„Sünde beging praktisch Selbstmord, als sie den Erretter tötete, denn sein Tod hat die Sünde umgebracht.” – Charles Haddon Spurgeon

  
Vorbereitung auf Erweckung
Kategorie: Dokumente

Titel: Vorbereitung auf Erweckung
Sprecher: Helmut Richert
Datum: 00.11.2011
hinzugefügt: 18.10.2011
Sprache(n):
Dateigröße: 107.62 kB

Inhaltsverzeichnis:


#1 – Will Gott Erweckung geben oder nicht?
#2 – Die festgesetzte Zeit ist nahe
#3 – Was müssen wir tun und was muss Gott tun?
#4 – Die manifeste Gegenwart Gottes
#5 – Wir haben doch schon alles!?
#6 – Einheit und Bruderliebe



1. WILL GOTT ERWECKUNG GEBEN ODER NICHT?
Erweckung ist etwas, was nur Gott machen kann. Wir wissen aus Gottes Wort, das alles seine Zeit hat, auch jede göttliche Heimsuchung. Allerdings ist das Kapitel damit noch nicht abgeschlossen. Wir können nicht einfach die Schuld auf Gott schieben und sagen: "Gott will wahrscheinlich zur Zeit keine Erweckung geben" oder "Es ist wahrscheinlich noch nicht die von Gott festgesetzte Zeit für Erweckung". Gott hat Erweckung viel mehr auf dem Herzen als wir, weil er viel mehr als wir sieht, wie abgefallen, realitätslos und kraftlos das heutige Christentum (in Europa) ist und wie nötig der Leib Christi in Europa eine Wiederbelebung notwendig hat. Gott will Erweckung. Aber Gott wird nichts tun, wenn er nicht Gefäße hat, durch die er sein Werk tun kann. Gott hat nicht - wie wir Menschen - verschiedene Methoden und Formeln, Gottes Methode sind Menschen, das sagt die Bibel sehr deutlich. Erweckung hat immer - schon im AT und durch die ganze Geschichte - mit einzelnen Menschen angefangen, sich auf Gruppen ausgeweitet und ist dann durch eine Gruppe, die eines Herzens war, ausgebrochen. Und hier liegt das Problem.


1.1 WARUM HABEN WIR KEINE ERWECKUNG?
Wir geben die Schuld nicht irgendwelchen Atheisten, Satanisten oder sonstwem. Wir geben die Schuld auch nicht den lauen Christen. Wir geben die Schuld auch nicht den Denominationen, weder den Pfingstlern, Mennoniten, Lutheraner, Charismatiker oder sonstwem. Wir geben die Schuld auch nicht dem Zeitgeist. Wir geben die Schuld nur uns selbst. Wir, die wir behaupten, von Gott erweckt zu sein, die wir behaupten, dass wir das wahre Evangelium predigen und behaupten, dass wir die ganze Bibel glauben und als höchste Autorität anerkennen, wir sind schuld. Wir, die wir uns für geisterfüllt halten, die von Gott mit verschiedenen Gaben ausgerüstet wurden, wir sind schuld. Natürlich haben wir den Heiligen Geist mit der Wiedergeburt empfangen. Einige von uns haben auch eine "Erfüllung mit dem Heiligen Geist" erlebt - aber trotzdem ist das nicht zu vergleichen mit der Geistesfülle und Kraft und Reinheit der Apostel und ersten Christen, die "die Welt auf den Kopf gestellt haben" und das ohne elektrisch verstärkte Musik, Powerpoint und multimediale
Öffentlichkeitsarbeit. Wir, die wir behaupten uns ganz Gott hingegeben zu haben, wir sind schuld. - Wir merken jetzt schon, dass unser richtiges geistliches Vokabular nicht ausreicht. - Wir merken jetzt schon, dass unsere angebliche "Geistesfülle" nicht ausreicht. - Wir merken, dass das "Reden in anderen Sprachen" nicht ausreicht und in den meisten Christen sowieso kein Unterschied bewirkt - Wir merken, dass es auch nicht ausreicht, wenn wir zwar die richtige Theologie und das richtige Denken haben, aber trotzdem zuhause in Sünde leben - Wir merken, dass etwas nicht in Ordnung ist, wenn wir einerseits Erweckung wollen, andererseits aber voller Kritik, Streit, Hass und Herzenshärte sind - Wir merken, dass etwas nicht stimmt, wenn wir lieber stundenlang im Internet surfen, aber ungeduldig werden, wenn wir Gott länger als 2 Stunden preisen sollen - Wir merken, dass unser Herz nicht zerbrochen ist über unseren Zustand und den der anderen Christen und wir lieber mit dem Finger auf ihre Sünden zeigen anstatt dass wir zerbrochenen Herzens für sie beten Wir reden lieber über die Verführung die durch Todd Bentley kommt anstatt dass wir ein zerbrochenes Herz für ihn zu haben und für ihn zu beten. Wir denken, wir hätten ein Recht, andere Christen zu richten, wenn wir sie bei bestimmten Sünden erwischen. anstatt dass es uns das Herz zerbricht und wir Gott suchen. Die Wahrheit ist: Wir sind schuld. Wir sind sündig, aber wir wissen es nicht. Wir brauchen Überführung. Nur eine Begegnung mit dem lebendigen Gott kann uns wirklich zeigen, wie sündhaft wir sind. Wir brauchen das Licht Gottes, die Überführung des Heiligen Geistes, sonst werden wir blinde Blindenführer sind. Jeder der die Schuld bei anderen sucht, ist noch nicht bereit für Erweckung.


