„Die Grundlage des christlichen Glaubens ist, dass wir einen neuen Geist annehmen, nicht eine neue Lehre.” – Oswald Chambers

Die Macht des anstößigen Kreuzes
Kategorie: Video

Titel: Die Macht des anstößigen Kreuzes
Sprecher: Tim Conway
Datum: 00.00.0000
Dauer: 1:03:24 Min.
hinzugefügt: 09.03.2014
Auflösung: 640 x 360
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Dateigröße: 168.92 MB

Galater Kapitel 5 Vers 11 : „Ich aber, ihr Brüder, wenn ich noch die Beschneidung verkündigte, warum
würde ich dann noch verfolgt?“


Ihr seht, der Streitpunkt in diesen Galatischen Gemeinden war das Evangelium.
Es ging um das Herzstück. Es war eine Angelegenheit um Leben und Tod.. Dort gab es solche, die zurück zum
alten Bund wollten, zu den mosaischen Gesetzen, zur Beschneidung, die ein Zeichen des Bundes war. Paulus
sagt: „Wenn ich noch die Beschneidung verkündige, warum werde ich dann noch verfolgt?“ Genau genommen
hat Paulus nicht die Beschneidung verkündigt. Er verkündigte etwas anderes, und dieses Andere brachte ihm
Verfolgung ein. Weiter sagt er: „Dann hätte das Ärgernis des Kreuzes aufgehört!“ Ich möchte, dass ihr diese fünf
(vier) Wörter in unseren Englischen (Deutschen) Bibeln beachtet: „Das Ärgernis des Kreuzes.“ Wenn ihr jetzt
nichts anderes von diesen Worten bekommt als dies, so müsst ihr erkennen, dass ein inspirierter Apostel glaubte,
dass wenn das Kreuz richtig verkündigt werden sollte, also wenn es so verkündigt wird, wie Gott es haben
möchte, dass dieses Kreuz den Menschen ein Ärgernis ist.



Nun nehmt diesen Gedanken auf und schlagt 1. Korinther 1:17 auf : „Denn Christus hat mich nicht
gesandt um zu taufen, sondern das Evangelium zu verkündigen, und zwar nicht in Redeweisheit, damit nicht
das Kreuz des Christus entkräftet wird.“ Nun, ich möchte, dass ihr an dieser Stelle etwas beachtet. Paulus sagt,
er wurde von Christus gesandt, das Evangelium zu verkündigen, und zwar ohne Redeweisheit. Nun, ihr Lieben,
es bedeutet nicht, dass die Bibel keine Weisheit hätte. Es heißt nicht, dass das Evangelium keine Botschaft der
Weisheit wäre. Es bedeutet nicht, dass es dem Kreuz Jesu Christi an Weisheit mangelt, was mit Redeweisheit
gemeint ist, wenn wir hier in 1. Korinther den Zusammenhang betrachten, dann sehen wir sofort, was er damit
sagen möchte. Er schreibt weiter in Vers 18 : „Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren
gehen; uns aber, die wir gerettet werden, ist es eine Gotteskraft; denn es steht geschrieben: „Ich will zunichte
machen die Weisheit der Weisen...“ Ihr seht, die Weisheit, an der Paulus nicht interessiert ist, ist jene Weisheit,
die Gott zunichte machen wird. Diese Redeweisheit; Paulus spricht hier von der Beredsamkeit der Welt. Davon
möchte er nichts haben. Warum? Denn, ihr Lieben, wenn ihr zur Weisheit der Welt geht, wisst ihr, was dann geschieht?
Das Kreuz verliert seine Stärke. Und das ist genau die Sache, die er nicht tun möchte, nämlich dass das
Kreuz Jesu Christi entkräftet wird.



In meinen späten Teenagerjahren, Anfang 20, da trug ich ein silbernes Kreuz. Etwas, was ich um meinen
Hals trug. Es hatte eine Kette dran. Mein Großvater hatte es mir gegeben. Die Balken jenes Kreuzes waren weder
schlank, klein, noch schmal. Es handelte sich um jene Kreuze, die breit waren. Es hatte breite Balken, die waren
ungefähr 1,3cm dick. Und auf einer Seite befand sich ein eingraviertes Bildnis von Maria. Und auf der Rückseite
stand: „Ich bin ein Katholik, bitte rufe einen Priester.“ Lasst mich euch etwas sagen. Manchmal habe ich das um
meinen Hals getragen. Aber die meiste Zeit hatte ich dieses Ding in ein Fach in meiner Brieftasche geschoben.
Schaut, mein Großvater hatte mir dieses Kreuz aus reinem Silber gegeben, und ich habe dieses Ding wertgeschätzt. Ich nahm an, die Gravur stand auf der Rückseite für den Fall, dass wenn mich jemand bewusstlos oder
tot vorfindet, dass man dann einen Priester rufen würde, und das wollte ich auch. Wieso? Ich fuhr ein schnelles
Motorrad. Ich fuhr ein schnelles Auto. Ich sag euch eines, ich hatte es in meinem Kopf, dass ich nicht auf das
Motorrad steigen wollte, ohne jenes Kreuz in meiner Tasche. Zu der Zeit habe ich geglaubt, dass das Kreuz
tatsächlich irgendwie, also in irgendeiner Form die Fähigkeit hätte, mir zu helfen, und mich zu beschützen. Es
war ein Götze. Darin habe ich vertraut. Genau genommen, wenn ich jetzt zurückblicke auf meine verlorenen
Tage, da denke ich nicht, dass es irgendetwas in meinem Leben gegeben hat, dem ich mehr vertraut habe, als
jenem Kreuz, um mich zu retten, wenn ich sterben würde. Ich sage euch, als mich der Herr errettet hat, ca. sechs
Monate später, in einer kalten Winternacht auf einer Straße in Michigan, da hab ich dieses Ding in die Dunkelheit
geworfen, auf ein schneebedecktes Feld. Ich bin an diesem Morgen nicht hier, um euch einen Vortrag über
euren Schmuck zu halten. Aber lasst mich euch Folgendes sagen: Wenn das Kreuz lässig als Schmuck getragen
wird, wenn es als schöner Gegenstand betrachtet wird, oder wenn es abergläubisch dazu benutzt wird, um das
Böse fernzuhalten, so hat es keine wahre Macht. Die Macht des Kreuzes liegt nicht in einem Schmuckstück. Die
Macht des Kreuzes liegt nur darin, für was das Kreuz eigentlich beabsichtigt worden ist, nämlich als Instrument
des Todes. Die Macht des Kreuzes geht verloren, wenn wir es in ein hübsches Ding verwandeln, ein Schmuckstück;
ein Ding, was man in die Tasche stecken kann, wie irgendeinen magischen Zauber. Die Macht des Kreuzes
ist einzig. Sie ist einzigartig. Es ist seine Macht zu töten. Das ist die Macht des Kreuzes. Es ist ein Instrument des
Todes.



