
Pforte ging, und da war ein Mann drinnen, mit dem Namen Gutwillig? Hier ist ein Teil ihrer Unterhaltung, die
sie führten: „Schau nach vorn; siehst du diesen schmalen Pfad? Das ist der Weg, den du gehen musst. Er wurde
angelegt von den Erzvätern, Propheten, Christus und Seine Apostel, und er ist so gerade wie mit einer Schnur
gezogen. Dort entlang musst du gehen. „Aber“, sagte Christ, „gibt es dort auch keine Biegungen oder Windungen,
auf denen ein Fremder sich verirren könnte?“ Gutwillig sprach: „Doch, viele Wege zweigen von diesem Pfad ab,
und sie sind krumm und breit. Daran kannst du den richtigen und den falschen unterscheiden: Der richtige ist
schmal und geht immer schnurstracks geradeaus.“ Wisst ihr was? John Bunyan war sehr scharfsinnig. Durch die
ganze Geschichte hindurch findet ihr Leute, die über Mauern springen, Leute, die andere Wege benutzen, Leute,
die abschweifen. Selbst zeitweilig Christ, persönlich, verließ den Weg, aber Gott hat ihn gnädigerweise wieder
zurückgeführt. Es ist ein Kampf, die Füße gerade zu behalten! Und Menschen kommen um. Und wenn wir das
wirklich verstehen würden, so müssten uns diese Verse zum zittern bringen.
Beachtet die letzte Hälfte von Vers 13. Ich meine, ihr müsst vorsichtig darauf achten: „...macht gerade
Bahnen für eure Füße, DAMIT das Lahme nicht vom Weg abkommt, sondern vielmehr geheilt wird.“ Da ist ein
Läufer in einem Rennen für das ewige Leben. Er ist geistlich lahm. Etwas stimmt nicht. Da gibt es ein Problem. Mit
den Füßen stimmt was nicht. Nun schaut, an diesem Punkt ist die Lähmung zwar nicht tödlich, aber sie befinden
sich in Gefahr. Eines von zwei Dingen kann geschehen (ihr seht sie hier, richtig?) : die Heilung,- das ist eine Op-
tion,- oder man ist vollkommen ausgerenkt; und wenn das passiert, ist es um euch geschehen. Das ist verhängnis-
volles, geistliches Reden. Der Schreiber redet hier nicht über einen Zustand, in dem ihr zurückkommt. Jemand
meint: „Nun, woher weißt du das denn?“ Durch das, was folgt. Durch den Kontext hier. Heilung, oder man wird
ausgerenkt. Wir sollten zittern, aber ich weiß, dass wir das nicht tun. Ich meine, die Bibel behandelt hier die ern-
sthaftesten, tödlichsten Probleme des ganzen Lebens. Vom Anfang dieses Buches, bis hin zum Schluss, geht es nur
darum, nicht von Christus abzuweichen. Wir wissen, wie das ist. Da habt ihr jemanden, der noch in der Gemeinde
ist, und noch nicht ausgerenkt ist, aber da ist eine Lähmung. Ist das nicht ein verräterisches Zeichen? Wir erken-
nen, dass ihre Füße nicht gerade sind. Was meinst du mit „nicht gerade“? Dieser Pfad schaut zu Christus; das ist
die gerade Bahn. Sie ist gerade; sie ist schmal; und wir sehen, dass sie zur Gemeinde kommen, sie singen die Lie-
der, und sie sind da. Aber wenn man mit ihnen redet, so findet man nun eine Distraktion. Irgendeine Weltlichkeit
hat sich eingeschlichen. Ihre Füße beginnen sich zu wenden; nicht mehr gerade zu sein. Und es mag durchaus sein,
dass sie dieses Rennen eine Weile liefen, und sie sind ermattet, sie sind erschöpft; sie sind niedergeschlagen; sie
empfinden so, dass sie eine Pause benötigen. Oh, passiert so etwas nicht? Wir rechtfertigen das. „Ich bin so hart
gelaufen; ich habe dieses getan, ich habe jenes getan. Jetzt brauche ich einfach eine kleine Pause.“ Aber ich sage
euch was: wenn eure kleine Pause die Füße krumm macht, so seid ihr auf dem halben Weg, ausgerenkt zu werden,
und das ist verheerend. Wir sollten vor solchen Dingen zittern. Wir sehen solche Leute. Ihr Leidenschaft für Chris-
tus lässt nach. Die erste Liebe schwindet. Das geistliche Adrenalin ist niedrig. Ihr seht diese Personen, wie sie an
einen Punkt kommen, wo Christus ihre Seelen nicht mehr durchdringt. Warum nicht? Denn wenn ihr mit ihnen
redet, so möchten sie darüber nicht sprechen. Geistliche Dinge stehen bei ihnen nicht an erster Stelle, und sind
nicht am Wichtigsten. Sie stehen nicht im Vordergrund ihrer Gedanken, wenn man mit ihnen redet. Es dreht sich
um die Welt! Ihr bemerkt es. Diese Person war nicht immer so. Was ist es also? Es sind die Füße, und sie kommen
ab. Sie gehen hier falsch. Die Hand ist immer noch am Pflug, aber sie blicken schon in andere Richtungen. Es ist
sehr gefährlich, und wenn nicht eine besondere Veränderung geschieht, so renkt sich alles aus, und es ist um sie
geschehen. Wisst ihr, warum wir nicht zittern? Weil wir meinen, dass es uns nicht treffen wird.
Und doch haben wir hier Bunyan; er schreibt dieses Buch („Die Pilgerreise) und zeigt dabei eine Person
nach der anderen, die abfällt; sie gehen zurück, oder sie tun dieses und jenes. Es sind die Wenigen, die es in diesem
Buch bis zum Ende schaffen. Warum? Weil er die Realität kannte. Er wusste, was die Schrift sagte. Er wusste, wie
viele es schließlich schaffen. Er kannte Jesu eigene Worte.
Schaut, der Ernst davon ist genau hier im Kontext zu finden. Lasst eure Augen zurück zu diesem Text
gehen. Schaut euch Vers 14 an: „Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung“,- wie geht es weiter?
„...ohne die niemand den Herrn sehen wird!“ Seht ihr, was der Gedanke des Schreibers ist? Seine Denkweise ist:
„Ihr werdet es nicht zum Herrn schaffen!“ Lest einfach weiter: „Und achtet darauf, dass nicht jemand die Gnade
Gottes versäumt.“ Möchtet ihr wissen, was er im Sinn hat, wenn er davon redet, wenn die Sache aus den Fugen
gerät? Dass ihr es nicht schaffen werdet! Ihr bekommt nicht die Gnade Gottes! Das ist die ganze Thematik, worum
es in diesem Buch geht. Den Rest zu erreichen. Dazu zu kommen, den Lauf zu beenden. Dass man so sei wie die
Männer und Frauen aus Hebräer 11. Am Glauben fest haften zu bleiben. Schauen. Durchhalten. Weitermachen.