1.2 WAS IST DAZU NOTWENDIG?
Wenn mein Volk, dass nach meinem Namen genannt ist, sich 1) selbst demütigt 2) dann betet 3) mein Angesicht sucht 4) und von seinen bösen Wegen umkehrt
dann werde ich vom Himmel her hören und das Land heilen. Zuerst kommt dass demütigen, wenn dass nicht geschieht, dann ist alles andere Zeitverschwendung. Wenn wir nicht bereit sind, uns zu demütigen, indem wir Buße tun und alles Verkehrte aus unserem Leben ausräumen, brauchen wir gar nicht erst mit dem Beten anfangen. Apg 3:19f So tut nun Buße und bekehrt euch, daß eure Sünden ausgetilgt werden, damit Zeiten der Erweckung von der Gegenwart des Herrn kommen Es wird keine Erweckung ohne Buße geben. Mit Buße ist nicht Anklage oder Verdammung oder irgendeine "Betrübnis der Welt" gemeint, wie der Apostel Paulus meint, sondern die Überführung von Sünden durch den Heiligen Geist. Diese "göttliche Trauer" führt immer zur Freude und Fröhlichkeit. Aber der Weg dahin ist Buße. Wir brauchen ein zerbrochenes Herz und einen zerschlagenen Geist. Wir brauchen auch Gottes Licht, die Überführung durch den Heiligen Geist und die heilige manifeste Gegenwart Gottes, sonst ist alles vergeblich. Wenn unsere Buße nur bei verstandesmäßiger Zustimmung bleibt, dann wird unser Vokabular und unsere Theologie noch richtiger, aber unser Leben wird sich nicht verändern, wir werden keine Gefäße, durch die Gottes überragende Auferstehungskraft fließen kann. In Argentinien hat eine Gruppe von Menschen 50 Tage lang geweint und Buße getan, bis an manchen Tagen das Wasser 10cm tief stand, nur von ihren eigenen Tränen. Diese Menschen sind Gottes Heiligkeit begegnet und haben wie Jesaja oder Hiob ihre eigene Sündhaftigkeit erst im Licht Gottes gesehen und ausgerufen: "Weh mir, ich vergehe" und "Ich habe vom Hörensagen von dir gehört, jetzt aber hat mein Auge dich gesehen. Deswegen hasse ich mich und tue Buße in Staub und Asche". Wenn jemand kein Grund zur Buße hatte, dann war es Hiob. Aber in Gottes Licht sieht alles anders aus. Wir brauchen das Licht.


1.3 WAS VERSTEHT IHR UNTER "ERWECKUNG"?
Jesaja sagt: Zerreisse den Himmel und komm herab, Herr! Das ist im Grunde alles. Man kann es in einem Wort beschreiben: Emmanuel - Gott mit uns. In der Bibel finden wir verschiedene Berichte, über diese historischen Ereignisse, an denen Gott die Erde besucht, zum Beispiel am Berg Sinai oder an Pfingsten. Jedesmal wenn er
erscheint, werden die Menschen von der unglaublichen Herrlichkeit und Heiligkeit in Angst und Schrecken versetzt, vor allem wenn sie ihre Sünde nicht aufgeben wollen. Dann kann es sogar passieren, dass Gottes Heiligkeit sie umbringt (zum Beispiel bei der Rotte Korachs oder bei Hananias und Saphira). In der Erweckung in Schottland, auf den Hebriden, war die Gegenwart Gottes so stark, dass einige Menschen sich nicht auf die Strasse trauten und dass desöfteren die Häuser bebten (wie in der Apostelgeschichte). In Wales war die Gegenwart Gottes so heftig, dass die härtesten und abgebrühtesten Männer plötzlich anfingen zu weinen. In einigen Städten wurden alle Kneipen geschlossen und die Polizei gründete Gesangsvereine, weil sie arbeitslos waren. Es hatten sich so viele Menschen zu Gott bekehrt, dass es kein Verbrechen mehr gab. Das sind nur einige Beispiele, in der Bibel und in der Geschichte finden wir viele weitere Beispiele.


2. DIE FESTGESETZTE ZEIT IST NAHE
Gemäß der Bibel gibt es für alles unter der Sonne eine festgesetzte Zeit. Ich glaube, dass die festgesetzte Zeit für Erweckung da ist oder schon sehr nahe ist. Erweckung ist zum einen Gottes souveränes Handeln, zum anderen ist es aber auch an Bedingungen geknüpft, die wir Christen (nicht die anderen…) erfüllen müssen.


