„Die Grundlage des christlichen Glaubens ist, dass wir einen neuen Geist annehmen, nicht eine neue Lehre.” – Oswald Chambers

Leben im Heiligen Geist (Zeugnis)
Kategorie: Audio

Titel: Leben im Heiligen Geist (Zeugnis)
Sprecher: Todd White
Datum: 26.05.2013
Dauer: 46:39 Min.
hinzugefügt: 27.03.2014
Sprache(n):
Dateigröße: 21.51 MB
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Hauptgedanken der Predigt vom 26. Mai 2013
gehalten von Todd White im Christlichen Zentrum Buchegg

Thema: Leben im Heiligen Geist



Ich bin nicht als Christ aufgewachsen. Ich war drogenabhängig und Atheist. Meine Eltern haben mich aufgegeben, als ich noch ganz jung war. Ich hatte keinen Vater. Es gibt viele Kinder in unserer Welt, die nie in eine richtige Beziehung mit ihrem Vater kommen. Ich hatte Gott nicht gekannt, als ich aufwuchs. Was mich interessierte, war: Wie kann ich mehr für mich bekommen. Als ich von zu Hause rausgeworfen wurde, bin ich zum Militär gegangen. Am Anfang habe ich meine Sache dort gut gemacht. Doch dann habe ich Drogen konsumiert. So bin ich von den Marines weggelaufen. Ich habe viel Geld gestohlen und wurde dann geschnappt. Sie haben mich ins Militärgefängnis eingesperrt. Ich habe mein Leben in Angst gelebt, dass ich wieder gefangen werde. Ich bin konstant davon gelaufen.


Auch wenn wir an unserem Arbeitsplatz sind und unsere Arbeit gut machen, laufen wir immer noch weg. Wir versuchen, unser Bestes zu geben, aber beim Christsein geht es nie um die Werke. Es geht um Gnade, und die kommt durch den Glauben. Wenn du denkst, du kannst es selber schaffen, bist zu getäuscht. Du wirst zornig und depressiv sein und denkst, so ist es halt. Aber da bist du falsch. Es ist nicht so, wie es ist. Wir sind durch unseren Vater geschaffen. Doch warum gibst du ihm nicht sein Leben zurück? Dein Leben gehört nicht wirklich dir. Wir sagen, wir müssen auf uns und unsere Familie aufpassen. Und am Ende leben wir ein Leben, das nicht wert ist zu leben. Wir sehen in den Spiegel und erkennen uns nicht. Wir müssen sehen, wer wir sind. Wenn du wirklich wagen würdest zu sehen, wer du wirklich bist, dann würden sich die Menschen um dich herum verändern. Im Christentum geht es nicht darum, dass wir Menschen manipulieren. Christentum muss durch die Leidenschaft erkennbar sein. Jesus war voll Leidenschaft und Mitgefühl. Es geht darum, dass du Jesus so persönlich kennst, dass du wirklich diese persönliche Beziehung mit ihm lebst. Es geht überhaupt nicht darum, dass du deine Pflicht tust und in die Gemeinde kommst. Wir sind geschaffen, dass wir Jesus kennen.
Das ewige Leben sagt nicht, bete ein bisschen und hoffe, dass du in den Himmel kommst. Jesus sagt in Johannes 17: „Folgendes ist das ewige Leben, dass sie dich erkennen, den einzigen wahren Gott und Jesus Christus, den du gesandt hast.“ Du musst von neuem geboren sein. Ich bete Jesus an, wo immer ich bin. Ob ich im Fahrstuhl oder im Flugzeug bin, ich bete Gott an. Menschen sind in einer Stahlröhre mit mir eingeschlossen. Sie können nirgendwo hingehen. Überall, wo ich hingehe, berühre ich Menschen im Namen Jesus. Menschen werden geheilt, wohin ich immer hingehe, denn er möchte in mir leben.



Wir haben ein Problem mit unserem Wert. Wir wissen nicht, wer wir sind. Als ich aus dem Militärgefängnis entlassen wurde, war ich immer noch ein Marine. Ich musste warten, bis ich meine Austrittspapiere erhalten würde. Sie sagten mir, dass das ein Jahr dauern würde. Ich konnte kein Jahr warten. So lief ich wieder weg und sie fanden mich wieder und haben mich wieder ins Gefängnis eingesperrt. Als ich das zweite Mal aus dem Gefängnis entlassen wurde, habe ich ein Mädchen getroffen. Ich war sehr stark drogenabhängig zu dieser Zeit. Wir wohnten eineinhalb Jahre zusammen und hatten eine kleine Tochter. Als wir unser Baby hatten, drohte sie, mich zu verlassen, denn ich habe nicht gearbeitet nur gestohlen. Ich sagte ihr, wenn du mich verlässt, bringe ich dich um, und dann bringe ich mich um. So blieb sie
neun Jahre bei mir, weil sie Angst hatte. Ich hatte dreissig Jobs in neun Jahren. Ich war kein Vater für meine Tochter. Viele Kinder wachsen so auf. Sie haben keine Liebe erfahren und denken, dass sie so auch nicht lieben müssen. Wir leben unser Leben hart und denken, das ist so, weil ich so aufgewachsen bin. Wenn du ein Christ bist, sagt dir die Bibel, verleugne dich selbst und nimm dein Kreuz auf dich. Wir denken, der Teufel ist unser grösstes Problem, doch das grösste Problem sind wir. Selbstsucht, Eifersucht und Neid sind da. Wenn die Menschen nicht sehen können, dass du
wirklich mit deinem Leben glaubst, nicht nur mit deinen Worten, dann wollen sie diesen Glauben nicht. Sie glauben, wir sind Heuchler. Das dachte ich auch. Ich konnte die Christen nicht ausstehen. Mein altes Ich hättest du nicht gemocht, das musste sterben.