Lasst mich euch etwas sagen. Als jene ersten Jünger gehört haben, als Jesus sprach: „Wenn jemand mir
nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach!“, so müsst ihr
euch selbst in ihre Umstände hineinversetzen. Ihr Lieben, ich sage euch was: Nehmen wir an, ihr seid auf eurem
Weg zum Lebensmittelgeschäft und ihr müsstet an Leuten vorbeigehen, und ihr müsst euch innerlich vorstellen,
wie diese Leute diesen großen, riesigen Querbalken ihres Kreuzes auf ihren Schultern tragen und auf dem
Rücken, während sie aus der Stadt hinausgehen, um an einen tödlichen Ort wie Golgatha zu gelangen, wo sie
selber auf eine der unvorstellbar, brutalsten Art und Weise zu Tode gefoltert werden, dann würdet ihr begreifen,
als Christus sagte: „Nehmt auf euer Kreuz“. Sie haben da nicht einmal gewusst, dass Er ans Kreuz gehen wird!
Ja, Er sagte es ihnen, und als nächstes findet ihr sie, wie sie darüber debattierten, wer der Größte sein wird. Sie
haben nie verstanden, was Er ihnen sagte, bis Er tatsächlich dorthin ging. Als Jesus ihnen sagte, sie sollten ihr
Kreuz auf sich nehmen, da könnt ihr euch sicher sein, dass sie vorher gesehen hatten, was die Römer taten. Die
Römer hatten so eine Methode mit die Juden. Wenn solche Aufständischen sich erhoben haben, und sie wurden
anschließend gefasst, wenn solche Männer dabei erwischt wurden, wie sie römische Soldaten ermordeten, da
hatten die Römer eine Methode, wie sie mit ihnen umgingen. Sie gingen mit ihnen auf solch eine Weise um, wie
nie ein römischer Bürger behandelt werden würde. Sie töteten sie auf brutalste Weise an einem Kreuz. Stellt euch
in eurem Kopf nur vor, wie ihr im Auto fahrt, und ihr seht, wie ein Mann ein Kreuz schleppt. Wenn ihr davon
Bilder hättet, wie es gewesen ist, Männer am Kreuz sterben zu sehen, so würdet ihr begreifen, was den Jüngern
in den Sinn kam. Als Jesus Christus sagte: „Nehmt auf euer Kreuz“, so hörten sie vom Tod. Das Kreuz bedeutete
Tod. „Nehmt auf das Kreuz“ bedeutete nicht, es aufzunehmen, und es in die Tasche zu stecken. Es bedeutete
nicht, es sich um den Hals zu hängen, oder es durch Ohrlöcher zu stecken. Die Worte Jesu haben bei den

Jüngern im Geist sofort ein Bild von verurteilten Kriminellen erzeugt, die sterben würden. Tod. Und ich sage
euch, für Jesus Christus bedeutete es haargenau dasselbe. Das Kreuz hat unseren Retter nicht verschont. Begreift
es. Er war am leben, als sie Ihn an das Kreuz schlugen, und sechs Stunden später nahmen sie Ihn ab und er war
tot. Er war hundertprozentig tot. Das Kreuz ist ein Todesinstrument. Es ist ein Instrument des Todes, und nicht
der Schönheit.



Und in diesem Kreuz, da ist ein Ärgernis. Er ging an das Kreuz, um zu sterben; um zu leiden und zu
sterben. Und weder ihr noch ich wollen die Macht des Kreuzes entkräften. , dort seht ihr, dass das genau die
Sorge des Paulus war. Entkräftet nicht die Macht des Kreuzes,- was sagt mir das? Was sagt uns das? Dass es absolut
möglich ist, das Kreuz und seine Macht zu entkräften. Wie kann das geschehen? Ich werde euch sagen, wie.
Es gibt nur eine Möglichkeit, wie das geschieht, nur eine. Es passiert, wenn wir aus dem Kreuz etwas machen,
was es gar nicht ist. Das ist die einzige Möglichkeit, wie man die Macht davon entkräften kann. Wenn ihr das
Kreuz so darlegt, was es ist, so hat es Macht. Und was es ist, ist den Menschen ein Ärgernis. Paulus sagt in Galater
5:11 : „Das Ärgernis des Kreuzes.“ Geschwister, wir wollen das Kreuz nicht in etwas Schönes verwandeln, in
etwas Glänzendes, in etwas Dekoratives, oder dergleichen. Denn sobald wir das tun, werden wir seine Macht los.
Da gibt es wahre Macht in dem Kreuz; die Macht, den tiefsten Bedarf des Menschen zu decken. Ich sage euch
was: In dem Kreuz ist Macht etwas zu tun, zu was niemand anderes in diesem Universum fähig ist, nämlich den
Zorn Gottes zu beseitigen, die Sünde hinweg zu nehmen, Gott mit dem Menschen zu versöhnen, sodass Friede
herrscht, das Kreuz tut, was niemand anderes zu tun vermag. Aber ich warne euch. Sobald die Weisheit des
Menschen das Kreuz berührt, so führt das nur zu einer Sache. Es führt immer nur zu einer Sache. Es entzieht
dem Kreuz seine Kraft. Das wird es, ohne zu scheitern; es wird dem Kreuz sein Ärgernis entziehen, und es wird
aus dem Kreuz Jesu Christi etwas machen, was es nicht ist, und somit ist die Macht dahin.
Geschwister, hört mich an. Das Kreuz Jesu Christi ist ein Ärgernis. Denkt an die blutrünstige Hinrichtung
des Sohn Gottes, die Leute aus der damaligen Zeit nannten es den „römischen Galgen“ . Es ist ein
Ärgernis. Und wisst ihr, weshalb? Hört! Einer mag sagen: „Ich sehe darin überhaupt keinen Anstoß.“ Natürlich
nicht, wenn man es gedanklich mit etwas verbindet, was man um den Hals trägt; auch nicht, wenn man es nur
als Kruzifix an der Wand betrachtet. Das ist kein Anstoß. Es ist ein Ärgernis, wenn man den Sohn Gottes sieht,
wie Er in all Seiner Reinheit den Tod sterben musste, den Er starb. Darin liegt ein Ärgernis, und ich werde euch
sagen, was es ist. Es gibt dem Menschen keinen Raum, um sich zu verstecken. Das ist genau das, was es macht.
Jesus Christus litt unsagbar an einem Kreuz, und Er starb. Und wisst ihr, was mich wie ein Blitz trifft? Wisst ihr,
was den Ohren der Menschen wie der Schlag trifft? Dass Gott gegenüber der Sünde nicht gleichgültig ist. Es sagt
der Menschheit: „Ihr seid in Schwierigkeiten, wenn ihr nicht annehmt, was Mein Sohn für Sünder am Kreuz
tat; wenn du es, für dich persönlich, nicht annimmst.“ Es macht deutlich, dass Gott eine Meinung bezüglich der
Sünde hat, und Er wird damit in solch einer Weise umgehen, und wenn wir sehen, welch Gräuel Jesus Christus
am Kreuz durchmachen musste, so muss der Mensch zurückweichen und erkennen: „Mensch, meine Sünde ist
nicht so unbedeutend, wie ich gedacht habe. Genau genommen habe ich gedacht, da wäre fast gar nichts. und da
sehe ich jetzt in dem Tod des Sohn Gottes...“ Es erweckt in uns die Tatsache, dass unsere Sünde so groß ist, dass
wir durch nichts anderes gerettet werden können, als allein durch die grausame Hinrichtung des Sohn Gottes Ich
sage euch was... Die Menschen halten ihre Sünde für sehr gering. Die Menschen sind von Natur aus Angeber. Sie