2.1 WARUM GLAUBEN WIR, DASS DIE ZEIT REIF IST?
Unsere Gemeinschaft von Christen hat in den letzten zwei Jahren eine immense Zeit der Buße, Befreiung und Reinigung erlebt. Wir erleben auch, wie Gott in den letzten Jahren in Deutschland an vielen, oft verborgenen und unscheinbaren Orten, anfängt zu wirken und Menschen zu verändern. Wir haben selber erfahren, dass diese Reinigung und Buße uns sehr verändert hat, zum einen ist das Reich Gottes in unserem Alltag realer geworden und zum anderen hat es auch unsere Versammlungen sehr verändert. Das Reich Gottes beginnt mit Buße – Johannes der Täufer wusste dies und predigte: „Tut Buße, denn das Reich Gottes ist nahe“. Jesus predigte dieselbe Botschaft und sandte seine Jünger mit genau dieser Botschaft aus. Petrus predigte (nach der Kreuzigung, Auferstehung und Pfingsten) dieselbe Botschaft: „Tut Buße“, und Paulus mach deutlich, dass Buße ein wesentlicher Bestandteil seines Evangeliums ist: „Ich verkündigte sowohl Juden als auch Griechen die Buße zu Gott und den Glauben an unseren Herrn Jesus Christus“ (Apg 20:21).
Nicht nur bei uns, auch bei vielen anderen Christen in Deutschland hat die Buße zugenommen, vor allem auch durch den Dienst von Greg Violi. Buße hat uns und die anderen nicht depressiv gemacht (wie einige Christen behaupten), sondern im Gegenteil, unsere Buße hat zum einen eine große Freude im Himmel bewirkt (siehe Lukas 15:7 und 15:10) und zum anderen hat es auch eine große Freude unter uns bewirkt, wovon jeder Besucher unserer Versammlungen sich selbst überzeugen kann. Es gibt eine „Traurigkeit der Welt“, die Depression bewirkt und es gibt eine „gottgemäße Traurigkeit“, die echte Buße und Zerbrochenheit bewirkt (2. Kor 7:9-10). Ersteres kommt durch Selbstanalyse, durch krampfhaftes Fehlersuchen und auf sich selbst schauen und wir lehnen so etwas ab. Letzteres kommt durch die Gegenwart Gottes in den Versammlungen und durch die Überführung des Heiligen Geistes.
Ein weiteres Merkmal, dass Gott sich nähert, ist die Intensität der Versammlungen. Die Gegenwart Gottes intensiviert sich, seit Greg Violi bei uns ist. Greg’s Berufung ist Erweckung. In den letzten Versammlungen hat Gott sehr deutlich gesprochen, dass wir erwarten sollen, dass sein Geist ausgegossen wird und dass wir mit einer Erwartungshaltung zu den Treffen kommen sollen. Gott hat auch deutlich gesprochen, dass wir uns selbst demütigen müssen, damit Erweckung geschehen kann.
Das sind alles Gründe, warum wir glauben, dass für Deutschland die festgesetzte Zeit für Erweckung gekommen ist. Dies ist unser Eindruck, wir sind nicht unfehlbar und es besteht die Möglichkeit, dass wir uns irren, aber wir müssen auch unserem inneren Zeugnis gehorsam sein und das sagt uns sehr eindrücklich, dass die Zeit reif ist.


3. WAS MÜSSEN WIR TUN UND WAS MUSS GOTT TUN?
Gott schenkt Erweckung, er gießt seinen Geist aus, wenn wir seine Bedingungen erfüllen. Gott hat in seinem Wort ganz klar gesagt, was ein Mensch tun muss, um Erweckung zu bekommen. Wir können Gott nicht zwingen, wir können ihn auch nicht manipulieren und wir müssen ihn vor allem auch nicht überreden, eine Erweckung zu schenken, weil er dies viel mehr möchte, als wir. Die Bedingungen sind im Alten Testament und im Neuen Testament dieselben und sie sind so simpel, dass jedes Kind sie verstehen kann:


2 Chronik 7:14
“Wenn mein Volk, das nach meinem Namen genannt ist, sich demütigt, und sie beten und suchen mein Angesicht und wenden sich ab von ihren bösen Wegen, so will ich im Himmel hören und ihre Sünden vergeben und ihr Land heilen.”
Jakobus 4:8 “Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch! Reiniget die Hände, ihr Sünder, und reinigt eure Herzen, die ihr geteilten Herzens seid!”


In beiden Versen gibt Gott uns ein Versprechen und weil er kein Lügner ist, wird er dies Versprechen erfüllen, wenn wir die Bedingungen für das Versprechen erfüllen. Gottes Wort ist absolut wahr und Gott hat sich selber an sein Wort gebunden und er muss es halten.