In einer Nacht ging ich hinaus zu einem Drogendeal und erlebte, wie ein Mann auf mich schoss. Da hörte ich eine Stimme, die sagte: „Ich habe diese Kugeln auf mich genommen, bist du jetzt bereit, für mich zu leben?“ Nicht viele Menschen bekommen diese Gelegenheit. Ich war dieser Gelegenheit nicht würdig. Ich habe nichts getan, womit ich das verdient hätte. Ich hätte jede Kugel verdient, ich verdiente es zu sterben. Ich nahm dann viele Drogen, aber ich
konnte nicht high werden. Diese Stimme ging nicht weg. Ich hörte immer wieder den Satz: „Ich habe diese Kugeln für dich genommen.“ Es hat mich gequält. Ich weinte und wusste nicht, was ich tun sollte. So bin ich zur Reha Klinik „Teen Challenge“ gegangen. Ich gab auf. Meine Freundin war froh, mich los zu sein. Meine Tochter war traurig, denn ich war der
einzige Vater, den sie kannte. Aber ich konnte keinen Vater und keinen Freund sein. Drei Tage, nachdem ich sie verlassen habe, haben sie mein Haus verkauft. Meine Freundin und meine Tochter wurden rausgeschmissen, da wir bankrott waren.


Als ich zwei Monate bei „Teen Challenge“ war, hatte ich einen Traum. Jesus begegnete mir im Traum. Nach all dem Schlimmen, das ich getan habe, begegnete mir Jesus. In der zweiten Nacht hatte ich denselben Traum. Jesus kommt zu mir! Gewaltig. Jesus sagte mir, dass ich heimgehen sollte. Diese Abhängigkeit wird dich nie mehr berühren. Ich war total begeistert von dieser Begegnung mit Gott. Ach, wir brauchen eine Begegnung mit Gott. Du kannst nicht nur sagen, dass du glaubst; er muss dein Leben berühren. Es ist nicht nur dein Bekenntnis, es ist eine Begegnung mit dem lebendigen Gott, der dich gemacht hat. Gott hat dich nicht für dich gemacht, sondern für ihn.


Ich ging nach Hause, um meiner Tochter zu sagen, dass es mir sehr leid tut, denn ich hatte gesehen, wer mein Vater ist. Wenn du erkennst, wer dein Vater ist, kannst du ein wahrer Vater sein. Ich entschuldigte mich bei ihr für all die Dinge, die ich verkehrt gemacht hatte. Ich sagte ihr, dass ich ihr zeigen würde, wie es sein würde, ein richtiger Vater zu sein, denn ich kenne nun Gott, den Vater. Sie fragte mich, wie er denn sein würde. Ich sagte, ich werde dir zeigen, wie er ist. Sie fragte mich, wofür ich mich entschuldigen müsste. Sie erinnerte sich nicht mehr an die schlimmen Nächte, wenn ich voller Drogen war, oder wie ihre Mutter sagte, dass sie mich hasse. Gott hat ihre Erinnerungen gelöscht, für mich und für sie. Gott ist fähig, alles zu verändern, wenn wir nur Gott Gott sein lassen. Wir müssen aufhören zu denken, dass wir schlauer als Gott sind. Es heisst nicht, dass du mit den Gedanken glaubst, sondern mit deinem Herz.


Ohne den Heiligen Geist ist das nur eine Religion wie alle anderen. Der Heilige Geist macht uns wie Christus. Ohne den Heiligen Geist versuchen und versuchen wir es. Wir klettern und klettern und fallen immer wieder runter. Jesus sagt, dass wir ohne den Heiligen Geist nie wissen können, wer er ist, denn der Heilige Geist ist gesandt, um Zeugnis zu geben. Er kommt in unser Herz und lehrt uns über das Gegenwärtige und das Zukünftige. Er lehrt uns, wer Gott ist. Wenn Jesus völlig vom Vater abhängig war durch die Hilfe des Heiligen Geistes und wir so wie Jesus gehen sollen, geht das nur in der totalen Abhängigkeit vom Heiligen Geist. Es geht nicht darum, ein Gebet zu sprechen, um in den Himmel zu kommen. Jesus hat einen Preis bezahlt, dass der Himmel in dich kommt durch den Heiligen Geist.


Als ich im Haus war und meine Tochter mit mir redete, kam meine Freundin dazu. Ich sagte ihr, dass es mir so leid tat, was ich alles getan habe. Sie schaute mich mit einem Lächeln an und sagte: „Ich weiss, dass es dir leid tut. Ich gab mein Leben Jesus, während du weg warst.“ Sie sagte mir, dass sie mich liebt und fragte mich, ob ich sie heiraten wolle. Und am nächsten Sonntag haben wir geheiratet. Nun haben wir drei Töchter, und wir erwarten unser viertes Kind. Das ist wunderschön. Heiliger Herr Jesus, du bist erstaunlich. Kostbarer Jesus, wir sagen Ja zu dir Gott.