Lest einfach weiter: „...dass nicht etwa eine bittere Wurzel aufwächst und Unheil anrichtet.“ Der Schreiber
spricht hier nicht über ein Problem, dass einfach kurz und vergänglich ist, sondern es ist das endgültige Prob-
lem. Es ist das äußerste Problem. „...und viele durch sie befleckt werden.“ Er schreibt hier über eine Befleckung
der vollkommenen Verderbtheit. Schaut, was danach folgt: „...dass nicht jemand ein Unzüchtiger oder ein got-
tloser Mensch sei wie Esau, der sein Erstgeburtsrecht verkaufte.“ Männer und Frauen, die ihr Erstgeburtsrecht
verkaufen... Und was passiert dabei? Die Füße sind nicht gerade. Die Füße entfernen sich! Wisst ihr was geschieht,
wenn die ganze Sache vollkommen auseinanderbricht? Sie verkaufen ihr Geburtsrecht. Sie tauschen es ein. Das ist
es, was wir hier sehen. Für eine einfache Speise. „Denn ihr wisst, dass er nachher verworfen wurde, als er den Se-
gen erben wollte.“ Darum geht es hier. Dass man frei und ungebunden mit dem Christsein spielt, und man verliert
es einfach.
Wisst ihr, die Sache ist... ich meine, schaut auf Esau hier: Er war hungrig. Darum ging es nur. Er war hun-
grig. Er hatte einfach nur ein alltägliches Verlangen. Seht ihr, der Grund, weshalb einige von uns meinen, dass
wir nicht vom Glauben abfallen werden, liegt darin, dass wir uns vorstellen, es wäre so, als wenn man vor der
ganzen Gemeinde stehen würde und sagt: „Ich verwerfe Jesus Christus“, und dann geht man einfach zurück in
die Welt. Oder man würde irgendeinen Kult beitreten, oder Satan anbeten und Bibeln zerreißen... Ihr seht, es ist
nichts so Drastisches. Hier ist einfach ein Mann, der sich gewöhnlichen Begierden des Lebens hergegeben hatte; er
verkaufte sein Geburtsrecht. Erkennt ihr, was das bedeutet? Er hatte jede Möglichkeit, Abraham, Isaak und Esau zu
sein. Aber so wollen wir heute nicht reden. Wisst ihr, wieso? Weil er sein Geburtsrecht verkaufte. Für was? Für eine
einzelnen Mahlzeit. Wisst ihr was? Der Glaubensabfall,- aufgrund dieses Textes,- erscheint unschwer zu sein. Es ist
einfach simple. Man wird im christlichen Leben einfach entmutigt und sagt: „Ich möchte eine Pause machen. Ich
möchte einfach meinen gewöhnlichen Begierden nachgeben. Einfach eine Pause machen.“ Aber bevor ihr euch
verseht, gibt es kein Zurück mehr. Er ist verworfen.
Ich meine, es fügt sich einfach alles zusammen. Es ist hier ein endgültiger Verlust. Die Menschen erliegen.
Das ist es, was den Menschen passiert. Es ist einfach leicht. Und wisst ihr was? Er weinte und rief unter Tränen,
aber er fand keinen Raum zur Buße. Ich meine, wenn ihr zurückschaut und die Geschichte betrachtet,- er war vor
Gott nicht zerbrochen. Er wollte den Segen, deswegen weinte er und rief unter Tränen. Und wisst ihr, wen er be-
schuldigte? Er gab sich nicht selber die Schuld. Wisst ihr, wen er beschuldigte? Jakob. Da war keine Zerknirschung.
Da war keine Demut. Bei der Buße geht es nur darum, ein gebrochenes Herz zu haben wegen der Sünde. Wisst
ihr, was Leuten passiert? Sie kommen an einen Punkt, wo sie erschöpft sind; sie schlaffen ab, und sie empfinden
eine Rechtfertigung darin, sich mit ein wenig Weltlichkeit zu beruhigen. Nach dem Motto: „Jage einfach nicht der
Heiligkeit nach, ohne die du den Herrn nicht sehen wirst. Jage dem einfach nicht so sehr nach. Gleite einfach ein
wenig. Mach einfach eine Pause. Entspann dich.“ Wisst ihr was? Es ist so, als ob er eines Tages aufschaute und
erkannte: „Ich will mein Geburtsrecht.“ Jedoch war da keine Buße. Sein Herz war verhärtet. Das ist ein Weckruf.
Er ist nicht in der Lage, Zerknirschtheit vorzuweisen. Er ist nicht in der Lage, Zerrissenheit vorzuzeigen, weil er
gegen Gott gesündigt hat. Er war verbittert gegen Jakob. Und er begann zu begreifen, dass das, was er verloren hat,
kostbar war, aber nun ist es zu spät.