lieben es, mit ihrer eigenen Herzensgüte anzugeben. Sie lieben es, mit ihren eigenen Verdiensten zu prahlen. Sie
lieben es, mit ihren eigenen Errungenschaften anzugeben. Leute, wir haben hier einen Raum voller Menschen,
die entweder einst verloren waren und es jetzt nicht mehr sind, oder sie sind immer noch verloren. Fragt dich
selber mal: Warst du nicht einst ein Prahler, oder bist du nicht immer noch ein Angeber? Die Menschen sind die
ganze Zeit über erbärmliche Angeber. Das Kreuz aber spricht in anderen Tönen. Wisst ihr, was das Kreuz sagt?
Es sagt: „Sünder, halt deinen Mund!“ Einer meint: „Was? Wie kannst du es wagen? Das ist ein Ärgernis.“ Ganz
genau. Das ist das Ärgernis des Kreuzes. Es sagt den Menschen, sie sollen ihren prahlerischen Mund halten. Es
sagt den Menschen, dass sie böse sind. Dass sie wirklich, wirklich, wirklich böse sind. Es sagt den Menschen,
dass ohne das Kreuz ihnen nichts sicherer sein kann, als Verurteilung und Tod, und ewige Strafe und Vernichtung.
Es sagt den Menschen, dass Gott nicht so einfach mit der Sünde spielt. Es sagt den Menschen, dass sie in
schlimmen, schlimmen Schwierigkeiten stecken. Wenn du zum Kreuz schaust, und du gehst einfach leichtfertig
weg, tanzt herum und meinst: „Oh, ich hoffe, dass irgendwie zum Schluss alles gut zwischen mir und Gott enden
wird... Naja, im Grunde genommen ist Er einfach mein Kumpel, und es geht nur um mich und Ihn, weißt du...“
Am Donnerstag hatte mich ein junger Mann angerufen. Ständig kommen Leute zu mir mit solchen
Dingen. Es sind Leute, die nicht sicher sind, ob sie gerettet sind. „Ich versuche, gerettet zu werden, aber Gott
rettet mich nicht.“ Oder: „Ich versuche gerettet zu werden, aber naja..., ich denke ich bin gerettet, aber ich bin
nicht sicher, ob ich errettet bin, und ich weiß nicht, ob ich drin oder draußen bin, und ich habe von dir etwas
gehört, was du getan hast, also komme ich zu dir.“ Und während ich begann, das Problem hervorzubringen und
daran zu arbeiten, da fand ich heraus, dass die Augen jenes jungen Mannes einfach nur von sich selbst verzehrt
waren. „Tue ICH Buße? Tue ICH glauben? Mache ICH etwas? Und ICH...!“ Er bringt sich selbst an dem Punkt,
wo er versucht dieses zu tun, und jenes zu tun, und alles mögliche. Ich sagte ihm: „Mein Herr, ihr Problem ist,
dass ihre Augen nur auf sich selbst gerichtet sind. Sie sind nur mit sich selbst beschäftigt. Sie sind von sich selbst
besessen. Sie müssen ihre Augen auf Christus richten.“ Und während ich anfing tiefer zu bohren, wisst ihr, was
er mir da gestand? Er sagte, dass während er mit Gott über seinen Mangel an Heilsgewissheit rang, ob er nun
drin oder draußen sei, da sagte er, dass ein sehr starker Gedanke in all seinen Frustrationen aufkam; er dachte
nämlich: „Gott, ich verdiene es, gerettet zu werden.“ Ich sagte ihm: „Da haben wir es.“ Auch hier mögen einige
wie dieser Mann sitzen.



Oh, ich erinnere mich, wie ich zu einem Mann sprach, es war ein Mann, für den ich gearbeitet habe.
Und ich erinnere mich, wie ich ihm über uns erzählte, wie wir einige Gangster von der Straße wegholen. Da
empörte er sich, und ich sprach zu ihm: „Es hört sich so an, als ob du dich für was besseres hältst als sie.“ Dieser
Mann geht die ganze Zeit in die Gemeinde. Dieser Mann trägt die ganze Zeit eine Bibel mit sich. Und er sagte:
„JA!“ Er ist äußerlich ein sehr sittlicher Mann. Aber seine Reißzähne kamen hervor und er sagte: „Ich bin was
besseres!“



Ihr Lieben, vielleicht sind heute einige hier genauso wie dieser Mann. Jemand meint: „Ich bin nicht wie
diese Prostituierte. Ich bin nicht wie diese Leute.“ Vielleicht gibst du es nicht zu, aber du denkst es dir. Dazu
würde ich nur sagen: Komm mit mir, und schau auf das Kreuz. Mit all deiner selbstgerechten Einstellung, schau
auf das Blutbad, schau auf die Vernichtung und auf den Tod. Dies war nicht irgendein Mensch. Es war das
makellose Lamm Gottes; der Herr der Herrlichkeiten, persönlich; und Er wurde am Holz geschlachtet. Das zeigt

uns, Geschwister, dass abgesehen von dem Kreuz für Sünder nichts übrig bleibt, als das Gericht, und es wird hart
sein; nicht härter, wie das Gericht verlangt, aber das Gericht ist schlimm. Hört! Ihr meint, dass eure Sünde klein
ist. Jesus Christus sagte... Er sagte, dass ihr Rechenschaft abgeben müsst für jedes eurer kleinen, unnützen Worte.
Er sagte, dass Gott die Sünde so ernst nimmt, dass selbst wenn ihr ein unnützes, kleines Wort äußert, ihr am Tag
des Gerichts den Preis der Hölle dafür bezahlen werdet. Unsere Sünde ist eine Beleidigung für Gottes Herrlichkeit.
Sie ist ein Angriff auf Seine Herrlichkeit, und Seine Heiligkeit wird beleidigt und sie kann und wird nicht
die Sünde ertragen, und Er wird bis aufs äußerste alles bestrafen, was eure Sünde verdient. Die Menschen begreifen
einfach nicht, was ihre Sünde verdient.



Geschwister, hier ist, was ich tun möchte. Ich habe hier drei Abschnitte. Ich werde versuchen, recht
schnell durchzukommen. Jeder dieser drei Abschnitte beinhaltet vier Punkte. Als erstes möchte ich euch vier
Gräuel aufzeigen, die nötig sind, um die Macht des Kreuzes hervorzurufen. Zweitens möchte ich euch vier
herrliche Folgen zeigen, die durch die Macht des Kreuzes entfesselt werden. Und drittens möchte ich euch vier
Demonstrationen von der Macht des Kreuzes aufzeigen.



Erstens: vier Gräuel, die notwendig sind, um die Macht des Kreuzes hervorzurufen. Geschwister, lasst
mich euch sagen: Es gibt im Leben Dinge, die beängstigend sind. Da gibt es Dinge, bei denen wir sogar das Wort
„Gräuel“ benutzen, um sie zu beschreiben. Wisst ihr, die Menschen gebrauchen es lässig in Bezug auf Horrorfilme,
oder für solche Art der Dinge. Wisst ihr, das einzige, was wir hier tun können, ist einfach zu begreifen. Es
liegt einfach außerhalb unseres Verständnisses. Lasst mich euch sagen: Während dieser drei Stunden am Kreuz,
als die Finsternis das Land bedeckte, da waren zwei der vier inspirierten Schreiber des Evangeliums nicht einmal
dort. Sie schweigen absolut. Matthäus und Markus sagen uns eine Sache. Während Christus den Kelch des Zorns
von Gott dem Allmächtigen trank, schweigt die Bibel zum größten Teil. Und Gott verhüllt es mit Finsternis. Und
es scheint so, als würde Er zur Menschheit sagen wollen: „Das geht euch nicht so sehr was an, Ich werde es mit
einem Schleier bedecken. Es hat nur mit Christus und Mir zu tun.“ Da kommt diese eine Aussage: „Mein Gott,
mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“ Aber während der Gräuel dieser Finsternis, gibt uns die Bibel kurze
Einblicke, und wir erfassen sie, und genau das möchte ich an dieser Stelle tun.