Zuerst müssen wir uns demütigen. Viele Erweckungsinitiativen beginnen mit Gebet und wollen das Gebet fördern, weil wir Christen denken, dass Erweckungen mit Gebet anfangen. Aber das Wort Gottes sagt, dass eine Erweckung mit Demütigung anfängt. Viele zitieren oben genannten Vers als Motivation für Gebet, dabei ist der erste Schritt, der noch vor dem Gebet erfolgen muss, die Demütigung. Dies ist auch ein Grund, warum wir trotz so vieler Gebetsinitativen keine Erweckung haben, wir haben die Bedingung nicht erfüllt: Wenn mein Volk, also wir Christen, jeder Einzelne, sich demütigt.
Der Vers aus Jakobus sagt dasselbe. Zunächst zeigt er, was Gott tut und was wir zu tun haben: wir müssen uns Gott nahen. Als der verlorene Sohn sich dem Vater nähert, läuft der Vater ihm entgegen. Wir können nicht passiv herumsitzen und auf Erweckung warten, wir müssen den ersten Schritt tun und dieser Schritt heißt: sich Gott nahen. Dies impliziert, dass wir von Gott entfernt sind und Jakobus lässt keine Unklarheit darüber, wie das „Gott nahen“ praktisch aussieht: Zuerst die Hände reinigen, danach die Herzen.

Beide Verse lassen uns Christen nicht so gut dastehen. Beide erfordern von uns die Einsicht, dass wir nicht perfekt sind, dass wir verkehrt sind, dass wir Sünder sind und dass unsere Beziehung mit Gott nicht in Ordnung ist. Wer diese Einsicht nicht teilt, braucht nicht weiterlesen. Beide Verse sind an Christen geschrieben! Wer dies nicht einsieht, wird sich weder demütigen, noch sich reinigen – sich reinigen ist nämlich eine praktische Demütigung. Sich demütigen kann verschieden aussehen: Bei den Familienmitgliedern um Vergebung bitten, sich bei Freunden entschuldigen, vor anderen Menschen aufstehen und Position für Jesus beziehen, sich selbst verleugnen, einsehen, dass man selber Schuld hat und nicht alles auf die Umstände schieben, usw… Demut hat viele „praktische Gesichter“. Was Jakobus fordert, ist nichts anderes als eine praktische Demütigung:

Wir sollen zuerst die „Hände reinigen“. Das bedeutet, wir müssen unsere Taten, unsere offensichtlichen Sünden in Ordnung bringen. Das schließt alle Sünden ein, die uns im Gedächtnis sind. Wenn wir dies getan haben, dann wird der Heilige Geist damit beginnen uns unser Herz zu zeigen, er zeigt uns sündige Herzenshaltungen (zum Beispiel Sorgen, Furcht, Härte jeder Art, Unvergebenheit, Richten und Verurteilen, Unglaube, Unreinheit, falsche Denkweisen…). Dies sind die wirklich schlimmen Dinge, es sind die Wurzeln, aus denen die bösen Taten unserer Hände entstehen. Wenn der Heilige Geist anfängt, uns einmal diese Dinge zu zeigen, dann müssen wir diese Dinge ebenfalls in Ordnung bringen. Wir müssen den Menschen vergeben und ihnen diese Vergebung auch aussprechen, wir müssen zu den Personen hingehen, über die wir schlecht geredet haben und sie um Vergebung bitten. Dies ist alles praktische Demut, dies ist die Art und Weise, wie wir uns Gott nahen. Beginne bei deiner Familie und deinen engsten Freunden.
Wenn du selber beginnst, nach verborgenen Sünden zu suchen, dann wird dich das in eine falsche Buße und Demut bringen, es kann dich sogar in Depressionen und Traurigkeit bringen. Es ist nicht unsere Aufgabe, nach Sünden zu suchen, sondern die Aufgabe des Heiligen Geistes – dafür wurde er auf die Erde gesandt (Joh. 16:8). Du beginnst mit den Sünden, die dir bekannt sind und bevor du dich versiehst, wird der Heilige Geist dir eine Menge verkehrter Herzenshaltungen zeigen. Das Blut Jesu wäscht nur von Sünden rein, nicht von „Ausrutschern“. Wir müssen die Dinge beim Namen nennen und wir brauchen keine Angst zu haben: Jede Sünde, die wir aufdecken und ans Licht bringen wird Jesus mit seiner Liebe von Golgatha zudecken.


Der Feind gibt uns oft Gedanken ein, die uns sagen: „Buße ist etwas schreckliches“ oder „Selbstverleugnung ist sehr hart“ oder „Du wirst dich sehr blamieren, was werden die anderen denken“. Diese Gedanken sind alle aus der Hölle, denn im Wort Gottes heißt es:

   Lukas 15:7
   “Im Himmel wird mehr Freude sein über einen Sünder der Buße tut, als über 99 Gerechte, die die Buße nicht nötig haben.”