Ihr kommt zu Leuten, die einmal gut liefen; und dies ist solch ein Bild davon in der „Pilgerreise“- einige
von euch mögen sich erinnern. Als Christ in das Haus des Auslegers kam, da nahm ihn der Ausleger zu einem
Mann in einem eisernen Käfig. Ich weiß, dass einige von euch damit vertraut sind: „Er nahm ihn bei der Hand und
führte ihn in ein stockfinsteres Zimmer, indem ein Mann in einem eisernen Käfig saß. Der Mann sah sehr traurig
aus. Die Augen hielt er zu Boden gesenkt, die Hände gefaltet, und er seufzte, als ob ihm das Herz bräche. Da fragte
Christ: „Was bedeutet das?“ Und der Ausleger forderte ihn auf, mit dem Mann zu reden. Christ sprach zu dem
Mann: „Wer bist du?“ Der Mann antwortete: „Ich bin nicht mehr das, was ich einmal war.“ „Was warst Du denn
einst?“ Der Mann sprach: „Ich war einmal ein tüchtiger und eifriger Bekenner, sowohl in meinen eigenen Augen
als auch in den Augen der anderen. Ich dachte, ich hätte es zweifellos verdient, in die himmlische Stadt zu gelan-
gen, und freute mich schon darauf, dort anzukommen.“ „Aber was bist du denn jetzt?“ „Jetzt bin ich gefangen in
der Verzweiflung wie in diesem Käfig Und ich kann nicht hinaus. Ach, ich kann nicht!“ „Aber wie bist du denn in
diese Lage geraten?“ „Ich habe in meiner Wachsamkeit und Nüchternheit nachgelassen.“ Dass ist es einfach: man
lässt nach in der Wachsamkeit. Man wird leichtsinnig. Man gibt sich der Weltlichkeit hin. Man gibt sich einfach
dem Verlangen nach einer Mahlzeit hin. „Ich habe in meiner Wachsamkeit und Nüchternheit nachgelassen. Ich
ließ meinen Begierden die Zügel schießen und sündigte gegen das Licht des Wortes und die Güte Gottes. Ich habe
den Geist bekümmert, und nun ist er fort; ich habe den Teufel herausgefordert, und er ist zu mir gekommen; ich
habe Gott zum Zorn gereizt, und Er hat mich verlassen. Ich habe mein Herz so verhärtet, dass ich keine Buße mehr
tun kann.“ Dann wandte sich Christ an den Ausleger: „Gibt es denn keine Hoffnung für solch einen Mann?“ „Frag
ihn doch“, sagte der Ausleger. „Gibt es denn keine Hoffnung für dich? Musst du für immer in dem eisernen Käfig
der Verzweiflung bleiben?“ „Nein, nicht die geringste Hoffnung.“ Christ fragte: „Wieso? „Der Sohn des Gepries-
enen ist aber sehr barmherzig.“ Der Mann sprach: „Aber ich habe Ihn aufs neue gekreuzigt. Ich habe Seine Person
verachtet; ich habe Seine Gerechtigkeit verachtet; ich habe Sein Blut als etwas Unheiliges betrachtet; ich habe dem
Geist der Gnade getrotzt. Dadurch habe ich mich selbst von allen Verheißungen ausgeschlossen, und jetzt ble-
iben für mich nur noch furchtbare Drohungen, grausame Drohungen des unausweichlichen Gerichts, in dem der
feurige Zorn mich als einen Feind verschlingen wird. Der Ausleger fragte: „Wofür hast du dich selbst in diese Lage
gebracht?“ Der Mann antwortete: „Für die Begierden, die Freuden, und den Gewinn dieser Welt. Davon, diese zu
genießen, habe ich mir viel Wonne versprochen; aber nun beißt mich jedes einzelne dieser Dinge und nagt an mir
wie ein feuriger Wurm.“ Der Ausleger fragte: „Aber kannst du nicht Buße tun und umkehren?“ Der Mann sagte:
„Gott lässt mich nicht zur Buße kommen. Sein Wort fordert mich nicht mehr zum Glauben auf.“
Ich meine, dass ist alles, was Gott zu tun hat. Ihr habt Licht. Ihr habt eure Hand an den Pflug gelegt; und
wenn ihr zurückschaut, oder eure Füße abweichen; ihr hängt irgendeiner Sache nach, und ihr rechtfertigt es,- oh,
wie einfach es ist, es zu rechtfertigen! „Nur ein kleines bisschen von der Welt. Nachdem ich doch so viel gearbeitet
habe; nachdem ich doch so viel gelitten habe!“ Nur eine kleine Nachgiebigkeit, und wisst ihr was? Der Tag wird
kommen, wo man in die Schrift schaut, und da ist keine Ermutigung mehr. Es ist einfach ein toter Brief. Und wie
könnt ihr es lebendig machen, wenn es das nicht ist? „Sein Wort fordert mich nicht mehr zum Glauben auf. Er
selbst hat mich ja in diesen Käfig eingeschlossen, und kein Mensch auf der ganzen Welt kann mich herauslassen.
O Ewigkeit, Ewigkeit! Wie soll ich nur das Elend ertragen, das mir in der Ewigkeit zuteil werden muss?“ Dann sagt
der Ausleger zu Christ: „Vergiss niemals das Elend dieses Mannes, und lass es dir stets eine Warnung sein.“ „Nun“,
sagte Christ, „Das ist furchtbar! Gott helfe mir, wachsam und nüchtern zu sein und zu beten, dass ich mich von der
Ursache für das Unglück dieses Mannes fernhalte! Herr, ist es jetzt nicht Zeit für mich, meines Weges zu gehen?“
Nun hört euch diese Email an, die ich letzte Woche bekommen habe. „Mein Problem ist“, sagt dieser Mann, „dass
ich keine Überführung empfinde. Ich fühle mich nicht schlecht, wenn ich sündige. Ich empfinde keine Liebe. Ich
fühle nicht so, als hätte ich einen gebrochenen und zerknirschten Geist. Ich fühle innerlich kein Verlangen. Aber
dennoch weiß ich, dass ich nach dem Verlangen wünsche zu empfinden.“ Seht ihr, er möchte es zwar fühlen, aber
er kann nicht. Das ist nicht irgendein Mann. Er sagt: „Ich denke, dass Verlangen kommt durch Gottes Geist, der
einen zu Gott zieht. Und ich fühle Gottes Geist nicht, wie Er mich zu Gott zieht.“ Und wisst ihr was? Er sagt weiter,
dass er an einem Punkt in seinem Leben gekommen war,wo, nachdem er erleuchtet wurde, er in diesen Zustand
geraten ist. Er war der Wahrheit ausgesetzt. Er war dort. Und genauso wie der Mann im eisernen Käfig hat er
sich abgewendet. Einfach wegen einer Speise wegen, geschieht so etwas. Männer und Frauen verkaufen unent-
wegt ihr Geburtsrecht für eine Speise. Uns wurde der Hebräerbrief gegeben, damit wir bewegt werden. Menschen
verkaufen ihre Seelen für ein Eintopfgericht!
Ich meine, denkt nicht, dass die Hölle nicht mit Leuten gefüllt ist, die ihre Seelen für Belanglosigkeiten
verkauft haben; einfach nur, um ihre gewöhnlichen Begierden,- alltägliche Gelüste,- zu stillen. Denkt darüber
nach. Es ist ein Verlangen nach Bequemlichkeit. „Lass mich einfach entspannen. Lasst mich eine weile schlafen.
Lass mich eine Sekunde nicht wachsam sein. Nachdem ich doch so viel gelitten habe; ich bin das Rennen bereits
seit einer Weile gelaufen; ich habe dem Herrn gedient. Ich habe dieses getan, ich habe jenes getan.“ Hört, ihr be-
findet euch im Land des Feindes und ihr seid mit diesem Rennen nicht fertig, bis ihr ans Ende gekommen seid.