Das Erste: ich werde mehr und mehr durch den Garten Gethsemane ergriffen, und davon, was in der
Nacht, bevor Christus starb, geschah. Hört! Hört einfach zu. „Und Er war in ringendem Kampf und betete
inbrünstiger.“ (siehe Lukas 22:44) Inbrünstiger als...was? Wahrscheinlich inbrünstiger, wie Er je zuvor in Seinem
Leben gebetet hat. „Sein Schweiß wurde aber wie Blutstropfen, die auf die Erde fielen.“ Das ist es, was uns
Lukas erzählt. Matthäus schreibt: „Und Er ging ein wenig weiter, warf sich auf Sein Angesicht...“ (siehe Matthäus
26:39) Der Herr der Herrlichkeit, vor dem alle sich beugen werden, ER ist es, der sich auf Sein Angesicht wirft.
Wenn ihr... wenn ihr das einfach nur hört. Markus schreibt uns, wie Er sich auf die Erde warf und sprach: „Abba,
Vater!“ (siehe Markus 14:36) „Wenn es möglich ist, so lass diesen Kelch an mir vorübergehen.“ Wenn es möglich
wäre. Und Matthäus schreibt, dass Christus folgendes zu Seinen Jüngern sprach: „Meine Seele ist tief betrübt
bis zum Tod.“ (siehe Matthäus 26:38) Ich möchte, dass ihr über diese Worte nachdenkt. Versteht ihr, was es für
einen Menschen bedeuten würde, gerecht zu sein? Es würde bedeuten, dass der Tod und das Gesetz keinen Anspruch
auf ihn hätten. Er könnte nicht sterben, bis er zur Sünde würde. Und dennoch spricht Er: „Ich bin betrübt
bis zum Tod.“ Eine andere Übersetzung sagt: „Betrübt bis zu dem Punkt des Todes.“ Begreift ihr, was Er da sagt?

Wisst ihr, was der Tod ist? Der Tod ist, wenn die Seele aus dem Leib gerissen wird. Hier ist Christus. Versteht
doch! Er befindet sich nicht unter der Last der Sünde. Er war noch nicht ans Kreuz gegangen. Es ist nur eine
Vorahnung von dem Kreuz. Es ist nur ein Gedanke davon, was Er durchmachen wird. Und alleine der Gedanke
daran reicht schon, Ihm die Seele aus dem Leib zu entreißen, und Er befindet sich an jenem Punkt. Nun, für
einen Sünder ist das ein Ärgernis, denn das ist ein Blick darauf, was der Mensch durchmachen muss, aber noch
weit mehr als ein Mensch,- selbst der Gott-Mensch. Denkt mal darüber nach. Der Gott-Mensch persönlich, in
Vorahnung des Zorn Gottes, ist bereit, getrennt zu werden. Er ist bereit, gespalten zu werden. Er ist bereit, unter
Qualen auseinandergerissen zu werden, und lasst genau DAS mal durch eure Köpfe, Herzen, Seelen und Gedanken
gehen. Dass ein gerechter Mensch in Vorahnung der Gräuel des Kreuzes zu solch einem Punkt gekommen
ist.



Das zweite Gräuel des Kreuzes findet sich in Psalm 22:15 : „Ich bin ausgeschüttet wie Wasser, und alle
meine Gebeine sind ausgerenkt. Mein Herz ist geworden wie Wachs, zerschmolzen in meinem Innern.“ Wisst
ihr, was es bedeutet... Ich erinnere mich, in der High School schlugen meine Freunde und ich uns gegenseitig so
hart auf den Arm, wie wir nur konnten. Oder könnt ihr euch vorstellen, wie es ist, wenn ihr in einem Auto seid,
und ihr seht jemanden im Rückspiegel kommen, und dieser jemand wird voll auf euch auffahren? Was passiert,
wenn euch bewusst wird, dass ihr getroffen werdet? Ihr verspannt euch. Ihr zieht euch zusammen. Aber lasst
mich euch sagen, was das hier bedeutet: „Ich bin ausgeschüttet wie Wasser.“ Es bedeutet, als der Allmächtige
Christus schlug, dass dieser zerschmolz. Da war keine Gegenwehr in Ihm. Die Wucht zerschmolz Ihn.
Geschwister, ich sage euch eines: Wenn unser Meister wie Wasser ausgeschüttet wird, wenn der Löwe
des Stamm Judas zerschmolzen wird durch den Zorn Gottes, warum ist der Mensch dann so unverschämt? Oh,
da gibt es Sünder, die so lässig posaunen: „Weißt Du, ich werde einfach in die Hölle gehen, wo all meine Freunde
sind, um dort an der Party teilzunehmen.“ Ich sage euch: jeder, der so daherredet, der hat nie die Worte gehört:
„Ich bin ausgeschüttet wie Wasser“, die vom Sohn Gottes persönlich kamen. Seine Seele wurde unter dem Zorn
wie Wasser verschüttet. Selbst der Sohn Gottes, persönlich; da war keine Abstützung, da war kein Widerstand.
Die Wellen von Gottes Zorn kamen über Ihn , und es zerschmolz Ihn.



Ein drittes Gräuel ist dieses Wort „zerschlagen“. Jesaja spricht zu uns davon. Jesaja 53:5 : „Doch Er wurde
um unsere Übertretungen willen durchbohrt; wegen unserer Missetaten zerschlagen.“ Jesaja 53:10 : „Aber dem
HERRN gefiel es, Ihn zu zerschlagen; Er ließ Ihn leiden.“ Geschwister, das Wort „zerschlagen“ bedeutet im
Hebräischen, dass Jesus in Stücke zerbrochen und zerschmettert wurde; nicht körperlich. Das hat nichts damit
zu tun, was die Menschen Ihm am Kreuz angetan haben. Das hat vielmehr mit dem emotionalen und geistlichen
„zerschlagen“ zu tun. Es war der Wille des Herrn, Ihn zu zerschlagen. Während dieser drei Stunden der Finsternis,
da hat Gott, der Vater von unserem Herrn Jesus Christus, um den Sündern zu vergeben und um dabei
gerecht zu sein, Seinen Arm erhoben und Christus solch einen Schlag verabreicht, dass es Ihn zerschmetterte. Es
hat Ihn geistlich und emotional in Stücke zerbrochen. Der heilige Diener von Jehova wurde zerschlagen.
Das vierte Gräuel: Ich habe schon gesagt, dass jene Schreiber des Evangeliums darüber schweigen. Gott
hat es mit Finsternis verhüllt. Und in all ihrer Inspiration sagt der Heilige Geist einfach: „Ihr Schreiber des
Evangeliums, ich werde nur zwei von euch die Aufgabe geben, nämlich Matthäus und Markus. Ich werde euch
einen flüchtigen Blick dieser drei Stunden erlauben, den ihr der Welt beschreiben könnt, sodass ihr den Hör-

ern und Lesern wissen lassen könnt, was unter dem Schatten dieser Finsternis stattgefunden hat. Jesus rief mit
lauter Stimme: „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“ Von Gott verlassen! Das war mit Jesus
am Kreuz geschehen. Er war von Gott verlassen. Gebraucht diesen Ausdruck nicht leichtfertig. Er war von Gott
verlassen. Der Sohn war verlassen. Was kann man dazu sagen? Gott, der Vater, verließ den Sohn. Etwas erinnert
daran, was es gekostet hat, den Menschen zu erlösen; es erschütterte die Grundfeste der Dreieinigkeit. Und ich
habe keine Worte. Ich kann es euch nicht sagen. Da komme ich nicht weiter. Ich weiß es nicht. Wer kann das
erklären?