Das Wort Gottes sagt, dass ein Sünder, der Buße tut, Gott mehr Freude bereitet, als Menschen, die keine Buße nötig haben! Buße ist etwas herrliches, wenn man mit den Augen des Himmels sieht. Buße ist etwas schönes, etwas befreiendes und nicht etwas schreckliches! Jesus teilt uns persönlich im Wort Gottes dies mit, und nicht nur einmal:
Lukas 15:10 “Es wird Freude sein bei den Engeln Gottes über einen Sünder der Buße tut.”
Das ganze Kapitel 15 im Lukasevangelium handelt von Menschen, die Buße tun, die sich demütigen. Jesus sagt, dass es dem Vater und den Engeln große Freude bereitet, wenn wir Menschen Buße tun und uns demütigen. Jeder, der etwas anderes sagt, lehrt oder schreibt, der widerspricht dem Wort Gottes! Der Teufel ist ein Lügner, wenn er dir einflüstert, dass Buße und Demut schrecklich ist! Du machst Gott eine größere Freude, wenn du deine Sünden bekennst, als wenn du einer der „99 Gerechten“ bist, die kein Buße nötig haben.
Wenn wir diese Bedingungen erfüllen, dann wird Gott sich nahen und nicht nur das, er wird auch das Land heilen. Buße und Demut ist die erste Bedingung, der allererste Schritt, den wir tun müssen.


4. DIE MANIFESTE GEGENWART GOTTES
Ein wichtiges Element jeder Erweckung ist die manifestierte, wahrnehmbare Gegenwart Gottes. Während der Erweckung auf den Hebriden ruhte die manifeste Gegenwart Gottes wochenlang über gsamten Dörfern. Hartgesottene Männer trauten sich nicht auf die Straße, weil sie sich nicht in die Gegenwart Gottes trauten. Die manifeste Gegenwart ließ die härtesten Männer in Tränen ausbrechen. Obwohl Gott allgegenwärtig und omnipräsent ist, ist er nicht immer wahrnehmbar. Es heißt im Wort Gottes, dass “die Herrlichkeit des Herrn jetzt die gesamte Erde erfüllt” (Jesaja 6:3). Aber es heißt auch, dass in Zukunft die Erde voll von “der Erkenntnis der Herrlichkeit des Herrn sein wird” (Habakuk 2:14). Obwohl die Erde voll von der Herrlichkeit des Herrn ist, erkennt dies kaum ein Mensch. Wir haben nicht die Kapazität, die Herrlichkeit des Herrn zu erkennen. Genauso verhält es sich auch mit der Gegenwart des Herrn. Obwohl Paulus sagt, dass wir in ihm, also in seiner Gegenwart „leben, uns bewegen und unser ganzes Dasein haben“ (Apg 17:28 ), können wir diese Omnipräsenz Gottes nicht jedesmal wahrnehmen und erkennen. Wenn sich Gottes Gegenwart jedoch spürbar manifestiert, dann ist diese Anwesenheit Gottes durch den Heiligen Geist für jeden spürbar wahrnehmbar. Für die einen wird es ein schreckliches Gefühl sein (weil sie sich sehr dreckig fühlen in der heiligen Gegenwart eines reinen Gott und sich nicht demütigen wollen) und für andere wird es unglaublich schön sein. In jeder historischen Erweckung spielte die manifeste, spürbare Gegenwart Gottes eine entscheidende Rolle und das Wort Gottes bestätigt dies:
Apg 3:19 „Tut Buße, damit Zeiten der Erweckung von der Gegenwart Gottes kommen.“
Dies ist eine der wenigen Stellen im Neuen Testament, in denen das Wort „Erweckung“ (in vielen deutschen Übersetzungen steht das veraltete Wort „Erquickung“, welches die gleiche Bedeutung hat). Diese Stelle sagt erstens dass Buße eine notwendige Bedingung für Erweckung ist und zweitens sagt Petrus hier, dass Erweckung von der Gegenwart Gottes kommt. Erweckung kommt, wenn Gott an einem Ort manifest (spürbar, sichtbar) anwesend (gegenwärtig) ist. Im Alten Testament wird Erweckung genauso definiert, wir lesen in Jesaja:
Jesaja 64:1 „Ach, dass Du die Himmel zerrissest und herabführest, daß die Berge erbebten vor deiner Gegenwart, wie Feuer Reisig entzündet, wie Feuer Wasser kochend macht, um deinen Namen deinen Feinden bekannt zu machen, damit die Heiden vor deiner Gegenwart erzittern;“

Erweckung ist, wenn Gott die Menschen spürbar besucht. Wen der Himmel sich öffnet und Gott vom Himmel auf die Erde herabfährt. Wenn er anwesend und gegenwärtig an einem Ort ist. Die Gegenwart Gottes wird hier mit einem Feuer verglichen, welches Wasser zum kochen bringt, das Reisig anzündet und das Berge erzittern lässt. Berge stehen bei den Propheten oft für Macht, Stärke, Stolz und Härte. Wenn die Gegenwart Gottes in die Gemeinde kommt, dann werden die Machtstrukturen erschüttert, der Stolz der Menschen wird zerbröckeln und Gottes Gegenwart wird die Härte der Menschen zerschmelzen und ihre Herzen anzünden, so dass das verzehrende Feuer der heiligen Agape-Liebe in ihnen brennt.
Micha 1:3-4 „Denn siehe, der HERR wird ausgehen aus seinem Ort und herabfahren und treten auf die Höhen im Lande, dass die Berge unter ihm schmelzen und die Täler reißend werden, gleichwie Wachs vor dem Feuer zerschmilzt, wie die Wasser, so niederwärts fließen.“