Und wenn ihr anfangt, euren Füßen freien Raum zu geben, dann ist der nächste Schritt „Bang!“ Es renkt sich kom-
plett alles aus. Aus dem Kontext heraus sehen wir, dass es eine Heiligkeit ist, ohne die niemand den Herrn sehen
wird. Ihr seht das Verfehlen der Gnade Gottes (siehe Römer 3:23). Ihr seht, wie Menschen ihre Seelen für eine
Speise verkauft haben. Und genau darüber spricht der Schreiber hier. Das ist für uns aus dem wirklichen Leben.
Wir müssen zittern. Menschen können Schiffbruch erleiden. Menschen gehen in die Hölle. Und Geschwister, ihr
wisst, dass es einfach leicht ist, in die Hölle zu gehen. Es ist eine Schlacht. Es ist ein Kampf, um in den Himmel zu
gelangen. Welche Sorte von Mensch schafft es in den Himmel? Es sind die Gewaltsamen. Menschen, die darum
kämpfen. Menschen, die darum kämpfen, ihre Augen auf Christus gerichtet zu halten; die darum kämpfen, Ihn zu
lieben; kämpfen, kämpfen, kämpfen. Der Kampf um die Heiligkeit, nicht für den amerikanischen Traum. Nicht für
ein Eintopfgericht.
Aber wir müssen uns daran erinnern,- um welche Art der Leute handelt es sich? Die vorliegenden Leute,
die Menschen hier im Kontext, die Menschen, über die diskutiert wird, sind schlaffe Menschen. Erinnert ihr euch
an Vers 12? „Schlaffe Menschen“. Es sind diejenigen, die auf diese Weise gewarnt werden müssen.
Wisst ihr was? Wenn ihr Jungbekehrte habt, und sie sind hier und dermaßen begeistert, und sie sind mit
geistlichem Adrenalin erfüllt, so sind nicht sie diejenigen, die diese Botschaft brauchen. Es hat den Anschein, dass
die schlaffen Christen am meisten in Gefahr sind. Vor was? Vor der verlorengegangen Heiligkeit, mit der wir den
Herrn sehen; indem man versagt, die Gnade Gottes zu erhalten; und man gibt Raum der Bitterkeit, und der Sor-
gen, und den Beschmutzungen, und man verkauft sein Geburtsrecht. Wieso? Wieso sind schlaffe Menschen am
meisten dafür anfällig? Schaut, unser Bruder predigte darüber an diesem Morgen. In dem Text, den er behandelte,
da war ein „darum“ drin. Seht ihr Vers 12? Da gibt es ein „darum“. Auf solchen Wörtern wie „darum“ baut man die
Gesinnung auf, man baut die Denkweise und den Glauben darauf. Das hier ist kein geistliches Vakuum. Gott sagt
nicht: „Oh, dieser Niedergeschlagene, geht dort drüben hin und sagt ihm, er solle aufgerichtet werden.“ Das ist es
nicht. Es gibt ein „darum“. Es gibt so viele „darum´s“ und „denn´s“, die Worte durch die ganze Schrift hindurch
verbinden, die uns was sagen? Gott gibt uns Wahrheiten, die euren Kopf füllen müssen; Wahrheiten, über die ihr
nachdenken solltet; Wahrheiten, wo euer Glaube förmlich hineinbeißen muss; ihr müsst euch darin einklinken.
Und das geschieht nur, wenn wir richtig denken, wenn wir jene Wahrheiten in unseren Köpfen haben. Und wenn
wir darüber nachdenken, sind wir in der Lage, jene lahmen Arme, die herunterhängen, zu erheben; die Knie rich-
tig zu stellen, die Füße richtig zu positionieren und richtig zu laufen.
Warum? Aufgrund von bestimmter Wahrheit. Ich stelle mir das wie eine Bergspitze vor. Vielleicht werdet
ihr es sehen. Die Antwort auf das alles, die Antwort, warum schlaffe Menschen am meisten anfällig sind, hat alles
in allem mit dem „darum“ hier zu tun. Seht ihr das? Ihr habt alle eure Bibeln hier. Ihr könnt das „darum“ sehen.
Die Schrift streitet mit uns. Mit „streiten“ meine ich nicht so, wie zwei kleine Kinder streiten, aber es gibt Gründe
dafür. Die Schrift versucht zu überzeugen. Sie zielt auf unser richtiges Denken. Die Bibel ist voll von Lehre. Wieso?
Weil wir diese Lehre brauchen. Diese Lehre gibt uns Stabilität. Diese Lehre hält uns auf dem Pfad. Uns wurden
Dinge zum glauben gegeben. Die Wahrheit. Die Wahrheit ist es, die die Füße richtig stellt. Das ist es, was wir ha-
ben. Aber was ich vor dem „darum“ sehe, das ist der Grund, weshalb wir unsere schlaffen Hände erheben sollten.
Ich stelle mir das wie einen Berg vor, und auf der Spitze davon haben wir das „darum“. Und auf der einen Seite habt
ihr: ihr baut auf, ihr baut auf, ihr baut auf. Ihr habt all die Gründe, wieso ihr eure Hände erheben solltet. Ihr baut
auf, ihr baut auf, ihr baut auf. Dann kommt ihr auf der Spitze an, und ihr erhebt eure Hände. Ich sehe den Chris-
ten siegreich auf der Spitze dieses Berges, wie er da drauf steht auf diesem „darum“mit seinen erhobenen Armen.
Genauso wird es genannt. Könnt ihr diesen Menschen sehen? Könnt ihr euch einen Berg und einen Menschen
auf der Spitze vorstellen, mit erhobenen Händen? Und ihr klettert diese eine Seite des Berges hinauf, und ihr habt
all die Gründe, jene Argumente, die der Schreiber des Hebräerbriefes uns gibt, weshalb wir die Hände erheben
sollten.
Und dann schauen wir hinunter auf die andere Seite; da haben wir den Glaubensabfall. Da haben wir Ver-
sagen in den Bereichen der Heiligkeit und des Friedens, im Erreichen dieser Gnade Gottes, und da ist Esau, und
es geht bergab; es ist einfach diese absteigende Spirale des Glaubensabfalls. Aber in der Mitte ist dieser Triumph.
Ich weiß nicht, ob es euch allen hilft, aber diese Art des Bildes hatte ich in meinen Kopf, während ich das hier
betrachtet habe. Und zweifellos, was verursacht das Erschlaffen – ihr könnt es in Vers 4 sehen, richtig? Ermüdung
und Mutlosigkeit,- wird durch was verursacht? Durch den Kampf mit der Sünde. Das ist kein kleiner, neben-
sächlicher Kampf. Ihr könnt es in Vers 5 sehen. Müdigkeit wird verursacht durch die Züchtigung des Herrn. Da ist
Schmerz. Ich meine, wir sind in einem langen Kampf; er ist heftig; inmitten davon ist das Leid; da gibt es Schwi-
erigkeiten; es gibt Hügel zu besteigen. Das christlich Leben ist schwer. Es ist Leid. Ihr könnt es in Vers 11 sehen.