Geschwister, diese Woche rief mich ein Mann an. Es war wieder jemand, der damit kämpfte, ob er
gerettet sei, oder nicht. Er sagte: „Ich bin an meinem Ende. Ich bin ein großer Sünder. Ich habe viele schlimme
Dinge in meinem Leben getan. Ich habe aus keinem anderen Grund gesündigt, als nur um zu sündigen Ich bin
am Ende.“ Er sagte weiter: „Aber ich denke, dass ich ein zu großer Sünder bin, um gerettet zu werden.“ Ich
antwortete: „Mein Herr, Sie meinen vielleicht, dass das eine demütige Aussage ist.“ Dann sagte ich: „Das ist eine
Aussage von solch bösartigem und stolzem Ausmaß, davon haben Sie keine Vorstellung.“ Ich sagte: „Mein Herr,
haben Sie jemals auf das Kreuz geschaut? Haben Sie jemals den Sohn Gottes verlassen gesehen? Seine Seele ausgeschüttet,



zerschlagen von der allmächtigen Heimsuchung Seines Vater? Haben Sie das jemals gesehen? Haben
Sie Ihn jemals im Garten gesehen, mit nur der Vorahnung von dem, was kommen wird, und was Ihn erwarten
würde, dass es Ihn buchstäblich zerrissen hat, und wie Er zu Seinem Vater flehte? Werden Sie das betrachten und
am Ende sagen, dass das nicht für Ihre Sünde ausreicht? Was wollen Sie nur daraus machen? Das war doch keine
belanglose Sache!“ Das Christus ans Kreuz ging,-Leute, das war kein Walzer durch den Garten! Was Er da durchgemacht
hat, das werden wir niemals wissen. Die Einzigen, die dem am nächsten kommen, dass sind jene Seelen,
die nach 10 Milliarden Jahren den Kelch des Zorn Gottes getrunken haben, und es weiterhin in alle Ewigkeiten
tun werden, denn jene werden nie annähernd an den Punkt kommen, um voll und ganz zu wissen, was Christus
durchgemacht hat. Wie Er in der Lage war zu sagen: „Es ist vollbracht!“; kein Mensch hat die Fähigkeit, die ganze
Schuld der Sünde wegzunehmen! Was meint der Mensch, wenn er sagt: „Ich glaube, ich bin zu schlecht?“ Meint
ihr, dass Jesus Christus in diese Welt gekommen ist und ans Kreuz ging, um gute Menschen zu erretten? Meint
ihr, dass Seine Seele ausgeschüttet wurde, um gute Menschen zu retten?


Versteht ihr jetzt die vier Erfüllungen des Kreuzes? Geschwister, hört: Im Alten Testament hat der
Hohepriester seine beiden Hände auf eine Ziege gelegt, so hat er die Sünden von Israel auf den Kopf der Ziege
übertragen, und die Ziege wurde fortgeschafft, und irgendwo in der Wildnis ausgesetzt. Das war ein Bild davon,
was Christus tun würde. Es war ein Vorbild. Es war eine Vorahnung. Hört euch das an, Hebräer 9:26 : „Nun aber
ist Er EINMAL erschienen in der Vollendung der Weltzeiten zur Aufhebung der Sünde durch das Opfer Seiner
selbst.“ Eines der herrlichsten Folgen der Macht des Kreuzes ist, dass es die Schuld der Sünde beseitigt. Wir
nennen es Sühnung, aus, Ausgang. Diese Vorsilbe ist gemeint bei „fernab von“, „weg von“. Könnt ihr euch David
vorstellen? Er schlief mit Bathseba. Er hatte ihren Mann getötet. Der Prophet Nathan kam und sprach: „DU ist
der Mann!“ Die Strafe für Mord und Ehebruch war der Tod. Könnt ihr euch vorstellen, welch süße Worte es für
Nathan, dem Propheten, waren, zu sagen: „Gott hat deine Sünde weggenommen.“ Wohin weggenommen? Es
spielt keine Rolle, wohin. Sie ist weg von mir. Christus nimmt sie fort. Genau davon sprach doch Johannes der
Täufer, oder nicht? Er sagte: „Siehe, da ist das Lamm Gottes.“ Was tut das Lamm? Es nimmt hinweg die Sünde der Welt. Johannes sagte: „Ihr sollt wissen, dass Er gekommen ist, um die Sünde wegzunehmen.“ Das ist es, was
Jesus Christus tat. Geschwister, bei Ihm ist Macht. Ich garantiere euch, es gibt nicht einen Menschen, nicht der
stärkste-lebende Mensch, nicht der gerechteste Mensch auf Erden, der die Stärke hat, auch nur eine Sünde von
einem Sünder sogar hochzuheben. Christus nimmt all die Sünden vom Volk Gottes, und aus all ihren Leben und
Er erhebt das Ganze und schafft es fort.


Das Zweite: Er wendet den Zorn Gottes ab. Wir nennen das Versöhnung. In Römer 3:25 stellt Gott
Christus voran, als ein Sühnopfer , das durch den Glauben an Sein Blut wirksam wird. Hört! Die Sünde entfacht
jedes Mal den heiligen Unmut Gottes. Gottes Rache ist, wenn Er Seinen Zorn vollführt, wegen dem Missfallen
der Sünde der Menschen; Seine Rache ist, wenn Er Seinen Zorn an einem Sünder vollzieht. Die Sühne ist die
Aufhebung jenen göttlichen Missfallens oder des Zorns, sodass Gott Seine Rache nicht an den Sündern vollstreckt.
Genau darauf bezieht sich diese Stelle. Zu versöhnen bedeutet, zu beruhigen, oder den Zorn zu beseitigen.
Hört euch das an: Wenn ihr nach dem griechischen Wort für Versöhnung sucht, und ihr sucht in der
Septuaginta, der griechischen Übersetzung des Alten Testaments, so findet ihr hier eine Stelle, wo es vorkommt,
nämlich in 4. Mose 17:9 „Und der HERR redete zu Mose und sprach: Entfernt euch aus der Mitte dieser Gemeinde,
so will ich sie in einem Augenblick vertilgen!“ Hier ist Gott, ein verzehrendes Feuer. Die Menschen
haben Ihn provoziert durch ihre Sünden. Aber da haben wir Mose und Aaron. Sie fielen auf ihr Angesicht. „Und
Mose sprach zu Aaron: Nimm die Räucherpfanne und tue Feuer vom Altar hinein und lege Räucherwerk darauf,
und geh schnell zu der Gemeinde und erwirke Sühnung für sie!“ Hier ist unser Wort, Sühnung. „Erwirke
Sühnung für sie, denn der Zorn ist vom HERRN ausgegangen; die Plage hat begonnen! Da nahm Aaron die
Räucherpfanne, wie Mose gesagt hatte, und lief mitten unter die Gemeinde. Und siehe, die Plage hatte unter dem
Volk angefangen; und er legte das Räucherwerk darauf und erwirkte Sühnung für das Volk; und er stand zwischen
den Toten und Lebendigen; da wurde der Plage gewehrt.“ Wenn wir nach Golgatha blicken, dann sehen
wir, dass der Retter für uns gestorben ist. Wir sollten aber in Seinem Tod nicht zuerst unsere Errettung sehen,
sondern dass unsere Verurteilung durch Ihn davongetragen und fortgeschafft wurde. Wenn Sündern jemals
vergeben werden sollte, so müssten ihre Sünden bestraft werden, demzufolge über alles andere. Es war diese
Forderung von Gott, persönlich; seine angegriffene Heiligkeit verlangte, dass die Sünde bestraft werden soll.
Wenn Seine Heiligkeit mit der Sünde konfrontiert wird, so muss sie dagegen mit einem zornigen, ausgegossenen,
göttlichen Gericht reagieren. Als Christus starb, wegen Seinem eigenen, unendlichen Wert als Sohn Gottes, da
tat Er genug, um vollständig die Forderungen von Gottes Herrlichkeit und Gerechtigkeit zu erfüllen. Und ich
sage euch eines: Er ist der große Hohepriester. Das ist ein Bild davon im Alten Testament, in 4. Mose, wie Aaron
hinauslief. Dort steht, dass er zwischen den Lebenden und den Toten stand. Das ist Christus. Habt ihr je von
Ihm gehört, wie Er zwischen den Leben und den Toten steht? I Ich sehe vor meinen Augen ein Bild von Ihm am
Tag des Gerichts. Er führt all die Schafe zu Seiner Rechten. Und Er führt all die Böcke zu Seiner Linken. Und wer
scheidet sie? Er tut es. Er steht zwischen ihnen, Er steht zwischen den Lebenden und den Toten. Er nimmt den
Zorn hinweg. Seht ihr, was geschehen war? Einige kamen um. Aber Aaron kam, und machte das Sühnopfer für
einige von ihnen.