Der Prophet Micha verkündigt dasselbe, hier wird klar, dass die Gegenwart Gottes die Höhen in unserem Leben zertreten wird (deswegen ist Demut eine notwendige Bedingung für Erweckung) und hier steht, dass die Gegenwart Gottes die Berge schmelzen wird. Alle unsere Herzenshärten werden in der Gegenwart Gottes schmelzen – sofern wir es denn aushalten. Erweckung ist ein Herabfahren Gottes, Erweckung geschieht, wenn Gott sein Volk besucht.
Einen Vers bevor Jesaja 64:1, wo der Prophet sich danach einer Erweckung sehnt, schildert er den Zustand des Volkes Gottes:

Jesaja 63:19
„Wir sind wie solche geworden, über die du niemals geherrscht hast, über die dein heiliger Name nicht ausgerufen worden ist.“


Er beklagt, dass es keinen Unterschied mehr zwischen dem Volk Gottes und den Heiden gibt. Genauso ist es heute in unserem Land. Wir Christen leben genauso wie die Heiden. Wir haben die gleichen Interessen und auch die gleichen Probleme. Streitigkeiten, Anspannungen, Burn-Outs, Scheidungen und sexuelle Unreinheit sind unter Christen häufig geworden. Wir sind tatsächlich wie solche geworden, über die Gott niemals geherrscht hat. Wir geben uns damit zufrieden, dass wir ja „besser dran“ sind. Dies ist ein beklagenswerter Zustand, wir denken „wir haben schon alles in Christus“ und sind in den Augen Gottes „nackt, blind und bloß“ (Offb 3:17). Dies ist eine Warnung an die Gemeinde von Jesus im neuen Testament! Diese Warnung ist hochaktuell!



Wenn wir jedoch damit beginnen, unser Leben in Ordnung zu bringen, dann wird die Gegenwart Gottes in unseren Versammlungen und in unserem Leben spürbar zunehmen. Für dürfen niemals diese biblische Wahrheit vergessen: Erweckung kommt von Gottes Gegenwart. Wenn wir beginnen, uns zu demütigen, unser Leben in Ordnung zu bringen und alle zweifelhaften Dinge auszuräumen, dann wird die Gegenwart Gottes in unserem Leben zunehmen. Wenn eine Gruppe von Christen damit beginnt, dann wird die Gegenwart in deren Treffen spürbar zunehmen. Es ist wichtig, dass wir in unseren Treffen die manifeste Gegenwart Gottes haben. Wenn du Christen in deiner Nähe kennst, deren Treffen die Gegenwart Gottes spürbar ist, dann solltest du diese Treffen besuchen. Die manifeste Gegenwart wird die Härten und verborgenen Wiederstände in deinem Herzen schmelzen und dich noch tiefer in die Buße leiten, so dass du bereit wirst für den Besuch des Bräutigams.


5. WIR HABEN DOCH SCHON ALLES?
Wenn man sich mit Theologie beschäftigt, dann stößt man früher oder später auf Lehren und Bücher, die ungefähr folgende Botschaft verkündigen: Wir haben schon alles in Christus, wir müssen nur glauben und dann wird es sich manifestieren. Interessanterweise findet sich diese Lehre bei konservativen Theologen als auch bei vielen charismatischen Theologen wieder. Und in Epheser 1:3 steht ja auch, dass wir „in Christus mit jedem geistlichen Segen in der Himmelswelt gesegnet sind“. Wo ist das Problem mit dieser Lehre? Der Vers ist das Wort Gottes und ist absolut wahr. Das Problem ist nur, dass meine geistlichen Schätze und Segnungen mir gar nichts nützen, solange sie sich in der Himmelswelt befinden und nicht in meinem Alltag. Viele Christen werden von diesen Lehren angesteckt und verkündigen dann: Ich habe schon alles. Zuhause schreien diese Christen, die im Glauben schon alles haben, ihre Ehefrauen und Kinder an, obwohl sie ja fest überzeugt sind, dass sie im Glauben die Frucht des Geistes schon haben. Wir müssen wieder echt und normal werden. Wenn meinem Glauben keine Werke folgen, dann habe ich nichts! Wenn ich glaube und meinem Glauben folgen keine sichtbaren Werke, dann ist da irgendwo ein Problem. Die Lösung ist nicht, dass ich noch mehr proklamiere und versuche noch mehr zu glauben, sondern dass ich mich demütige und zugebe: Ich habe nichts!
Die Gemeinde von Laodizäa hatte diese Lehre auch. Jesus selbst bestätigt dies, indem er ihnen sagt:
Offenbarung 3:17 „Denn du sprichst: Ich bin reich und habe alles und bedarf nichts! und weißt nicht, daß du elend und erbärmlich bist, arm, blind und nackt!„