Seht ihr das Wort „Leid“? (siehe Luther Übersetzung) Geschwister, wenn ihr das christliche Leben lebt, dann hört
ihr, dass es durch viel Trübsal geht. Verliert ja nicht das Wort „Trübsal“. Es ist Leid. Leiden ist schmerzlich. Prü-
fungen bedeuten Leid. Es ist anstrengend. Es gibt in der Schrift so viele Aufrufe, durchzuhalten, weil es schwer ist.
Es ist ein schwerer Lauf. Es ist harter Parcours. Es ist ein Kampf. Es geht bergaufwärts. Es geht gegen den Strom
dieser Welt.
Ihr kennt es aus Hebräer 10:32 – wenn ihr euch zurück erinnert - „Erinnert euch aber an die früheren
Tage“. Was haben diese Menschen durchgemacht? Nachdem sie erleuchtet wurden, nachdem sie zu dieser Wah-
rheit über Christus gekommen sind, da ertrugen sie einen schweren Kampf mit Leiden. Ich meine, dass ist das
christliche Leben: ein harter Kampf! Spezifisch hatten sie zu tun mit: Sie waren teils selbst öffentlich Schmähungen
und Bedrängnissen preisgegeben, teils mit denen sie Gemeinschaft hatten, die so behandelt wurden. Sie hatten
Mitleid mit jenen im Gefängnis. Sie nahmen mit Freuden den Raub ihrer Güter hin. Sie nahmen es mit Freunden
an einem Tag auf, aber wisst ihr, was passiert? Es fängt an, euch zu ermüden. Und plötzlich wacht man eines Tages
auf, und die Freude ist nicht mehr da. Und auf einmal fangen die Füße an, hier angewinkelt zu gehen. Ihr hattet
eure Hand am Pflug, und es war eine Freude, aber nun habt ihr in diesem Rennen eine Stelle erreicht, wo ihr gegen
die Wand gestoßen seid. Eure Augen fangen an, in andere Richtungen zu schauen. Darum geht es in diesem Buch.
Es versucht uns an der richtigen Stelle zu erretten.
Und wisst ihr was? Das Erschlaffen ist der erste Schritt zu * KNACK * es wird alles ausgerenkt, und dann
ist es aus. Also wenn das Erschlaffen eintritt, so wisst, dass es gefährlicher Boden ist, denn beim nächsten Schritt
endet ihr wie Esau. Ihr könnt an dieser Stelle geheilt werden, oder ihr werdet ausgerenkt. Es ist ernst. Jedes Mal,
wenn ein Christ anfängt zu erschlaffen, kommt er an einen Scheideweg, und auf einer Seite befindet sich der
Glaubensabfall. Und denkt dran, es ist sehr einfach. Man kann es für ein Eintopfgericht verkaufen. Es ist wirklich
einfach. Geheilt zu sein, ermutigt zu sein, die Wahrheiten an sich zu nehmen, die wir brauchen, um unser Leben
darauf aufzubauen.
Nun, ich möchte, dass wir über etwas einen Moment nachdenken. Ich habe einmal von John MacArthur
sagen hören, dass jeder Schmerz, alles Leiden alle Versuchungen als eine Züchtigung des Herrn betrachtet werden
sollte. Vor einigen Wochen habe ich unseren Bruder Scott sagen hören: „Man möchte nicht daran denken, dass
alles Leid eine Züchtigung des Herrn ist.“ Demnach möchte sich Scott einem John MacArthur stellen. Aber es geht
hierum... wisst ihr, weshalb Scott das sagte? Denn wenn man den Text liest, und plötzlich, wenn wir an die Züchti-
gung denken, dann meinen wir viele Male: Ich habe gesündigt, und Gott antwortet mit *KLATSCH*, indem Er die
Rute irgendwie auf mich schlägt.“ Und Scott kann dann in die Schrift schauen und sagen: „Hey, ich sehe Beispiele
wie von Hiob, der...,-wo es keine besondere Sünde gab, und Gott brachte Elend in sein Leben.“ Dem gegenüber
gibt es eindeutige Beispiele in der Schrift, wo wir sehen, wie jemand sündigte, und sie hatten als direkte Konse-
quenz der Sünde zu leiden. Ich meine, fällt euch ein bedeutendes Beispiel ein unter Christen? David. Das Schwert
sollte niemals von seinem Hause weichen. Und zweifellos, viele Male, wenn wir an Züchtigung denken, so wie
Scott es tat, dann... Wisst ihr, wieso John MacArthur das sagte, was er sagte? Einfach deswegen, weil er ca. 8 Jahre
Griechisch hatte. Und da hat er etwas erkannt: dieses Wort – ihr seht es in Vers 5, Vers 6, Vers 7, Vers 8, Vers 9, Vers
10, und Vers 11. Seht ihr dasselbe Wort, was dort in allen Versen erscheint? Wie lautet es? Es ist „Züchtigung“. Das
Wort „Züchtigung“. Und wenn man sich die Bedeutung dieses Wortes anschaut – wir gebrauchen dieses Wort, um
mehr sagen zu wollen, als einfach unsere Kinder zu versohlen.
Wie gebrauchen wir noch den Ausdruck „Züchtigung“? Nun, wenn ich sagen würde: „Das ist eine gut-
disziplinierte militärische Einheit“, so werdet ihr euch nicht irgendeinen Kommandeur vorstellen, der auf dem
Schlachtfeld die Soldaten versohlt. Daran werdet ihr wohl kaum denken. An was aber werdet ihr denken? Gut
trainiert. Das ist es , woran ihr denken würdet. Und jenes Wort, das hier durchwegs gebraucht wird, hat ebendiese
Bedeutung. Ich meine, schaut in die Lexika, es ist die Handlungsanweisung und das Training, das dazu führt, die
ordnungsgemäßen Gewohnheiten des Verhaltens zu formen. Das griechische Thayer Lexikon schreibt dazu: „Es
handelt sich um das ganze Training und die Erziehung von Kindern.“ Und natürlich, wenn wir so lesen, da kommt
zweifellos das Gefühl und ein Beigeschmack davon auf, dass uns dazu führt, darüber nachzudenken, und über
unsere Schulter zu schauen und zu sagen: „Habe ich eine Sünde begangen?“ Aber die Sache hinsichtlich des Train-
ings,- wir sehen es hier in Vers 11: „...jene, die durch sie GEÜBT sind.“ Das hat mit dem Training zu tun.