Drittens: Es stellt eine zerstörte Beziehung wieder her. Wir nennen das Aussöhnung. „...und um die
beiden in EINEM Leib mit Gott zu versöhnen durch das Kreuz, nachdem Er durch dasselbe die Feindschaft getötet hat.“ Epheser 1:26 Wisst ihr was? Es gibt eine Entfremdung. Der Mensch hat seine Beziehung zu Gott durch seine Sünde, und durch seine Schuld, zerstört. Unsere Sünde trennt uns von Gott. Das ist eins der Dinge, die Christus tut. Er geht ans Kreuz und bietet uns Frieden an. Er macht aus Feinden Freunde und Liebende.



Wollt ihr den vierten Grund wissen? Er bezahlte unsere Schuld. Das ist eine weitere Sache, auf die sich
die Bibel bezieht, nämlich die Erlösung. In Epheser 1:7 steht: „In Ihm haben wir die Erlösung durch Sein Blut,
die Vergebung der Sünden nach dem Reichtum Seiner Gnade...“ Jesus schrie auf in seinem verlassenen Todeskampf;
Sein eigenes Lebensblut wurde herausgeschüttet. Und ich sage euch, was da passiert war. An der Stelle
wurde bezahlt; die Bezahlung fand statt. Wisst ihr, wovon die Erlösung spricht? Sie spricht von einem Lösegeld.
Hört! Ihr mögt wahrscheinlich nicht immer so denken, aber die Bibel scheint Lösegeld mit Erlösung zu verbinden.
Es handelt sich um Erlösung , wenn jemand durch ein Lösegeld aus der Gefangenschaft freigekauft wurde.
Lösegeld...,- die Erlösung spricht immer von Gefangenschaft. Wir werden in vielfältiger Weise durch die Sünde
gefangengehalten.


Wisst ihr, es ist sehr interessant, im Grunde findet man... es hat den Anschein, dass der Preis des
Lösegelds ebenfalls ein Adoptionspreis ist. Warum ich das sage? Nun, schaut... I In Offenbarung 5:9 steht, dass
„...durch Dein Blut (zu Christus sprechend) hast Du Menschen für Gott erkauft.“ „Du hast erkauft.“ „Menschen
für Gott.“ Deswegen wurden wir erkauft. Wir wurden aus der Gefangenschaft der Sünde erkauft; wir wurden
erkauft, um ein Volk für Gott zu sein, um in die Familie Gottes einzutreten. Galater 4:4-5 : „Als aber die Zeit
erfüllt war, sandte Gott Seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, damit Er die, welche
unter dem Gesetz waren, loskaufte, damit wir die Sohnschaft empfingen.“ Wir wurden losgekauft, damit wir die
Sohnschaft empfingen. In 1. Petrus 1:18 steht: „Ihr wurdet losgekauft aus dem nichtigen Wandel, den eure Väter
überliefert haben.“ Mit anderen Worten, wir wurden losgekauft aus der Familie unserer Vorväter, aus ihrem
nichtigen Wandel, aus ihrer nichtigen Art des Denkens, aus ihrer nichtigen Art, sich Gott zu nähern, und ihr
wurdet davon losgekauft und seid nun auf der anderen Seite. Ich sage euch Folgendes: Ihr Lieben, es erfordert
die Macht des allmächtigen Gottes, um euch anders zu machen als eure Vorväter. Meint ihr, man könne einfach
ausbrechen und sagen... wie heißt es in diesem Lied „Cats in the cradle“ (Katzen in der Wiege) : „Ich werde so
wie du sein, Papa.“ „Du weißt, ich werde genauso wie du sein.“ Erinnert ihr euch an dieses Lied? Und ich sage
euch was: Tatsache ist, dass es absolut wahr ist, dass abgesehen von der Macht des allmächtigen Gottes, ihr so
werdet wie eure Väter; ihr werdet genauso wie jene, die vor euch waren. Ich wäre genauso geworden wie mein
Vater. Und es erfordert den Preis des Lösegelds, einer unendlichen, allmächtigen Macht, um euch aus eurer
Abstammungsfamilie herauszukaufen, und euch in die Familie Gottes zu setzen. Es erfordert den Preis des
Lösegelds, genau das Opfer des Leibes, die Ausschüttung des Blutes, die geistliche Zerschlagung des lebendigen
Christus.


Wir haben also diese vier Gräuel, und vier Begünstigungen. Lasst mich euch jetzt hier sehr schnell vier
Demonstrationen von der Macht des Kreuzes geben. Hört euch das an. Einige von euch mögen Robert Murray
McCheyne kennen. Dieser Name steht für einen gottesfürchtigen Mann, der vor uns gegangen ist. Er war ein
schottischer Presbyterianer, der im Alter von 29 Jahren starb. Er war ein sehr gottesfürchtiger junger Mann. Viele
Seiner Predigten und seine Biographie sind bis zum heutigen Tag erhalten geblieben. Hört, was aus seiner Feder
kam: „Das beeindruckendste Beispiel...“ Er schrieb diese Worte, nachdem er das in einer Versammlung gehört hatte.