Jesus selber sagt, wohin diese Lehre führt: In die Lauheit. Wenn wir tatsächlich denken, dass wir schon alles haben, dann sind wir verführt und in Wahrheit sind wir „arm, blind und nackt“. Wenn wir schon alles haben, dann haben wir keinen Hunger mehr. Wenn wir schon alles haben, dann brauchen wir nicht „mehr Jesus“ und mehr von seinem Heiligen Geist in unserem Leben. Dieses Denken wird niemals zur Erweckung führen.
Wenn unser Alltagsleben voller Angst, Furcht, Selbstmitleid, Sorge, Ärger, Hass, Wut, Verurteilen, Verwirrung, Stress, Bitterkeit, Unvergebenheit, Anspannung und Herzenshärte ist, dann haben wir nichts! Wenn unser Familienleben von Anspannung und Streit gekennzeichnet ist, dann haben wir nichts außer Stolz in unserem Herzen und belügen uns selber:

Sprüche 13:10 „Durch Stolz entsteht Streit…“
1. Joh 1:8 „Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so betrügen wir uns selbst und die Wahrheit ist nicht in uns“

Wir müssen erkennen, dass wir nackt blind und bloß sind. Paulus sagt uns, dass wir nur durch die Gnade Gottes nicht sündigen und nicht fallen. Wenn ich also in einem Bereich immer wieder sündige und falle, dann bedeutet das, dass Gott mir in diesem Bereich keine Gnade gibt. Gott gibt aber gerne Gnade, er erweist sich von Herzen gerne als gnädiger und freundlicher Gott. Wo ist also das Problem? Habe ich einen bösen Gott, den ich überzeugen muss, mir Kraft und Gnade zu geben? Niemals, stattdessen haben wir einen guten Gott, der den bösen Menschen gerne Gnade gibt, wenn sie sich demütigen und ihre Bosheit bekennen. Gott wiedersteht den Stolzen,
den Demütigen gibt er Gnade (1. Petrus 5:5, Jakobus 4:6). Damit bleibt uns keine Ausrede: Wenn wir irgendwo fallen und uns in einem Bereich unseres Alltagslebens an Gnade mangelt, dann liegt es nicht daran, dass Gott böse ist oder geizig, es liegt einfach daran, dass wir soviel Stolz in unserem Herzen haben, dass Gott keine andere Wahl hat, als uns zu widerstehen bis wir uns demütigen.


6. EINHEIT UND BRUDERLIEBE
Wir können Erweckung vergessen, solange wir erwarten, dass sie in „unserem Stall“ passiert. Wir können Erweckung auch vergessen, wenn wir unsere Versammlung, Ortsgemeinde oder Denomination für „richtiger“ oder „besser“ halten als andere Denominationen. Dann wird Gott uns übergehen.
Es gibt nur eine einzige Gemeinde, jede Versammlung von Christen ist nur ein Sichtbarwerden dieser einen Gemeinde. Dabei ist es nicht so sehr entscheidend, ob die Einheit äußerlich ist, wichtig ist, dass man im Geist mit den anderen Brüdern eins ist. Wir sind durch den Geist in einen Leib hineingetauft – mit allen anderen Christen, ob sie uns lehrmäßig gefallen oder nicht (1. Kor 12:13). Wir können uns unsere Geschwister nicht aussuchen. Wir müssen alle annehmen, die von Christus angenommen worden sind, egal wieviel Erkenntnis sie haben. Wenn sie das Leben Christi durch die Wiedergeburt bekommen haben, dann sind sie unsere Brüder, egal in welcher Form und in welcher Struktur (Kirche oder Haus, organisiert oder unorganisiert) versammeln.

Ich habe erlebt, dass gerade die Hausgemeinden sehr oft ein Problem mit Christen aus traditionellen Versammlungen haben. Umgekehrt gibt es das auch, aber in letzter Zeit habe ich persönlich es eher aus der anderen Richtung erlebt. Dahinter steckt ein verborgener Stolz, den Gott niemals erlauben wird. Sie würden das niemals zugeben, aber in der Realität haben viele Christen aus dem unorganisierten Christentum Schwierigkeiten mit Brüdern aus traditionellen Kirchen das Brot zu brechen. Gott wird exklusives Verhalten (ein Verhalten, das andere Christen ausschließt) niemals dulden. Sobald ich irgendeinen Bruder als Christ zweiter Klasse ansehe (weil er z.B. irgendeine Erkenntnis nicht hat) und nicht zur Gemeinschaft mit ihm bereit bin, habe ich Stolz in meinem Herzen und es kann sein, dass Gott mich bei der Erweckung übergehen wird, wenn dies nicht bereinigt wird.