Wisst ihr was? Alles Leid ist dazu bestimmt, unseren Glauben zu reinigen. Jedes Leid. Ob wir nun in der
Tat gesündigt und etwas bestimmtes getan haben, oder nicht... denn am Ende... nehmen wir Hiob, auch wenn es
keine besondere Sünde gab, so sehen wir ihn am Ende besser dran, als wie er vorher war. Ihr seht, es ist alles dazu
bestimmt, die Schlacke herauszunehmen, den Unrat hinweg zu nehmen. und uns heilig zu machen. Das ist es, we-
shalb ich denke, wieso MacArthur das sagte, was er sagte. Und ich habe damit gerungen. Aber als ich den Hebräer-
brief studiert habe, da sprang mir eine Sache ins Auge, nämlich im weiteren Zusammenhang hier bezüglich jener
Leute, zu denen hier gesprochen wird: Ist euch schon aufgefallen, dass es keine spezielle Sünde gibt, die erwähnt
wurde? Genau genommen, wenn ihr zurückgeht zu den Versen 3 und 4, da scheint es, dass wenn der Schreiber
über die Züchtigung spricht, plus „Und habt ihr vergessen...“ in Vers 5, da spricht er über die Anfeindungen, die
von Sündern entgegengebracht wird. Anfeindungen, welche jene Leute erdulden, richtig? Wenn ihr zurückgeht zu
Hebräer 10:32, da seht ihr die Dinge, die sie erdulden. Sie erdulden Verfolgung; und es scheint nicht zwangsläufig,
oder es gibt nichts in dem Brief, das darauf hinweist, dass diese Verfolgung eine Antwort auf eine besondere Sünde
ihrerseits ist.
Seht, wenn ihr über eure Schulter schaut, wenn irgendeine Schwierigkeit in euer Leben kommt, und ihr
seht, dass da eine offenkundige Sünde in eurem Leben ist... Nun ja, Gott möchte, dass ihr euch dem annimmt.
Aber ich denke nicht, dass wir uns mit jedem Leid auf diese Weise befassen sollten. Ja, die Selbstprüfung sollte
stattfinden, während wir durchs Leben gehen, und Leiden werden uns besonders an einen Punkt der Selbstprü-
fung bringen. Das geschah bei Hiob, richtig? Das ganze Buch hindurch, während er sich dort mit seinen 3 Freun-
den unterhält, da prüft er wahrlich sein eigenes Leben. Und wir sollten schauen.
Aber dieser Schmerz, dieses Leid, diese Versuchung, das ist es, was das Erschlaffen verursacht. Ich meine,
das ist es, was wir behandelt haben. Wie wird man zum schlaffen Christen? Es liegt daran, dass sie litten und weil
sie vergessen haben. Habt ihr etwas vergessen? Ihr werdet vollkommen schlaff, wenn es anstrengend ist. Ihr wisst,
worüber in Johannes 15 geschrieben wird, richtig? Es wird zwar nicht über das Erschlaffen gesprochen, aber es
wird darüber geschrieben, wie Gott sozusagen die Schere an euch ansetzt. Er beschneidet euch. Er hackt Stücke
von euch ab. Wenn Gott diese Heiligkeit und diese Gerechtigkeit in uns erzeugt, diese friedsame Frucht der Ge-
rechtigkeit, dann verletzt Er uns. Nun, es ist ein vorübergehender Schmerz, aber es hat nicht die Absicht, uns per-
manent zu verletzen. Es hat die Absicht, uns dauerhaft besser zu machen. Es beabsichtigt, andauernde Heiligkeit
zu produzieren. Aber viele Male geschieht es, dass wir dieses Gefühl bekommen – wisst ihr, wie es sich anfühlt? ES
FÜHLT SICH AN, ALS OB DER HERR UNS NICHT MÖGEN WÜRDE! Richtig? Er hat uns schwer getroffen!
Und ihr vergesst, dass es genau auf diese Weise ist, wie Er den größten Umfang der Heiligkeit in uns erzeugt.
Ihr macht eine schwierige Zeit mit eurer Familie durch; eine schwere Zeit mit eurer Frau, eine schwere Zeit
in irgendeiner Form von körperlicher Schwäche, einfach Schwierigkeiten... Ihr habt euren Job verloren, finanzielle
Schwierigkeiten, ihr bekommt euer Los im Leben... Gott hat euch etwas gegeben, dass ihr bei niemanden anderen
seht, wenn ihr euch umschaut, und euch ist zumute wie: „Herr, ich kann darunter nicht standhalten. Es tut weh.“
Und ihr empfindet wie: „Mensch, mag mich Gott denn nicht? Er begünstigt mich nicht auf die Weise, wie Er es bei
anderen Leuten tut.“ Was ihr aber dabei nicht realisiert ist, dass Er euch umso mehr begünstigt.
Und was der Schreiber hier sagt, ist: „Habt ihr vergessen?“ Vergessen, was? Dass Er euch wie einen Sohn
behandelt. Wenn ihr euch an Hebräer 5:8 erinnert... Jesus lernte Gehorsam durch...was? Durch was Er litt. Er le-
rnte. Er wurde geübt. Er wurde gezüchtigt. Nicht wegen einer Sünde. Denn Er hatte keine Sünde. Und was viele
Male geschieht, ist, dass die Menschen, die am meisten leiden, sie enden darin, dass sie Christus am meisten äh-
neln. Sie enden als die größten Heiligen. Und was passiert, ist Folgendes: Wenn ihr an dem Punkt des Erschlaffens
kommt, so werdet ihr geheilt, wenn ihr euch an das „denn“ erinnert. „Denn“... Was? Was? Seht ihr nicht, dass Gott
euch wie Söhne behandelt? Vers 6: „Wen der Herr lieb hat.“ Seht ihr nicht diese Worte?