„Das beeindruckendste Beispiel von eigener Hingabe und Opferbereitschaft im Namen Christi, von dem
ich je gehört habe in diesen Tagen der Gleichgültigkeit , wurde mir letzte Woche von einem englischen Pastor
erzählt. Es wurde nie gedruckt, und deswegen werde ich euch einfach davon, wie ich es gehört habe, berichten,
damit unsere kalten Herzen aufgerüttelt werden, dass wir uns doch selbst dem Herrn übergeben mögen.
Die schreckliche Krankheit Lepra existiert immer noch in Afrika, ob es sich um dieselbe Lepra wie in
der Bibel handelt, weiß ich nicht, Aber sie wird als unheilbar und dermaßen ansteckend betrachtet, dass sich
niemand wagt, einem Leprakranken zu nahe zu kommen. Im Süden Afrikas befindet sich ein großes Quarantäne-
Lazarett für Leprakranke. Es ist ein immenses Bauwerk, das durch eine hohe Mauer umzäunt ist, und
darin befinden sich Felder, auf denen die Leprakranken anbauen können. Es gibt nur einen Eingang, und dieser
wird streng bewacht. Sobald jemand die Anzeichen von Lepra an sich hat, wird er sofort zu dieser Pforte
gebracht; er wird dazu genötigt, hineinzugehen, und niemals zurückzukehren. Niemanden, der durch dieses
schreckliche Tor eingeht, wird je erlaubt sein, wieder herauszukommen. Innerhalb dieser Elends-Residenz gibt
es eine Vielzahl von Leprakranken, mit allen Stufen jener Krankheit. Dr. Hollbeck, ein Missionar der Kirche
von England konnte von der benachbarten Spitze eines Hügels aus die Leprakranken bei ihrer Arbeit innerhalb
des Quarantäne-Lazaretts beobachten. Besonders waren ihm zwei Männer aufgefallen, die auf dem Feld Erbsen
säten. Einer von ihnen hatte keine Hände. Der andere hatte keine Füße; ihre Glieder waren durch die Krankheit
verzehrt worden. Der eine, dem die Hände fehlten, trug den anderen, dem die Füße fehlten, auf seinem Rücken,
und dieser trug wiederum in seinen Händen den Beutel mit der Saat. Er ließ hin und wieder eine Erbse fallen,
welche der andere dann mit seinem Fuß in den Boden drückte. Und so verteilten sie die Arbeit eines Mannes
auf zwei. Oh, wie wenig wir von dem Elend in dieser Welt wissen, wie z.B. in dieser Strafanstalt für Kranke. Ihr
werdet jetzt fragen: „Wer kümmert sich um die Seelen dieser unglücklichen Insassen? Wer wird es wagen, durch
dieses schreckliche Tor zu gehen, um nie wieder zurückzukehren? Wer wird Vater und Mutter, Häuser und Land
verlassen, um die Botschaft eines Retters zu diesen armen Leprakranken zu überbringen?“ Ich werde euch sagen,
wer. Zwei mährische Missionare, angetrieben von der göttliche Liebe für Seelen, haben das Quarantäne-Lazarett
als ihr Arbeitsfeld erwählt. Sie gingen hinein, und kamen nie wieder heraus. Und mir wurde erzählt, dass sobald
diese beiden gestorben waren,- die, welche mit hoher Wahrscheinlichkeit sterben, erleiden einen sehr furchtsamen
Tod haben,- dass weitere Mährische Brüder bereit sind, ihre Stelle zu füllen. Oh, meine lieben Freunde,
mögen wir nicht erröten und uns vor Gott schämen, dass wir,- erlöst durch dasselbe Blut und unterrichtet durch
denselben Geist,- dennoch jenen Männern so unähnlich sind mit ihrer leidenschaftlichen, herzlichen Liebe zu
Jesus und Menschenseelen. Und ich frage euch: Was brachte zwei junge Männer dazu, sich selbst als Missionare
aufzuopfern im Namen Gottes, um Vater, Mutter, Heim und Bequemlichkeiten zu verlassen, um in ein entferntes
Land zu gehen? Dass ist eine Macht, die das verursacht...“ Es ist eine Macht, die Menschen dazu veranlasst,
ihre Bequemlichkeiten in dieser Welt abzulegen, und so etwas tun. „Es ist die Macht des Kreuzes Christi.“ Dies
stammt größtenteils aus der Feder Spurgeons, dem Baptisten-Pastor, vor 150 Jahren. Er erzählt die Geschichte
eines Herrn Thomas Hawks, den man gepackt hatte, um die Bauchgegend herum auf den Scheiterhaufen kettete,
wo er für seinen Glauben verbrannte. Hawks, als er im Gefängnis war, bevor er auf den Scheiterhaufen kam,
versprach seinen Freunden: „Mit der Hilfe Gottes werde ich euch zeigen, dass man die schrecklichsten Qualen
durchstehen kann im herrlichen Namen Jesu Christi und Seines Evangeliums, die Tröstungen, die in der Lage sind, die glaubende Seele über alle Verletzungen, die man dem Menschen zufügen kann, zu erheben.“ Sobald die Flammen um ihn herum am Kreuz angezündet wurden, brannten diese mit solch einer Wucht, dass seine Stimme durch ihre Heftigkeit sofort erstarb. Sein Körper schrumpfte zusammen. Die Menschen nahmen an, er wäre tot. Sein Leib war verzehrt. Die Schaulustigen, die sahen, wie verbrannt er war, erwarteten, seinen Körper über die Kette entzwei brechen zu sehen, damit er ins Feuer fällt. Aber stattdessen erhob er seine lodernden Hände, jeder Finger sprühte Feuer. Er klatschte damit 3 mal und schrie: „Nichts als Christus, nichts als Christus!“


Leute, sagt mir, was hat die Macht auf dieser Welt, einen Menschen in Flammen zu setzen, sodass dieser
mit Sieg, Kraft, Autorität und Triumph ausruft: „Nicht als Christus“ ? Leute, welch wundersame Energie hat diesen
Menschen ergriffen, und ihn stark gemacht? Was half ihm, diese Grausamkeiten der Menschen auszuhalten?
Was brachte ihn dazu, unbewegt in den Flammen zu bleiben? Ich werde es euch sagen. Es ist etwas anderes. Es
ist etwas Machtvolles. Es ist das Kreuz Jesu Christi. Paulus sagt: „Für uns aber, die wir gerettet werden, ist es eine
Gotteskraft.“ (siehe 1. Korinther 1:18) Das Kreuz hat die Macht, unser Festhalten am Leben zu lockern, und den
Grausamkeiten der Menschen die Stirn zu bieten und zu sagen: „Ich werde auf euren Scheiterhaufen gehen, aber
ich werde dieses Kreuz nicht verleugnen.“