Dies bedeutet nicht, dass wir lehrmäßig zu allem „Amen“ sagen müssen. Wir müssen die Brüder lieben, aber wir müssen nicht in allem zustimmen. Ein Trick, mit dem der Feind sehr viele Christen ausgeschaltet hat, ist der, dass er sie zwingt, immer sofort Stellung „für“ oder „gegen“ andere Christen zu beziehen. Das dürfen wir niemals tun! Dies wird im Verurteilen enden. Wenn wir Unsicherheiten bezüglich der Lehrmeinung anderer Christen haben, so können wir neutral bleiben, bis wir das innere Zeugnis des Geistes haben – und sie trotzdem als Brüder annehmen. Der Heilige Geist zwingt uns nicht, überhastete Entscheidungen zu treffen. Und wenn das Zeugnis des Geistes uns sagt, dass wir in bestimmten Punkten nicht mit dem anderen Bruder übereinstimmen sollen, stehen wir trotzdem in der Pflicht, ihn weiter zu lieben. Johannes sagt das sehr drastisch:

Johannes 3:14 „Wer den Bruder nicht liebt, bleibt im Tod“.

Das bedeutet, deine Beziehung zu Gott ist tot, wenn du andere Brüder nicht liebst. Nicht lieben ist dasselbe wie hassen. Wenn wir eine Beziehung zu Gott wollen, dann müssen wir die Brüder lieben. Wer den Bruder nicht liebt, der bleibt im Tod und hasst ihn. Hinter unserer Ablehnung anderer Christen steckt ein verborgener Hass. Da wir als Christen im Kopf wissen, dass Hass für uns nicht erlaubt ist, verbergen wir diesen Hass oder wollen ihn nicht wahrhaben – wir würden das niemals mit unseren Lippen zugeben, aber das Wort Gottes sagt die Wahrheit über uns (Sprüche 26:24)!
Wir müssen erwarten, dass Gott seinen Geist über Christen in Denominationen und Christen außerhalb der Denominationen ausgießt. In der gewaltigen Erweckung in Wales haben Freikirchen die Erweckung verpasst, weil sie sich für etwas besseres gehalten haben, während Gott das ganze land umgekrempelt hat. Gott wird unser Herz prüfen, indem er andere Christen, die wir vielleicht nicht so sehr mögen, zuerst segnet. Wenn wir dann zu Gott sagen „Warum die und nicht wir?“, dann haben wir dasselbe Herz wie Kain oder der zweite Sohn (Lukas 15), der sich nicht darüber freuen konnte, dass dem verlorenen Sohn geholfen wurde. Anstatt dass Kain sich darüber freute, dass sein Bruder eine gute Beziehung zu Gott hatte, kam sein verborgener Hass hoch und der hat ihn umgebracht. In Johannes 3:14-15 steht über uns neutestamentliche Christen genau dasselbe geschrieben: Wer seinen Bruder nicht liebt, der hasst ihn und ist ein Mörder! Wir müssen uns darüber freuen, wenn Gott seinen Geist zuerst über unseren Nächsten ausgießt und wir müssen wissen, dass das gleichzeitig eine Herzensprüfung für uns ist. Wenn wir dann merken, dass wir Hass in uns haben, wird Gott ihn uns wegnehmen, wenn wir ihn bekennen und er wird uns reinigen. Dadurch werden wir auch bereit, den Segen und die Kraft aus der Höhe zu empfangen, die unser Bruder vielleicht schon früher empfangen hat. Wir müssen die Brüder lieben! Wer nicht liebt, der hasst und wer hasst, der ist auch zu Mord fähig. Unsere Unfähigkeit, andere Christen zu lieben, liegt darin, dass wir sie oder ihre Gruppe gerichtet haben. Vielleicht haben sie uns falsch behandelt und uns verletzt, aber das erlaubt uns trotzdem nicht, sie zu richten. Sobald wir jemanden richten, spalten wir uns selber vom Leib ab und Einheit wird unmöglich. Wenn wir uns dann auch noch weigern, ihnen von Herzen (nicht nur vom Verstand…) vergeben, dann wird die Bitterkeit in uns hineinkommen und es wird uns noch schwerer fallen, die anderen Brüder zu lieben. Wir haben jetzt schon drei große Türen in unserem Herz für den Feind geöffnet, die wir alle wieder schließen müssen! Durch die Tür der Bitterkeit wird der Feind auch immer Gedanken des Hasses und auch Rachegedanken in uns hineinstreuen. Wenn wir merken, dass wir ständig an die Person denken müssen, die uns verletzt hat, dann ist das ein Zeichen, dass der Feind sich bereits eingenistet hat. Wir haben Bitterkeit hereingelassen und mit ihr auch Unvergebenheit und Richten. Wenn wir dies vor unseren Brüdern und vor Gott bekennen, wird Gott uns vergeben und uns reinigen!



…Fortsetzung folgt (16.08.2011)
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