Ihr habt Vers 10: „...damit wir an Seiner Heiligkeit Anteil erlangen“; Vers 11: „die friedsame Frucht der
Gerechtigkeit.“ Für den Augenblick ist es schmerzlich; Er tut aber hier etwas ewiglich Gesundes für uns. Wenn ihr
an den Punkt kommt, wo ihr erschlafft und eure Füße bewegen sich nicht; nicht direkt hier entlang, und sie laufen
nicht dieses Rennen, sie sind nicht perfekt ausgerichtet; ihr habt eure Hand am Pflug, und ihr seid gut gelaufen,
energiegeladen, gestärkt und ermutigt... und plötzlich kommt ihr an eine Stelle, wo eure Energie zu schwinden
scheint; ihr fühlt euch entmutigt, ihr habt das Empfinden, als hättet ihr zu lange gelitten; euch ist zumute wie:
„Herr, es schmerzt! Dies fühlt sich nicht so an, als ob Gott mich lieb hat.“ Aber ihr müsst euch erinnern, dass genau
auf diese Weise Gott die größte Heiligkeit und Gerechtigkeit erzeugt. Und ihr seht, genau an diesem Punkt, wenn
ihr vergesst, könnt ihr sehr leicht wie Esau enden.
Aber wenn ihr euch erinnert, wird es geheilt. Darum geht es hier: richtet eure Hände auf, stärkt die wan-
kenden Knie, und macht gerade Bahnen für eure Füße. Das bedeutet: seid ermutigt! Ich meine, schaut es euch an
und erkennt: mein Leben ist nur ein Dunst, ganz gleich, wie schwer meine Situation auch ist, es ist nur kurzzeitig.
Aber eure Heiligkeit wird angemessen an euer Leiden. Und wisst ihr was? Gott könnte euch viel mehr alleine las-
sen; Er könnte euch Ruhe haben lassen, und ihr würdet weit weniger Frucht bringen. Ich sage euch eines: wenn
ihr aus dieser Welt hinaustretet, wenn ihr in die Offenbarung Kapitel 14 geht, dort steht: „Ihre Werke aber folgen
ihnen nach.“ Und lasst mich euch dazu sagen, dass es einen Lohn im Himmel gibt. Und wenn Gott euch in den
Schmelztiegel steckt, und euch mehr ins Feuer führt wie andere, dann ist es deswegen, damit ihr nützlicher wer-
det; damit ihr fruchtbarer werdet. Und wisst ihr was? Ihr werdet in alle Ewigkeit davon profitieren. Es wird euch
zugeschrieben werden. Es wird euch angerechnet. Es wird zu eurer ewigen Herrlichkeit. Es wird zu eurem ewigen
Besten sein. Glaubt es.
Der Pfad zur größten Heiligkeit, und der Pfad zur größten Nützlichkeit, und der Pfad zur meisten Frucht,
der Pfad zur größten Christus-Ähnlichkeit,- es ist ein schwieriger Weg. Und ich weiß, dass unser Fleisch davor
zurückschreckt. Wir würden ihn nicht wählen, aber ihr könnt sehen, wie Gott ihn wählt, und es ist der Weg um
euch zu zeigen, dass ihr Sein Kind seid. Und es hat nicht die Absicht, euch für immer zu verletzen. Es verletzt euch
jetzt. Es verletzt euch körperlich. Es tut euch vorläufig Leid an. Aber es ist zu eurem ewigen Wohl. Und ihr müsst
euch an dies erinnern: Da ist dieses „Deswegen“. Wir müssen uns von diesen Wahrheiten ernähren, Geschwister.
Das ist es, wie ihr im christlichen Leben überlebt! Ihr müsst euch an die Wahrheiten von Gottes Wort erinnern.
Wenn ihr es nämlich vergesst, endet ihr an schrecklichen Orten.
Ich meine, ihr könnt sehen, was hier steht. Nehmt es auf, seid ermutigt, denkt darüber nach, wie Gott an
euch handelt. Wir brauchen den Glauben, um auf diesem Pfad zu überleben. Wir müssen glauben! Ihr müsst an
diese Dinge glauben, Geschwister. Ihr müsst daran glauben, dass es einen Gott gibt, der euch auf diese Weise wie
Kinder behandelt, und dass das eine Ausgießung und Großzügigkeit Seiner Liebe ist; es ist nichts anderes. Das
dürft ihr nicht missverstehen. Denn darum geht es hier. Denn das spricht zu uns in Worten und mit Wahrheiten,
mit einer Doktrin, mit einer Lehre, die euch dazu bringen wird, weiterzumachen, bis ihr am Ende angekommen
seid; wenn das Leben schmerzt, wenn ihr niedergeschlagen seid, wenn ihr deprimiert seid, wenn ihr entmutigt
seid, wenn ihr euch erschöpft fühlt, wenn ihr das Gefühl habt, die Versuchung dauere schon zu lange, zu schmer-
zhaft... Wenn ihr aber richtig denkt: „Wow, das ist ein Zeichen dafür, dass Gott mich liebt. Das ist ein Indiz dafür,
dass Gott für mich ist. Das ist ein Hinweis darauf, dass Gott mich heiliger macht. Das ist etwas Gutes.“ Dann könnt
ihr aufspringen, und eure Füße grade machen.
„Einverstanden, Herr, ich sehe es. Dies ermutigt mich. Es tut immer noch weh, aber das hier ermutigt
mich. Ich kann weiter vorwärts drängen. Ich weiß, dass Du Gutes hieraus bringst. Ich kann es zwar nicht verste-
hen, und jetzt gerade wünschte ich, ich wäre nicht in dieser Lage, aber ich weiß, dass hier eine fürsorgliche Hand
ist; es ist eine gütige Hand, die mich führt, die meinen Pfad anordnet, die diese Schrift geschrieben hat. Ich bin hier
nicht ganz alleine. Mein Gott weiß über mich Bescheid.“
Es ist so, wie ich einmal Charles Leiter haben sagen hören: „Der Gärtner ist den Reben nie näher, als
wenn er sie beschneidet.“ Er steht uns nahe. Er weiß. Und wird uns nicht in ebendiesem Brief gesagt, dass wir
einen mitfühlenden Hohepriester haben, der Leiden ertragen musste, die über unsere hinausgehen? Wenn Er uns
also anschaut, dann können wir nicht sagen: „Du verstehst das nicht“, weil Er in jeder Hinsicht wie wir wurde,
und Er litt weitaus mehr als wir. Hier haben wir das volle Argument, nämlich: „Ihr habt noch nicht bis aufs Blut
widerstanden“,- Er tat es. Und wenn ihr zu Ihm kommt, und ihr sagt: „Herr, es schmerzt“... Ihr seht, da ist ein Gna-
denthron, zu dem ich gehen kann, und wo ich Hilfe erwarten kann in der Not. Er wird mir Gnade geben. Er wird
mir Gnade geben. Aber ihr könnt in diesem Brief sehen, Er möchte, dass ihr bittet. Er möchte, dass ihr kommt. Er
möchte, dass ihr wandelt durch Glauben, Vertrauen, Schauen, und dass ihr Ihn anruft; dass ihr an jene Wahrheiten
denkt.