Leute, ihr könnt das Kreuz nicht verleugnen, wenn ihr seine Macht geschmeckt habt. Ihr könnt nicht
daherkommen und geringschätzig darüber reden und meinen: „Ich glaube nicht länger daran“, oder „Ich widerrufe
meinen Glauben daran“, wenn ihr seine Macht erfahren habt. Wenn die Verfolgung anfängt, diejenigen,
von denen Matt in der Sonntagsschule sprach, die nicht bis zum Ende ausharren, sie werden genau aus diesem
Grund weggehen. Sie haben nie die Macht des Kreuzes erfahren. Ihr werdet an eurem Glauben festhalten, inmitten
jener Flammen, und wenn alles vom Feuer verzehrt ist, so werdet ihr den Sieg Christi ausrufen. Es gibt nur
EINEN Weg. Es gibt nur EINE Macht in dieser Welt, die das hervorruft: es ist die Macht des Kreuzes. Dies ist
uns erhalten geblieben durch den bemerkenswerten Christen Jonathan Edward, im Buch „Das Leben des David
Brainerd“. Auf seinem Sterbebett litt Brainerd unter den schlimmsten Todesqualen. In jenen Tagen gab es kein
Morphium, es gab kein Tylenol, es gab nicht einmal Aspirin. Er sprach zu jenen, die sich um ihn versammelten:
„Zu sterben ist etwas anderes, wie sich die Leute vorstellen.“ Manchmal wurde er wahnsinnig vor Schmerzen. Er
sagte, dass es unmöglich für jemanden sei, die Qualen, die er fühlte, zu ermessen. In seiner Pein war er darum
bekümmert, dass er Gott nicht in seinem extremen Todeskampf entehrte. Er sagte, dass der Gedanke, die Pein
auch nur eine Minute länger ertragen zu müssen, fast unerträglich war. Dort lag er von Schmerzen gequält.
Der Gedanke, es noch eine Minute länger aushalten zu müssen, trieb ihn fast in den Wahnsinn. Er wurde umsorgt
von Jonathan Edwards Tochter, Jerusha Edwards, und er liebte sie. Und in all einen Schmerzen, in all
seinem Leiden und mit dem Bewusstsein, dass er davor stand, die Frau, die er liebte, zu verlassen, da sprach er
mit Freude und Friede, dass er bereit sei, sie und das Leben zu verlassen, Er war bereit für die Ewigkeit. Und
ich sage euch Folgendes: Was gibt einem Menschen auf dem Sterbebett diese Hoffnung? Hört! Ich habe meine
Tante sterben gesehen. Ich ging ins Krankenhaus. Sie starb ohne Christus. Sie war in solcher... Da war solch eine
Angst in ihren Augen. Sie war eine etwas über 40 jährige Frau, die wie ein kleines Kind nach ihrer Mutter weinte.
„Mama!“ Sie hatte einen Blick in ihren Augen. Ich war am Bett meines Stiefvaters, als er ohne Christus starb.
Wenn ihr meint, ihr könnt Christus verschmähen, kommt zur Gemeinde! Seid religiös und kommt zum Ende
auf eurem Sterbebett, und wenn ihr denkt, ich werdet einen einfachen Tod ohne Christus haben, ihr würdet einen einfachen Tod haben, wenn euch in diesem Leben an Heilsgewissheit gemangelt hat; ihr würdet einen einfachen
Tod haben, indem ihr euren Gemeindebesuchen und Werken vertraut... Ich habe es gesehen. Die Menschen
sterben keinen einfachen Tod. Es gibt nur einen Weg für die Menschen, einen einfachen Tod zu sterben,
und das liegt in einer für dieser Welt unbekannten Macht.



Es ist eine Macht, die von diesem Kreuz kommt. Eins habe ich noch, dann bin ich fertig. König Jakob II
von England hatte im Februar 1685 zwei Covenanters,- zwei Frauen, Margaret Wilson (18 Jahre alt) und Margaret
McLaughlin (64 Jahre alt) in der Nähe von Wigtown verhaften lassen, unter dem Verdacht, sie hätten an
einem nicht genehmigten Gebetstreffen teilgenommen. Sie wurden beide bei Wigtown in der ansteigenden Flut
an Pfähle gebunden. Wenn sie einfach nur ihren Glauben und ihren Retter verleugnet hätten, so wären sie frei
gewesen. Beide haben das abgelehnt. Die ältere Margaret war die erste, die ertrank, während die jüngere Margaret
es verweigerte, sich der Folter der Soldaten zu beugen, die sich um sie herum versammelten und ihren Kopf
unter das Wasser drückten. Spottend riefen sie: „Nimm noch einen Drink, Henny.“ Aber sie trotzte ihnen, indem
sie den Psalm 25 sang, während das Wasser sie verschlang. Die Leichen der beiden Margarets wurden zusammen
auf dem Friedhof in Wigtown begraben, mit ihnen drei weitere Männer aus ihrem Ort, die einige Tage später
ebenfalls wegen ihren Glaubens hingerichtet wurden.



Ich frage euch jetzt einfach: Welches Wunder der Gnade erzeugt solche Sanftmut, und solche Geduld,
und solche Heiterkeit und solche Selbstverleugnung bei den zwei mährischen Brüdern, bei dem Mann in den
Flammen, bei dem Mann in Todesqualen auf seinem Sterbebett, und bei den zwei Frauen in einer ansteigenden
Flut? Bruder, Schwester, ich werde euch eines sagen: Da ist Macht in diesem Kreuz, um uns von jeder Verlustangst
in diesem Leben zu befreien, um loslassen zu können. Ihr seid keine Bürger dieser Welt. Die Macht
dieses Kreuzes hat uns frei gemacht und uns bei Gott ausgelöst. Wir sind ein Volk eines anderen Königreichs.
Die Macht des Kreuzes beruft uns nicht zum entspannen, oder zum Luxus, oder zum Ruhestand, zum ausruhen
oder für Sicherheiten. Ihr seid dazu berufen, in der Macht des Kreuzes zu leben.



Gott, hilf uns. Ihr wollt ein prophetisches Wort? Hier ist eins. Einige von euch, die hier sitzen, haben
eine furchtbar nutzlose Zuversicht. Ihr lächelt und grinst, ihr spielt und lacht, während der entfernt-grollende
Donner vom Zorn auf euch zukommt. Ihr seid Unbekannte für die Macht des Kreuzes. Einige von euch werden
verzehrt werden, die momentan meinen, sie würden es nicht. Es wird euch unerwartet treffen. Ich weiß, dass
es wahr ist. Das gesündeste für die heutige Gemeinde wäre, wenn Gott mich nehmen würde, und mich an ein
Kreuz stellen würde, wo mein Körper zu Asche verbrennen würde, sodass ihr mich alle sehen könntet, wie ich in
diesem Feuer dreimal in die Hände klatsche und siegreich ausrufe. Es würde die Flachsereien eliminieren. Einige
von euch nehmen diese Sache viel zu leichtsinnig. Da ist Macht in dem Kreuz. Jesus Christus ertrug die Gräuel
an dem Kreuz, damit Sünder derartige Frucht und solcherlei Macht vorweisen. Verschmäht das nicht. Betrachtet
es nicht als belanglose Sache. Was Er am Kreuz vollbracht hat, ist absolut rechtsgültig, um die Verdorbensten,
Schlimmsten und die Zurückgebliebenen zu erretten. Jesus Christus kam in diese Welt und tat, was Er am Kreuz
vollbrachte, nämlich die Macht am Kreuz freizusetzen nur aus einem einzigen Grund: um wirklich, wirklich,
wirklich schlechte Menschen zu retten, Gericht-verdienende, Hölle-verdienende, Zorn-verdienende elende,
verkommende, erbärmliche Menschen. Gott bewahre, dass auch nur der Gedanke in euren Köpfen auftaucht,
ihr wärt zu schlecht, um gerettet zu werden, durch was ich euch gerade beschrieben habe. Gott bewahre! Das
ist kein Zeichen der Demut. Es ist ein abscheulicher Gedanke. Euer Gedanke würde ebendieses Kreuz Christi
entheiligen, wenn es die Macht dazu hätte.



Geschwister, lasst mich euch eines sagen: Ich denke, wir würden mehr Menschen gerettet sehen, wenn
wir lernen, dass unsere Botschaft an diese Welt klar genug sein muss, biblisch genug, was das Kreuz betrifft, dass
wir ihm nicht seine Macht entnehmen. Denn wenn ihr euch darin bemüht, das Kreuz nicht anstößig zu machen,
so habt ihr die Macht verloren. Geschwister, ich sage es euch Folgendes: , Wenn ihr nach einem System Ausschau
haltet, nach einem Weg, nach einer Technik, wenn ihr nach etwas Notwendigem in eurer Heilsbotschaft
Ausschau haltet, so nehmt diese Botschaft zu Herzen. Wisst, wie ihr das Kreuz in einer Weise erklären könnt,
die anstößig ist. Wenn ihr an den Punkt gekommen seid, wo ihr daraus weniger macht als das, so haben wir die
Macht von unserem Evangelium verloren. Möge Gott uns helfen.