Geschwister, wir sind eine junge Gemeinde, und die meisten von uns haben einen langen Weg zu gehen
in diesem Rennen. Ihr braucht diese Wahrheiten. Und auch wenn ihr eine Zeit des Friedens und der Ruhe durch-
macht, und ohne Versuchungen, so ist das nur für eine kleine Zeit. Nur für eine kleine Zeit. Wenn wir die Hand an
den Pflug legen... ihr schaut den Weg hinunter, und Jesus wartet am Ende, Herrlichkeit wartet am Ende, der ewige
Lohn wartet, das ewige Leben. „Noch heute werdet ihr mit Mir im Paradies sein.“ Das Paradies erwartet uns. Wir
werden Gott ins Angesicht schauen.
Verkauft nicht euer Geburtsrecht für einen Eintopf. Der ist es nicht wert. Dies ist das Rennen des Lebens.
Wenn ihr in eurem Leben Dinge habt, die euch abbremsen, die euch behindern,... werft sie weg. Sie sind es nicht
wert. Geschwister, Christus... Christus, der verherrlichte Bräutigam, Er wartet dort. Er winkt uns zu. Zur Freude,
die vor Ihm liegt. Da ist eine Freude, die vor uns liegt. Ich meine, ewige Freuden. Da ist eine Freude. Das wollt
ihr euch doch nicht entgehen lassen. Ihr wollt das doch nicht billig verkaufen. Seid nicht wie ein Esau! Ich meine,
denkt nach. Denkt nach! Sind eure Füße gerade? Sind sie gerade? Gibt es da irgendetwas in eurem Leben, dass
euch vom Kurs abbringt? Seid ihr abgewichen? Seid ihr dabei, dahinzutreiben, und es ist euch bewusst? Ich meine,
hört sofort auf! Die Heilung ist lebenswichtig. HÖRT SOFORT AUF! Denn schon sehr bald könnte es aus den
Fugen geraten. Und dann, eines Tages schaut ihr auf und sagt: „Ich brauche dieses Geburtsrecht.“ Und plötzlich
findet ihr euch wieder, wie der Mann im eisernen Käfig: „Ich kann nichts mehr empfinden. Ich gehe in das Wort
Gottes, aber es ist einfach tot.“ Nehmt euch in Acht. Nehmt euch in Acht.
Das ist ein Segen Gottes, denn es wurde uns gegeben, um uns diese Ermutigung darzureichen. Euer Leiden
ist mit Absicht. Es ist nicht ohne Sinn, richtig? Manchmal empfinden wir unsere Leiden, als seien sie einfach so
zufallsbedingt, also ohne Sinn. Aber so ist das nicht, niemals. Wenn ihr hinter den Kulissen schaut, so arbeitet Gott
an der Christus-Ähnlichkeit in eurem Leben. Ihr empfindet das nicht so, ihr fühlt euch miserabel – genauso fühlt
ihr euch. Und dennoch, während Leute euch anschauen, sehen sie es. Ihr empfindet das nicht so. Aber genauso
wie ein Kind wächst, und sie nicht selber fühlen können, wie sie wachsen, aber die Leute, die es sehen, die sagen:
„Wow, er hat seit dem letzten Mal 15cm zugelegt.“ Genau das geschieht. Es ist Liebe. Es ist väterlich. Es ist Heilig-
keit. Es ist Gerechtigkeit. Und wisst ihr was? Dadurch wirkt Er, und es steht geschrieben, dass wir dieser Heiligkeit
nachjagen sollen, ohne die Ihn niemand sehen kann. Er bewirkt die Heiligkeit; wir müssen ihr nachjagen. Mit
anderen Worten: anstatt zu kämpfen, anstatt dem Eintopf nachzugehen..., ist das nicht der Geist der Bitterkeit? Es
ist sehr einfach, verbittert zu werden, richtig? Das ist eines der Dinge, die hier beschrieben werden. Ihr habt es dort
gesehen. Jene Wurzel der Bitterkeit. Wenn ihr leidet, da kann es sehr leichtfallen, verbittert zu werden.
Oder er schreibt weiter von dem Ringen nach dem Frieden mit jedermann. Wisst ihr, wenn ihr in einer
Situation wie diese Hebräer seid, und ihre Verfolgung kommt von anderen Leuten, dann ist es schwer, mit jeder-
mann Frieden zu haben, wenn genau sie die Leute sind, die Leid in mein Leben bringen. Heiligkeit... es ist sehr
einfach zu sagen: „Ich bin so ausgepowert von dem Nachjagen nach Heiligkeit, und vom mich-dem-hinzugeben...
Ich finde es berechtigt, wenn ich abweiche und eine kleine Pause mache.“ Und ihr kommt an einen Punkt, wo ihr
denkt: „Ich verdiene eine Erholung, also gebe ich mich dem normalen Appetit hin.“ Und der nächste Schritt,- ehe
ihr euch verseht, ist das Geburtsrecht weg. Und dann, wenn man die Segnung will, ist es zu spät. Gott hat uns da-
hingegeben.
Geschwister, Christus ist der Schatz, der es wert ist, alles zu verkaufen, um Ihn zu haben. Wir können
es zwar nicht sehen, wir können diese Herrlichkeit jetzt nicht erblicken, und wir empfinden nicht so, wie wir eigentlich sollten. Ich meine, wir haben Zeiten, wo sich unsere Herzen überglücklich fühlen, und man fühlt sich
davon überwältigt; da mag eine Freude sein, und wir haben diese flüchtigen Aussichten der Herrlichkeit... Aber ich
möchte euch sagen, dass hinter den Kulissen Er wahrlich vollkommen herrlich ist, und wenn wir Ihn haben... ich
meine, das macht aus dem Paradies ein Paradies, wenn wir Ihn haben. Er steht am Ende. Er ist der große Schatz.
Er ist die große Belohnung. Er ist es, dem wir nachjagen. Gott gibt uns Sich Selbst. Und ja, es gibt die Hölle, falls
ihr versagt, aber wenn ihr versagt, dann verliert ihr den Schatz. Ihr verliert den Preis: das ewige Leben. Mehr als
genug! Oh, davon überwältigt zu werden, übervoll mit Leben zu sein, weil ich Christus habe. Wer weiß, was wir
für alle Ewigkeiten machen werden. Verkauft es nicht billig. Gott helfe uns.
Vater, ich bitte Dich, dass Du diese Worte Wirklichkeit werden lässt, lebendig, belebend, kraftvoll, be-
wahrend und lebensspendend. In Christi Namen bitte ich Dich, Amen.